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Die Dot­zon-Stu­die Digi­ta­le Unter­neh­mens­mar­ken 2021 ist erschie­nen, in der die drei Digi­ta­len Unter­neh­mens­mar­ken .leclerc, .abbott und .weber die vor­de­ren drei Plät­ze belegen.

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Die Dot­­zon-Stu­­die Digi­ta­le Unter­neh­mens­mar­ken 2021 ist erschie­nen, in der die drei Digi­ta­len Unter­neh­mens­mar­ken .leclerc, .abbott und .weber die vor­de­ren drei Plät­ze bele­gen. Unter­neh­men aus der Automobil‑, Finanz- und IT-Bran­che domi­nie­ren auch in der dies­jäh­ri­gen Stu­die das Top-10-Ran­­king. Die Stu­die unter­sucht seit 2018 bereits zum vier­ten Mal, wie Unter­neh­mens­mar­ken erfolg­reich als Top-Level-Domains genutzt wer­den und stellt die bes­ten Ergeb­nis­se detail­liert in einem Top-10-Ran­­king vor.

Digitale Unternehmensmarken 2021 – die Top 10

Die dies­jäh­ri­ge Stu­die zeigt, dass .leclerc die erfolg­reichs­te Digi­ta­le Unter­neh­mens­mar­ke welt­weit ist, gefolgt von .abbott auf Platz 2 und .weber auf Platz 3. Auf Platz 4 und 5 fol­gen .seat und .audi. Ihnen fol­gen auf Platz 6 und 7 .neu­star und .bnppa­ri­bas. Ihnen fol­gen auf Platz 8 und 9 .goog­le und .dvag. Neu­ein­stei­ger auf Platz ist .weir, die sich um sechs Plät­ze ver­bes­sern konn­te. Damit stieg die Viel­falt reprä­sen­tier­ter Bran­chen in den Top 10 im Ver­gleich zum Vor­jahr deut­lich an.

Digitale Unternehmensmarken 2021 – mehr Nutzungsbeispiele „in the wild“

Die Stu­die zeigt anhand zahl­rei­cher kon­kre­ter Bei­spie­le, wie Unter­neh­men ihre Domain-Endung als digi­ta­le Mar­ke ver­an­kern und damit ihr Mar­ken­image stär­ken. Sie nut­zen ihre Top-Level-Domain bei­spiels­wei­se als star­kes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­in­stru­ment, das den Aus­tausch mit Kun­den, Händ­lern, Zulie­fe­rern oder der Pres­se unter einem welt­weit ein­heit­li­chen Dach ermög­licht. Gera­de die erst­plat­zier­te .leclerc ist mitt­ler­wei­le in Frank­reich sehr sichtbar.

Digitale Unternehmensmarken 2021 macht Performance von digitalen Unternehmensmarken transparent

Mit­tel­punkt der Stu­die ist das Top-10-Ran­­king, für das wir alle der­zeit exis­tie­ren­den Mar­­ken-Endun­­­gen ana­ly­siert haben. Ins­ge­samt sind das knapp 500 Endun­gen, hin­ter denen etwa 330 Unter­neh­men ste­hen. In die Ana­ly­se der Digi­ta­len Unter­neh­mens­mar­ken sind ins­ge­samt sie­ben Para­me­tern ein­ge­flos­sen, die sowohl quan­ti­ta­ti­ve als auch qua­li­ta­ti­ve Wer­te berücksichtigen.

Die Stu­die ist hier abrufbar.

Das dies­jäh­ri­ge Annu­al Gene­ral Mee­ting von ICANN – ICANN72 – wur­de auf­grund der anhal­ten­den Ein­schrän­kun­gen der Pan­de­mie erneut rein vir­tu­ell abge­hal­ten und fand vom 25. bis 28. Okto­ber 2021 statt.

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Das dies­jäh­ri­ge Annu­al Gene­ral Mee­ting von ICANN – ICANN72 – wur­de auf­grund der anhal­ten­den Ein­schrän­kun­gen der Pan­de­mie erneut rein vir­tu­ell abge­hal­ten und fand vom 25. bis 28. Okto­ber 2021 statt. Auch auf die­sem Mee­ting stand das The­ma DNS-Abu­­se im Vordergrund.

Fokus von ICANN72: DNS-Abuse

Eines der am inten­sivs­ten dis­ku­tier­ten The­men war erneut das The­ma DNS-Mis­s­­brauch. DNS-Mis­s­­brauch bezieht sich auf regis­trier­te Domains, die für miss­bräuch­li­che Akti­vi­tä­ten wie Fishing oder Bot­nets ver­wen­det wer­den. Alle Regis­tries sind laut ICANN-Ver­­­trag ver­pflich­tet, den Miss­brauch für alle ihre regis­trier­ten Domains zu moni­to­ren. Wird ein Miss­brauch fest­ge­stellt, infor­mie­ren sie den Regis­trar, der sei­ner­seits den Inha­ber der Domain infor­miert und den Miss­brauch unter­bin­den muss. Meh­re­re Inter­es­sen­grup­pen bei ICANN, dar­un­ter Ver­tre­ter von Mar­ken­in­ha­bern, Inter­net­nut­zern und Regie­run­gen, dar­un­ter auch die EU-Kom­­mis­­si­on, sind der Ansicht, dass die­ses Ver­fah­ren nicht trans­pa­rent ist, sehr lang­sam ist und das Pro­blem nicht ange­mes­sen löst. Um die Situa­ti­on zu ver­bes­sern, wur­de auf der ICANN-Sit­­zung dar­über inten­si­ve dis­ku­tiert, wie die­ser Pro­zess trans­pa­ren­ter gestal­tet wer­den kann.

In die­sem Zusam­men­hang wur­de auch inner­halb der ein­zel­nen Arbeits­grup­pen dis­ku­tiert, wie das Kon­zept von “Trus­ted Noti­fiers” wei­ter eva­lu­iert wer­den kann.

ICANN hat sein DAAR-Tool (Domain Abu­se Acti­vi­ty Repor­ting) wei­ter aus­ge­baut. Künf­tig wer­den auch die Berichts­da­ten der Regis­tra­re dort zu fin­den sein. Um die Daten der Regis­tra­re und Regis­tries ver­öf­fent­li­chen zu kön­nen, wird der Ver­trag zwi­schen ICANN und Registries/Registraren ange­passt. So soll die Nut­zung ver­bind­lich gere­gelt und ein zuver­läs­si­ger Zugang zu deren Daten ermög­licht werden.

Überarbeitung der Policies für Registries

Am Tag vor Beginn des ICANN-Mee­­tings hat­ten ICANN-Mit­­ar­­bei­­ter einen umfang­rei­chen Vor­schlag ver­sen­det, wie die aktu­ell gel­ten­den Richt­li­ni­en ange­passt wer­den soll­ten. Die­se Vor­schlä­ge müs­sen nun erst ein­mal von Regis­tries und Regis­tra­ren gesich­tet wer­den. Kri­ti­siert wur­de in die­sem Zusam­men­hang, dass das ICANN-Mee­­ting nicht zur Dis­kus­si­on genutzt wer­den kön­ne, da das umfang­rei­che Doku­ment viel zu spät ver­sen­det wurde.

Das nächs­te ICANN-Mee­­ting fin­det erneut rein vir­tu­ell statt, mehr Details.

Nachhaltigkeit dotBrand

Wie nut­zen Unter­neh­men ihre eige­ne Top-Level-Domain? Wir zei­gen drei Bei­spie­le einer dot­Brand, die­ses Mal mit Fokus auf Nachhaltigkeit.

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Wie nut­zen Unter­neh­men ihre eige­ne Top-Level-Domain? Wir zei­gen drei Bei­spie­le einer dot­Brand, die­ses Mal mit Fokus auf Nachhaltigkeit.

1. Säule der Nachhaltigkeit: Ökonomie

Unter dem Mot­to „The Power of Glo­bal Tra­de“ greift DHL auf der Web­sei­te öko­no­mi­sche Nach­hal­tig­keits­aspek­te auf. Ziel von globaltrade.dhl ist die För­de­rung von nach­hal­ti­gem Wirt­schafts­wachs­tum von klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men. DHL will sie dabei unter­stüt­zen, grenz­über­schrei­ten­den Han­del trei­ben kön­nen und Zugang zu den glo­ba­len Märk­ten zu erhalten.

So zeigt DHL auf, wie durch glo­ba­li­sier­ten und wach­sen­den Han­del gene­rell mehr Wohl­stand und mehr Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten für die Men­schen ent­steht. In den Län­dern, in den DHL tätig ist, wur­de zudem Armut redu­ziert, Viel­falt gestärkt und das kul­tu­rel­le Leben berei­chert. Mit ver­schie­de­nen Stu­di­en und Ran­kings belegt DHL sei­ne Posi­ti­on im Welt­han­del, der durch schnel­le und tief­grei­fen­de Ver­än­de­run­gen geprägt ist.

Ähn­lich wie bei der Web­sei­te spotlight.dhl lebt auch globaltrade.dhl vom Sto­ry­tel­ling. Die Geschich­ten stel­len Men­schen vor, die hier vor­wie­gend aus KMUs in den welt­wei­ten Schwel­­len- und Ent­wick­lungs­län­dern kom­men. Die Initia­ti­ven und Akti­vi­tä­ten auf der Web­sei­te von DHL, sind mit ein­drucks­vol­len Vide­os unter­legt. Sie sol­len Unter­neh­men und Men­schen dort glei­cher­ma­ßen hel­fen, die Vor­tei­le des welt­wei­ten Han­dels bes­ser zu ver­ste­hen und zu nutzen.

2. Säule der Nachhaltigkeit: Ökologie

Die fran­zö­si­sche Ein­zel­han­dels­ket­te E.Leclerc ist laut unse­rer jähr­li­chen .brand-Stu­­die eines der welt­weit fort­ge­schrit­tens­ten Unter­neh­men, wenn es um die akti­ve Nut­zung der eige­nen dot­Brand geht.

E.Leclerc bie­tet sei­nen Kun­den seit eini­ger Zeit auch Strom an, die­sen kön­nen Kun­den unter der Domain energies.leclerc buchen. Dabei ver­spricht Leclerc sei­nen Kun­den, dass sie den Strom durch einen zen­tra­len Ein­kauf zu güns­ti­gen Kon­di­tio­nen erhal­ten. Mit­hil­fe digi­ta­ler Tools behal­ten die Kun­den ihre Strom­kos­ten im Blick.

Neben den öko­no­mi­schen Vor­tei­len des Ange­bo­tes erhält der Kun­de zusätz­lich stun­den­ak­tu­ell Infor­ma­tio­nen in einer Electri­ci­ty­Map, die dar­stellt, woher der Strom stammt und wie er her­ge­stellt wird. So will Leclerc für den Erhalt des Pla­ne­ten Erde sor­gen und ergänzt damit sei­ne Nach­hal­tig­keits­in­for­ma­tio­nen auf der Haupt­sei­te des Unter­neh­mens unter e.leclerc.

3. Säule der Nachhaltigkeit: Soziales

Das The­ma Sozia­les hat Goog­le, die unter sei­ner dot­Brand .goog­le u.a. auch die Domain sustainability.google nut­zen, unter der Adres­se wellbeing.google aufgegriffen.

Da Tech­no­lo­gie immer mehr und viel­fäl­ti­ger unse­ren All­tag beglei­tet und bestimmt, kann es zu einer sozia­len Ent­frem­dung durch die eigent­lich zum Ver­bes­sern unse­res Lebens und Arbei­tens gedach­ten digi­ta­len Pro­duk­te und Ser­vices kom­men. Auf der Web­sei­te klärt Goog­le dar­über auf und gibt Tipps und Bei­spie­le, wie man bei der Arbeit und auch im sozia­len Leben trotz vie­ler digi­ta­ler Anwen­dun­gen im Gleich­ge­wicht bleibt. Ein beson­de­rer Fokus liegt dabei auf dem The­ma Covid-19. Für Goog­le ist es das erklär­te Ziel, das „digi­ta­le Wohl­erge­hen“ sei­ner Mit­ar­bei­ter durch die För­de­rung des bewuss­ten Umgangs mit Tech­no­lo­gie zu verbessern.

Wei­te­re Bei­spie­le, wie Unter­neh­men ihre dot­Brand nut­zen, stel­len wir auch regel­mä­ßig in unse­ren Stu­di­en vor.

Wie nut­zen Unter­neh­men ihre eige­ne Top-Level-Domain? Wir zei­gen 5 Bei­spie­le einer dotBrand.

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Wie nut­zen Unter­neh­men ihre eige­ne Top-Level-Domain? Wir zei­gen 5 Bei­spie­le einer dot­Brand. Neben dem Ein­satz für eine intui­ti­ve neue Start­sei­te nut­zen Unter­neh­men ihre dot­Brand ger­ne, um Infor­ma­tio­nen intui­ti­ver und über­sicht­li­cher zugäng­lich zu machen.

Heimat für Händler: www.partner.bugatti

Kun­den möch­ten auf der Inter­net­sei­te eines Unter­neh­mens schnell ihre wich­tigs­ten Fra­gen beant­wor­tet bekom­men – Wie kann ich Kon­takt auf­neh­men? Wer ist mein Ansprech­part­ner? Und natür­lich: Wo fin­de ich den nächs­ten Händ­ler? Die­se Fra­ge ist vor allem bei Unter­neh­men wich­tig, deren Pro­duk­te nur an weni­gen, aus­ge­wähl­ten Orten ver­füg­bar sind. Der Luxus-Auto­her­stel­­ler Bug­at­ti nutzt die eige­ne Top-Level-Domain, um sei­nen Händ­lern unter www.partner.bugatti eine eige­ne Platt­form zu geben. Kun­den kön­nen auf der Kar­te ein­fach und unkom­pli­ziert einen Händ­ler in der Nähe aus­wäh­len. Die Sei­te bie­tet ihnen auch die Mög­lich­keit, Öff­nungs­zei­ten zu erfra­gen und einen Ansprech­part­ner unter den Mit­ar­bei­tern aus­zu­wäh­len. Jeder Händ­ler hat außer­dem noch ein­mal eine geson­der­te Web­sei­te, eben­falls mit der eige­nen Top-Level-Domain. Die eige­ne Web­sei­te stellt wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Stand­ort und Pro­duk­ten bereit – wie zum Bei­spiel beim Händ­ler in Wien www.partner.bugatti/vienna/.

Informationen und News für Kunden: www.investornews.vanguard

Man­che The­men und Pro­duk­te sind für Kun­den abs­trakt und schwer zu durch­schau­en. Hier hel­fen Infor­ma­tio­nen, die leicht zugäng­lich und ver­ständ­lich sind. Der ame­ri­ka­ni­sche Finanz­dienst­leis­ter Van­guard hat unter www.investornews.vanguard eine Platt­form rund um das The­ma Invest­ments auf­ge­baut, das nicht nur jede Men­ge Infor­ma­tio­nen und Tipps zu bie­ten hat, son­dern auch mit tages­ak­tu­el­len Nach­rich­ten und Ein­schät­zun­gen der Markt­la­ge über­zeugt. Poten­zi­el­le Kun­den kön­nen sich über ver­schie­de­ne Inves­t­­ment-For­­men und ‑Pro­duk­te infor­mie­ren, sich bera­ten las­sen und Tex­te und Vide­os zu vie­len The­men anschauen.

Engagement des Unternehmens: www.stiftung.edeka

Vie­le Unter­neh­men unter­stüt­zen wohl­tä­ti­ge Pro­jek­te oder grün­den eige­ne Pro­jek­te oder Stif­tun­gen. Dazu gehört auch der Lebens­mit­tel­kon­zern EDEKA. Er hat eine eige­ne Stif­tung gegrün­det, die sozia­le Pro­jek­te mit Kin­dern rund um das The­ma gesun­de Ernäh­rung orga­ni­siert. Auf der über­sicht­li­chen Inter­net­sei­te www.stiftung.edeka wird die Arbeit der Stif­tung vor­ge­stellt. Sie dient außer­dem als Infor­ma­ti­ons­por­tal, auf dem sich Erzie­her und Leh­rer Ange­bo­te und Lehr­ma­te­ri­al der Stif­tung anse­hen und sich für Kur­se anmel­den können.

Intuitiv erreichbarer Kundenservice: www.my.sharp

Unter­­neh­­mens-Web­­sei­­ten beglei­ten Kun­den im bes­ten Fall auf dem gesam­ten Weg vom ers­ten Inter­es­se an einem Pro­dukt bis weit nach dem Kauf. Dafür bie­tet eine eige­ne TLDs die Mög­lich­keit, intui­ti­ve Web­sei­ten für die ver­schie­de­ne Sta­tio­nen die­ses Weges auf­zu­set­zen. Der japa­ni­sche Elek­tronik­kon­zern Sharp nutzt www.my.sharp, um Pro­duk­te vor­zu­stel­len, aber auch, um Käu­fern aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen zu ihrem Kauf anzu­bie­ten und Garan­tien ein­zu­lö­sen. So kön­nen Kun­den die Seri­en­num­mer ihres erwor­be­nen Gerä­tes ein­ge­ben, um wei­te­re Infor­ma­tio­nen ein­zu­se­hen und ihre Garan­tie einzulösen.

Neue Startseite: home.kpmg

Die in der Schweiz ansäs­si­gen Unter­neh­mens­be­ra­tung KPMG hat­te über vie­le Jah­re hin­weg ein umfang­rei­ches digi­ta­les Port­fo­lio aus ver­schie­dens­ten Domains und Micro­si­tes auf­ge­baut. So bot ihre Umstel­lung auf die Adres­se https://home.kpmg unter der eige­nen Top-Level-Domain die Mög­lich­keit, nicht nur das Domain-Por­t­­fo­­lio zu straf­fen, son­dern auch eine bes­se­re Kon­trol­le über die welt­wei­te digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on zu erlan­gen. Die seit gut einem Jahr genutz­te Adres­se hat die bis­he­ri­ge www.kpmg.com in Such­ma­schi­nen bereits weit hin­ter sich gelassen.

An die­ser Stel­le prä­sen­tie­ren wir regel­mä­ßig Bei­spie­le einer dot­brand. Wei­te­re Bei­spie­le fin­den sich auch in unse­ren jähr­lich erschei­nen­den Stu­di­en zu „Digi­ta­le Unternehmensmarken”.

Bloggrafik Digitale Stadtmarken 2021

DOTZON hat die Stu­die Digi­ta­le Stadt­mar­ken 2021 ver­öf­fent­licht. Seit 2017 ana­ly­siert Dot­zon nun zum fünf­ten Mal das Poten­zi­al Digi­ta­ler Stadt­mar­ken im inter­na­tio­na­len Ver­gleich und bil­det ab, wie erfolg­reich Städ­te ihre digi­ta­len Iden­ti­tä­ten nutzen.

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DOTZON hat die Stu­die „Digi­ta­le Stadt­mar­ken 2021” ver­öf­fent­licht. Seit 2017 ana­ly­siert Dot­zon nun zum fünf­ten Mal das Poten­zi­al Digi­ta­ler Stadt­mar­ken im inter­na­tio­na­len Ver­gleich. Die Stu­die bil­det ab, wie erfolg­reich Städ­te ihre digi­ta­len Iden­ti­tä­ten nutzen.

Ergebnisse der Studie „Digitale Stadtmarken 2021”

In der dies­jäh­ri­gen Dot­­zon-Stu­­die „Digi­ta­le Stadt­mar­ken“ belegt .ber­lin erneut den Spit­zen­platz, gefolgt von .tokyo und .nyc. Erst­mals ist die bel­gi­sche Haupt­stadt Brüs­sel mit ihrer digi­ta­len Stadt­mar­ke .brussels in den Top 10 ver­tre­ten und nimmt den zehn­ten Platz ein – herz­li­chen Glück­wunsch! Fort­ge­setzt hat sich der Trend, dass sich die Digi­ta­len Stadt­mar­ken ins­be­son­de­re in euro­päi­schen Städ­ten sehr posi­tiv ent­wi­ckeln. Sie­ben Posi­tio­nen der Top 10 wer­den von Euro­pas Metro­po­len besetzt. Nur zwei Digi­ta­le Stadt­mar­ken euro­päi­scher Haupt­städ­te sind aus den Top 10 abge­stie­gen – .wien und .moscow. Bemer­kens­wert ist, dass es .miami in die­sem Jahr erneut nach 2018 in das Top 10-Ran­­king schafft.

Was sind digitale Stadtmarken

Mit­hil­fe Digi­ta­ler Stadt­mar­ken posi­tio­nie­ren sich Städ­te im digi­ta­len Raum. Sie unter­stüt­zen die Inter­ak­ti­on mit Bür­gern, machen die Stadt als attrak­ti­ves Ziel im glo­ba­len Wett­be­werb sicht­bar und iden­ti­fi­zie­ren loka­le Ange­bo­te und Dienst­leis­tun­gen. Sie schaf­fen einen digi­ta­len Raum, in dem sich Jede und Jeder reprä­sen­tie­ren kann. Gera­de im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de deut­lich, wie intui­tiv Digi­ta­le Stadt­mar­ken bei einer Pan­de­mie loka­len Zusam­men­halt, Hilfs­pro­jek­te und Unter­stüt­zung ermög­li­chen. Damit sind die für Bür­ger, Unter­neh­men und den öffent­li­chen Sek­tor eine orts­be­zo­ge­ne Alter­na­ti­ve zu all­ge­mei­nen Endun­gen wie .com und .info.

Erfolgsfaktoren Digitaler Stadtmarken

Erfolgs­fak­to­ren für Digi­ta­le Stadt­mar­ken sind der Ein­satz als Stadt­mar­ke­ting­kam­pa­gnen wie www.wir.berlin oder www.tideway.london. Aber auch eine hohe Nut­zungs­ra­te und Sicht­bar­keit in der Stadt zeich­net den Erfolg aus. EBen­so die Nut­zung durch die Stadt­ver­wal­tung und für inno­va­ti­ve Pro­jek­te und Kam­pa­gnen wie www.women.nyc, www.bithabitat.barcelona und www.designweek.melbourne.

Die aus­führ­li­che Stu­die kön­nen Sie als PDF-Datei herunterladen.

Here you can find the eng­lish ver­si­on of the ran­king.

Statt wie ursprüng­lich für Den Haag vom 14. bis 17. Juni 2021 geplant, fand das 71. ICANN-Mee­ting erneut rein vir­tu­ell statt rund um Dis­kus­sio­nen zu DNS-Abu­se, Poli­cy-Ent­wick­lun­gen und die Zukunft der ICANN-Treffen.

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Statt wie ursprüng­lich für Den Haag vom 14. bis 17. Juni 2021 geplant, fand das 71. ICANN-Mee­­ting erneut rein vir­tu­ell statt. Die Dis­kus­sio­nen rund um DNS-Abu­­se, Poli­­cy-Ent­­­wick­­lun­­­gen und die Zukunft der ICANN-Tre­f­­fen konn­ten daher erneut nicht per­sön­lich, son­dern aus den Home-Offices der rund 1330 Teil­neh­mer geführt wer­den. Als klei­nes Goo­die konn­ten sich Teil­neh­mer ein vir­tu­el­les „Bit­te nicht stören“-Schild her­un­ter­la­den und – in Anleh­nung an die geplan­te Loca­ti­on in den Nie­der­lan­den – eine Anlei­tung für Papier-Tul­­pen im Origamistyle.

Diskussionen um DNS-Abuse

Die Ses­si­on zwi­schen Regis­tries und Regis­tra­ren zum The­ma DNS-Abu­­se war sehr gut besucht. Den­noch wur­den nicht ganz so vie­le Fra­gen gestellt wie erhofft, aber es gab vie­le Fra­gen online. Offen­bar wur­den vie­le kon­kre­te Infor­ma­tio­nen von Regis­tries und Regis­tra­ren gelie­fert. Die Dis­kus­si­on fand kon­struk­tiv und enga­giert statt und die Prä­sen­ta­ti­on wur­de gemein­hin als einen guten ers­ten Schritt von Regis­tries und Regis­tra­ren betrachtet

Die vor­han­de­ne Defi­ni­ti­on von DNS-Mis­s­­brauch wur­de erneut vor­ge­stellt, eben­so, wel­che begrenz­ten Maß­nah­men es gibt, die ergrif­fen wer­den kön­nen. Denn vie­le Daten deu­ten dar­auf hin, dass der Miss­brauch zunimmt, aber vie­les davon liegt nicht in der Ver­ant­wor­tung von ICANN.  Im nächs­ten Schritt sol­len daher die Rol­len und Ver­ant­wort­lich­kei­ten der ver­schie­de­nen Par­tei­en, die neben ICANN sich um DNS-Mis­s­­brauch küm­mern, ein­be­zo­gen werden.

Da das The­ma DNS-Abu­­se für vie­le Mit­glie­der der ICANN-Com­­mu­­ni­­ty sehr wich­tig ist, wur­de auch dis­ku­tiert, ob ein Poli­cy­pro­zess ziel­füh­rend ist. 

Policy-Debatten um WHOIS

Seit Inkraft­tre­ten der DSGVO sind Inhaber­da­ten von Domains nicht mehr öffent­lich ein­seh­bar. Die sei­ner­zeit auf­ge­setz­ten Arbeits­grup­pen erar­bei­ten seit­dem Richt­li­ni­en und eine tech­ni­sche Lösung, wie berech­tig­te Par­tei­en auto­ma­ti­siert Zugriff auf Inhaber­da­ten von Domains erhal­ten könn­ten. Eine Lösung wur­de aller­dings wäh­rend des ICANN-Mee­­tings nicht verabschiedet.

Die aktu­ell strit­ti­ge Fra­ge ist, wie man zwi­schen einer Pri­vat­per­son und einem Unter­neh­men unter­schei­den kann. Wäre eine Unter­schei­dung mög­lich, könn­ten Inhaber­da­ten von Domains zu Unter­neh­men künf­tig wie­der ver­öf­fent­licht wer­den, und Daten von Pri­vat­per­so­nen aus­ge­blen­det blei­ben. Dazu müss­ten Regis­tra­re erhe­ben, ob es sich bei dem Domain-Kun­­­den um eine Pri­vat­per­son oder ein Unter­neh­men han­delt. Eben­so ist offen, wie mit Ein­zel­un­ter­neh­men umge­gan­gen wer­den müss­te. Die Debat­te wird also fort­ge­setzt, und sicher­lich auch wie­der wich­ti­ges The­ma beim nächs­ten ICANN-Mee­­ting sein.

Debatte um künftige Formate der ICANN-Konferenzen: Vor Ort, virtuell oder hybrid?

Auf dem ICANN-Mee­­ting wur­de vor dem Hin­ter­grund des Impf­fort­schritts in eini­gen Län­dern welt­weit dar­über debat­tiert, wie künf­tig ICANN-Kon­­fe­­ren­­zen statt­fin­den. Ob es ein „Zurück“ zu den über 3.000 Teil­neh­mern gro­ßen Tref­fen geben soll, es bei den rein vir­tu­el­len Kon­fe­ren­zen bleibt oder eine hybri­de Mischung aus bei­den For­ma­ten. Geplant ist das nächs­te ICANN-Mee­­ting für Okto­ber 2021 im US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Seattle.

Es ist klar, dass vie­le Teil­neh­mer zurück­keh­ren möch­ten zu rea­len Tref­fen. Aber es gibt auch vie­le Beden­ken bezüg­lich Rei­se­mo­da­li­tä­ten und Teil­nah­me an so gro­ßen Ver­an­stal­tun­gen. Wür­den alle Teil­neh­mer täg­lich getes­tet, gel­ten Abstands- und Hygie­ne­re­geln und wie geht ICANN mit Coro­­na-Fäl­­len um? Inwie­fern der US-Zoll Teil­neh­mer aus mehr als 140 Staa­ten ein­rei­sen lässt, ist noch völ­lig offen. Allein die Mit­ar­bei­ter von ICANN rei­sen aus 34 Län­dern an. Eben­so ist unklar, wie sich die Epi­de­mie in vier Mona­ten ent­wi­ckelt haben wird, ob es bei­spiels­wei­se neue Vari­an­ten gibt, die Rei­sen wie­der stär­ker ein­schrän­ken werden.

Zudem stellt sich die Fra­ge, inwie­fern ein vor Ort Tref­fen sozi­al wäre. Denn immer­hin steht ICANN für welt­weit Teil­ha­be. Da der­zeit vie­le Men­schen noch gar nicht geimpft wer­den kön­nen, Ist die Fra­ge, ob ein Vor-Ort-Tre­f­­fen das Ver­ant­wor­tungs­volls­te ist, was man tun kann. Fän­de ein Tref­fen hybrid statt, hät­te die ICANN-Orga­­ni­­sa­­ti­on dop­pel­ten Auf­wand. Denn jeder, der nicht vor Ort ist, soll­te einen gleich­be­rech­tig­te­ren Zugang zu den Sit­zun­gen haben. In der Ver­gan­gen­heit gab es zwar immer auch vir­tu­el­le Teil­nah­me­mög­lich­kei­ten, aber nicht in die­ser Grö­ßen­ord­nung, wie es bei einem hybri­den Mee­ting erfor­der­lich wäre. Gege­be­nen­falls müss­te das Pro­gramm ange­passt, und Tage in ver­schie­de­ne Arten von Sit­zun­gen auf­ge­teilt werden.

Es bleibt also span­nend, wie sich das ICANN-Dire­k­­to­­ri­um ent­schei­den wird.

Das nächs­te ICANN-Mee­­ting fin­det aber auf jeden Fall statt, und zwar vom 23. bis 28. Okto­ber 2021. Mehr Infor­ma­tio­nen und spä­ter auch zur Loca­ti­on fin­det sich unter https://meetings.icann.org/en/calendar.

Von den Top 15 wert­volls­ten deut­schen Mar­ken haben fast die Hälf­te auch eine eige­ne Top-Level-Domain, auch dot­Brand genannt.

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Von den Top 15 wert­volls­ten deut­schen Mar­ken haben fast die Hälf­te auch eine eige­ne Top-Level-Domain, auch dot­Brand genannt. Was sie aus­zeich­net, und wie sie sie nut­zen, stel­len wir in die­sem Bei­trag vor.

Die wertvollsten deutschen Marken 2021

Die glo­ba­le Daten­ana­lys­ten von Kan­t­ar haben zum vier­ten Mal ihr jähr­li­ches Ran­king der 50 wert­volls­ten deut­schen Brands ver­öf­fent­licht. SAP bleibt die wert­volls­te deut­sche Mar­ke, gefolgt von der Deut­schen Tele­kom und neu auf dem drit­ten Platz BMW. DHL konn­te sich als Gewin­ner des E‑Com­­mer­ce-Booms auf Platz 5 des Ran­kings ver­bes­sern. Auch Lidl hat sich um einen Platz auf Platz 10 gestei­gert. Die Auto­her­stel­ler geben ein unein­heit­li­ches Bild: Wäh­rend sich Audi um einen Platz ver­bes­sert hat, ist Volks­wa­gen um einen Platz gesunken.

Deutsche Marken mit einer eigenen dotBrand

Seit der Ein­füh­rung neu­er gene­ri­scher Top-Level-Domains im Jahr 2014 haben zahl­rei­che Unter­neh­men welt­weit ihre eige­ne dot­Brand in Betrieb genom­men. Dazu gehö­ren auch mit­tel­stän­di­sche und gro­ße Unter­neh­men und Ver­bän­de aus Deutsch­land. Gera­de die Auto­mo­bil­in­dus­trie ist mit ihrer eige­nen dot­Brand stark ver­tre­ten – von Audi über BMW und Mini bis zu Volks­wa­gen und MAN.  Mit Ede­ka (.ede­ka) und Lidl (.lidl, .schwarz) nut­zen zwei Schwer­ge­wich­te unter den Lebens­mit­tel­ein­zel­händ­lern ihre eige­nen Top-Level-Domains. Gera­de Ede­ka nutzt beson­ders prä­gnan­te Domains unter der eige­nen Top-Level-Domain wie bei­spiels­wei­se www.stiftung.edeka, www.geschaeftsbericht.edeka und www.azubuiguide.edeka.

Wertvolle Marken nutzen eigene dotBrand aktiv

Unter den Top 15 wert­volls­ten Mar­ken befin­den sich drei Auto­mo­bil­her­stel­ler mit eige­nen dot­Brands – Audi, BMW und Volks­wa­gen. Allen drei ist gemein­sam, dass sie die­se aktiv nut­zen, unter ande­rem in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Mit SAP auf Platz eins und Bosch auf Platz neun konn­ten sich zwei IT-Gigan­­ten gut behaup­ten. Als Gewin­ner der Coro­­na-Pan­­de­­mie hat DHL einen Platz zuge­legt, und nutzt die eige­ne TLD u. a. mit der Adres­se www.coronavirus.dhl, um dar­un­ter zu kom­mu­ni­zie­ren. Kun­den der Super­markt­ket­te Lidl fin­den Ange­bo­te und Son­der­ak­tio­nen wie die Weih­nachts­grü­ße (mit www.christmas.lidl) nun auch unter der gleich­na­mi­gen dotBrand.

Seit Beginn der Coro­na-Epi­de­mie mel­den Medi­en regel­mä­ßig neue Bedro­hun­gen aus dem Inter­net und sug­ge­rie­ren, dass der Miss­brauch im Inter­net zunimmt. Wir haben uns ein detail­lier­tes Bild verschafft.

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Seit Beginn der Coro­­na-Epi­­de­­mie mel­den Medi­en regel­mä­ßig neue Bedro­hun­gen aus dem Inter­net. Die Schlag­zei­len sug­ge­rie­ren, dass das Inter­net ein Hort des Bösen sei und der Miss­brauch im Inter­net zunimmt – von „Coro­na­vi­rus: Betrug und Erpres­sung im Inter­net“ bis zu „Coro­na­vi­rus: Betrugs­ma­schen und Abzo­cke“. Bezug genom­men wird dabei auf Online-Shops, die gefälsch­te Pro­duk­te anbie­ten, ver­wir­rend ähn­lich klin­gen­de Domain-Namen und E‑Mails, die den Emp­fän­gern Pass­wör­ter und Anmel­de­da­ten ent­lo­cken wol­len. Der EIn­druck ent­steht, dass DNS-Mis­s­­brauch im Inter­net deut­lich zuge­nom­men hat.

Fake-Shops, Phar­ming, Phis­hing-Mails und Bot­net­ze – über die Inter­net­in­fra­struk­tur pas­sie­ren Betrug und Ver­bre­chen. Genau wie im nicht-digi­­ta­­len Leben. Wir haben hin­ter die Kulis­sen geschaut und ein dif­fe­ren­zier­te­res Bild gewonnen. 

Missbrauch im Internet nimmt in einigen Bereichen zu

Seit Beginn der Coro­­na-Pan­­de­­mie wur­den zehn­tau­sen­de Domains regis­triert, die einen Bezug zu den gän­gi­gen Schlag­wor­ten rund um Coro­na auf­wei­sen. Zum klei­nen Teil wer­den die­se Domains genutzt, um Infor­ma­ti­ons­platt­for­men zu betrei­ben. Der grö­ße­re Anteil wird de fac­to gar nicht genutzt, son­dern steht zum Ver­kauf. Eine Suche nach „Coro­na“ oder „Covid“ in den Domain-Han­­del­s­­plat­t­­for­­men gibt einen Ein­druck der ver­füg­ba­ren Domains. Eini­ge Domains wer­den aller­dings auch miss­bräuch­lich, u. a. für Fake Shops genutzt. 

Bei der Aus­wahl und Regis­trie­rung von Domains spielt der Preis eine wich­ti­ge Rol­le. Daher ist es nicht ver­wun­der­lich, dass häu­fi­ger preis­wer­te Domains von Kri­mi­nel­len regis­triert wer­den, um dar­un­ter bei­spiels­wei­se Phis­hing-Mails zu ver­sen­den. Einen guten Über­blick gibt bei­spiels­wei­se Spam­haus, die täg­lich u. a. die zehn Top-Level-Domains mit dem meis­ten Miss­brauch listen. 

Neben dem DNS-Mis­s­­brauch tau­chen seit eini­ger Zeit soge­nann­te „Fake Shops“ im Inter­net auf. Sie basie­ren auf gelösch­ten Domains und set­zen einen Online-Shop auf, der häu­fig mit dem Domain-Namen nichts zu hat. Bestel­lun­gen und Zah­lun­gen wer­den ent­ge­gen­ge­nom­men, aber nicht aus­ge­lie­fert. Laut der Ver­brau­cher­zen­tra­le Baden-Wür­t­­te­m­­berg haben sich im Jahr 2020 rund vier­mal so vie­le Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher über Fake-Shops beschwert als im Jahr zuvor.

Missbrauch im Internet in einigen Bereichen kaum vorhanden

Domains mit Coro­­na-Bezug wur­den auch unter den neu­en Top-Level-Domains regis­triert. Zu unter­schei­den sind dabei Regis­trie­run­gen durch Mar­ken­in­ha­ber unter ihrer eige­nen Top-Level-Domain, wie bei­spiels­wei­se www.coronavirus.abbott, www.hotline.audi, www.againstcovid19.cern und www.coronavirus.google. Die­se infor­mie­ren Mit­ar­bei­ter, Kun­den oder die all­ge­mei­ne Öffent­lich­keit über den Umgang mit der Pan­de­mie. Auch unter den geo­gra­fi­schen Top-Level-Domains ent­stan­den viel­fach Infor­ma­ti­ons­pro­jek­te, wie bei­spiels­wei­se www.alert.swiss, www.nhsinform.scot, www.impfservice.wien, www.test-to-go.berlin, coronavirus.sergas.gal und www.covid-19.eus

War­um pas­sie­ren unter die­sen Top-Level-Domains kaum oder gar kein Miss­brauch? Bei Brand-TLDs sind nur die Mar­ken­in­ha­ber selbst berech­tigt, Domains zu regis­trie­ren. Ein Miss­brauch ist daher aus­ge­schlos­sen. Bei geoTLDs ist der Miss­brauch sowie­so schon sehr nied­rig, was viel­fach auf den Preis bzw. beschränk­ten Kun­den­kreis zurück­zu­füh­ren ist. Zudem hilft das akti­ve Moni­to­ring der neu regis­trier­ten Domains dabei, poten­zi­ell miss­bräuch­lich regis­trier­te Domains schnell abzustellen.

Missbrauch der DNS-Infrastruktur wirksam begegnen

Das Abu­­se-Sys­­tem von DOTZON ana­ly­siert kon­ti­nu­ier­lich Domain-Por­t­­fo­­li­os und dazu­ge­hö­ri­gen IP-Adres­­sen auf Domain-Mis­s­­brauch und doku­men­tiert die Ergeb­nis­se. Zu Domain-Mis­s­­brauch gehö­ren die Kate­go­rien Spam, Mal­wa­re, Phis­hing, Phar­ming und Bot­nets. Wei­te­re optio­na­le Dienst­leis­tun­gen prü­fen ande­re Kanä­le auf Missbrauch.

Tritt ein Fall von Miss­brauch auf, erfol­gen manu­el­le Prü­fun­gen durch die Exper­ten von Dot­zon sowie die Inter­ak­ti­on mit tech­ni­schen Dienst­leis­tern, um den Miss­brauch abzu­stel­len. Das Ergeb­nis wird in monat­li­chen sowie jähr­li­chen Reports dokumentiert.

Die geoTLDs .ber­lin und .ham­burg konn­ten dank des Abu­­se-Sys­­tems von Dot­zon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die weni­gen auf­tre­ten­den Fäl­le (ein Fall bzw. zwei Fäl­le) kurz­fris­tig beseitigen.

Spot­light .frl: Die Frie­sen waren schon immer sehr frei­heits­lie­bend und haben sich mit ihrer eige­nen Inter­ne­t­en­dung .frl im Jahr 2014 unab­hän­gig von ihrer natio­na­len Inter­ne­t­en­dung .nl gemacht.

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Heu­te stel­len wir in unse­rem Spot­light die geoTLD .frl – die frie­si­sche Inter­ne­t­en­dung – vor. Die Frie­sen waren schon immer sehr frei­heits­lie­bend, was nicht zuletzt in ihrem Wahl­spruch „Lew­wer duad üs Slaav“ (Lie­ber tot als Skla­ve) zum Aus­druck kommt. Daher ver­wun­dert es nicht, dass die hol­län­di­schen Frie­sen sich unab­hän­gig von ihrer natio­na­len Inter­ne­t­en­dung .nl gemacht haben. Daher haben sie seit dem Jahr 2014 unter der geoTLD .frl ihr digi­ta­les Zuhause.

Für fast 13.000 Frie­sen ist „Punt­frl“ ihre neue Hei­mat, digi­ta­le Iden­ti­tät und Zuge­hö­rig­keit, unter dem ihre Web­sei­ten nun auf­zu­fin­den sind. Damit ist .frl eine der erfolg­reichs­ten geo­gra­fi­schen Inter­ne­t­en­dun­gen (kurz: geoTLD) für Regio­nen weltweit.Sie und auch ande­re regio­na­le geoTLDs ent­stan­den nach dem Vor­bild der Kata­la­nen (.cat). Neben .frl gibt es u. a. auch regio­na­le Inter­ne­t­en­dun­gen der Gali­zier (.gal), Bas­ken (.eus), Bay­ern (.bay­ern) und Saar­län­der (.saar­land).

Ausgewählte Beispiele von friesischen Webseiten mit einer .frl-Domains

https://www.elfstedentocht.frl

Die könig­li­che „Ver­eni­ging De Frie­sche Elf Steden” hat sich am 15. Janu­ar 1909 gegrün­det. Sie orga­ni­siert ein­mal im Jahr die Elf-Stä­d­­te-Eis­lauf­­tour, sofern das Wet­ter es zulässt. Auf der Web­sei­te elfstedentocht.frl fin­den Inter­es­sier­te Infor­ma­tio­nen über die Tour, den Ver­ein und sei­ne Mit­glie­der, und das in Frie­sisch, Hol­län­disch und Englisch.

https://loft.frl

Die frie­si­sche Event­lo­ca­ti­on fin­det man in Boks­um, ganz in der Nähe von Lee­u­war­den. Benannt nach einem der vier Ele­men­te – Luft – bie­tet sie viel­fäl­ti­ge Nut­zungs­mög­lich­kei­ten. Für Hoch­zei­te, als Yoga-Retre­at, als tem­po­rä­res Ate­lier oder ein­fach als klei­ne Aus­zeit zum hek­ti­schen Stadtleben.

https://www.vanasperentandheelkunde.frl

Die frie­si­sche Zahn­arzt­pra­xis mit Sitz in Bols­ward prä­sen­tiert sich ab sofort unter einer .frl-Domain. Unter dem Mot­to der Pra­xis „Schö­ne Zäh­ne und ein strah­len­des Lächeln geben mehr Selbst­ver­trau­en.“ prä­sen­tiert die Pra­xis ihre umfang­rei­chen Ange­bo­te im Web. Das Team berät, wie Zäh­ne prä­ven­tiv erhal­ten wer­den kön­nen, stellt die Optio­nen bei zahn­ärzt­li­chen Ein­grif­fen vor und bie­tet ein Online-Buchungs­­­tool für Termine.

https://kerkvoordevlees.frl

Die Rin­der­zucht und Flei­sche­rei Kerk­vo­or­de Fleisch steht für loka­le Pro­duk­te aus der Regi­on um Wol­ve­ga und Hee­ren­ve­en, und für Tie­re, die auf saf­ti­gen grü­nen Wie­sen ein gutes Leben hat­ten. Das spie­gelt sich im Geschmack der vie­len Spe­zia­li­tä­ten von Kerk­vo­or­de Fleisch wider. Im Web­shop fin­den sich neben klas­si­schen Grill­stü­cken auch Wurst und Fleisch für den per­fek­ten Sonntagsbraten

Mehr Informationen zur geoTLD .frl

Mehr Infor­ma­tio­nen zu der frie­si­schen Inter­ne­t­en­dung .frl fin­den Inter­es­sier­te unter http://www.registreer.frl.

Das vir­tu­el­le ICANN70 Mee­ting fand vom Sonn­tag, den 21. März bis Don­ners­tag, den 25. März 2021 statt, drei The­men domi­nier­ten das Tref­fen: DNS-Miss­brauch, Zugriff auf WHOIS-Daten und die neu­en gTLDs.

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Zwei Wochen nach der neu ein­ge­rich­te­ten „Prep-Week” Anfang März 2021 begann das vir­tu­el­le ICAN­N70-Mee­­ting am Sonn­tag, den 21. März und ende­te am Don­ners­tag, den 25. März 2021 mit der öffent­li­chen Sit­zung des ICANN-Boards. Wäh­rend die­ser Woche domi­nier­ten die drei The­men DNS-Abu­­se, Regis­trie­rungs­da­ten und neue TLDs das Treffen.

Diskussion zu DNS-Missbrauch bei ICANN70

Der Miss­brauch der DNS-Infra­­stru­k­­tur kommt regel­mä­ßig vor. Ihn zu bekämp­fen, sehen vie­le Regis­tries und Regis­tra­re als eine der wich­tigs­ten Her­aus­for­de­run­gen an. Die Defi­ni­ti­on von DNS-Mis­s­­brauch geht in der Com­mu­ni­ty weit aus­ein­an­der, was immer noch ein Punkt inten­si­ver Debat­ten ist. Eini­ge Mit­glie­der der Com­mu­ni­ty betrach­ten miss­bräuch­li­che Inhal­te (wie bei­spiels­wei­se Coun­ter­feit) als Teil des DNS-Mis­s­­brauchs, wäh­rend der Miss­brauch laut ICANN-Ver­­­trä­­gen auf infra­struk­tu­rel­len Miss­brauch wie Phis­hing und Bot­nets beschränkt ist. 
Wäh­rend ICANN70 bekräf­tig­ten die Regie­run­gen ihre For­de­rung, für alle gTLDs wei­ter­ge­hen­de Ver­trags­be­stim­mun­gen ein­zu­füh­ren, um die Reak­tio­nen auf DNS-Mis­s­­brauch zu verbessern.

Zugriff auf Registrierungsdaten von Domain-Namen

Der Zugang zu Domain-Namen-Regis­­trie­­rungs­­­da­­ten war das her­aus­ra­gen­de The­ma bei ICANN70. Das Regie­­rungs­­­ver­­­tre­­ter-Komi­t­­tee GAC for­der­te neben Ver­tre­tern der Intel­lec­tu­al Pro­per­ty Com­mu­ni­ty, den Zugang zu Domain-Namen-Regis­­trie­­rungs­­­da­­ten wie­der zu ermög­li­chen. Die Sor­ge der Intel­lec­tu­al Pro­per­ty Com­mu­ni­ty ist, dass Mar­­ken- und Rechts­ver­let­zun­gen nicht rich­tig über­wacht wer­den kön­nen, wenn man kei­nen Zugang zu den Domain-Namen-Regis­­trie­­rungs­­­da­­ten erhält. Das GAC for­der­te, dass Nut­zer Zugang zu den Regis­trie­rungs­da­ten von Domains erhal­ten, ins­be­son­de­re die­je­ni­gen, die Cyber­si­cher­heits­be­dro­hun­gen erken­nen und dar­auf reagie­ren. Zudem for­der­te das GAC ange­sichts der Tat­sa­che, dass die Mehr­zahl der Domains von Unter­neh­men regis­triert wird, dass die Daten von juris­ti­schen und natür­li­chen Per­so­nen von­ein­an­der unter­schie­den wer­den und dass der öffent­li­che Zugang zu nicht-per­­so­­nen­­be­­zo­­ge­­nen Regis­trie­rungs­da­ten von juris­ti­schen Per­so­nen wie­der­her­ge­stellt wird.

Einführung von neuen gTLDs

Nach­dem der Abschluss­be­richt unse­rer Arbeits­grup­pe ver­öf­fent­licht wur­de, sind wei­te­re Zustim­mun­gen gemäß den ICANN-Pro­­­zes­­sen erfor­der­lich. Das GNSO-Coun­­cil war das ers­te, wel­ches den Bericht im Febru­ar 2021 geneh­mig­te. Nun liegt es am ICANN-Board, eine Ent­schei­dung zu tref­fen, ob die Ein­füh­rung neu­er gTLDs vor­an­ge­trie­ben wer­den soll. Mit­glie­der der ICANN-Com­­mu­­ni­­ty for­der­ten den ICANN-Vor­­­stand wäh­rend der öffent­li­chen Sit­zung am Don­ners­tag, den 25.3.2021, auf, zügig vor­an­zu­kom­men.