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Bloggrafik Digitale Stadtmarken 2021

DOTZON hat die Stu­die Digi­ta­le Stadt­mar­ken 2021 ver­öf­fent­licht. Seit 2017 ana­ly­siert Dot­zon nun zum fünf­ten Mal das Poten­zi­al Digi­ta­ler Stadt­mar­ken im inter­na­tio­na­len Ver­gleich und bil­det ab, wie erfolg­reich Städ­te ihre digi­ta­len Iden­ti­tä­ten nutzen.

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DOTZON hat die Stu­die „Digi­ta­le Stadt­mar­ken 2021” ver­öf­fent­licht. Seit 2017 ana­ly­siert Dot­zon nun zum fünf­ten Mal das Poten­zi­al Digi­ta­ler Stadt­mar­ken im inter­na­tio­na­len Ver­gleich. Die Stu­die bil­det ab, wie erfolg­reich Städ­te ihre digi­ta­len Iden­ti­tä­ten nutzen.

Ergebnisse der Studie „Digitale Stadtmarken 2021”

In der dies­jäh­ri­gen Dot­­zon-Stu­­die „Digi­ta­le Stadt­mar­ken“ belegt .ber­lin erneut den Spit­zen­platz, gefolgt von .tokyo und .nyc. Erst­mals ist die bel­gi­sche Haupt­stadt Brüs­sel mit ihrer digi­ta­len Stadt­mar­ke .brussels in den Top 10 ver­tre­ten und nimmt den zehn­ten Platz ein – herz­li­chen Glück­wunsch! Fort­ge­setzt hat sich der Trend, dass sich die Digi­ta­len Stadt­mar­ken ins­be­son­de­re in euro­päi­schen Städ­ten sehr posi­tiv ent­wi­ckeln. Sie­ben Posi­tio­nen der Top 10 wer­den von Euro­pas Metro­po­len besetzt. Nur zwei Digi­ta­le Stadt­mar­ken euro­päi­scher Haupt­städ­te sind aus den Top 10 abge­stie­gen – .wien und .moscow. Bemer­kens­wert ist, dass es .miami in die­sem Jahr erneut nach 2018 in das Top 10-Ran­­king schafft.

Was sind digitale Stadtmarken

Mit­hil­fe Digi­ta­ler Stadt­mar­ken posi­tio­nie­ren sich Städ­te im digi­ta­len Raum. Sie unter­stüt­zen die Inter­ak­ti­on mit Bür­gern, machen die Stadt als attrak­ti­ves Ziel im glo­ba­len Wett­be­werb sicht­bar und iden­ti­fi­zie­ren loka­le Ange­bo­te und Dienst­leis­tun­gen. Sie schaf­fen einen digi­ta­len Raum, in dem sich Jede und Jeder reprä­sen­tie­ren kann. Gera­de im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de deut­lich, wie intui­tiv Digi­ta­le Stadt­mar­ken bei einer Pan­de­mie loka­len Zusam­men­halt, Hilfs­pro­jek­te und Unter­stüt­zung ermög­li­chen. Damit sind die für Bür­ger, Unter­neh­men und den öffent­li­chen Sek­tor eine orts­be­zo­ge­ne Alter­na­ti­ve zu all­ge­mei­nen Endun­gen wie .com und .info.

Erfolgsfaktoren Digitaler Stadtmarken

Erfolgs­fak­to­ren für Digi­ta­le Stadt­mar­ken sind der Ein­satz als Stadt­mar­ke­ting­kam­pa­gnen wie www.wir.berlin oder www.tideway.london. Aber auch eine hohe Nut­zungs­ra­te und Sicht­bar­keit in der Stadt zeich­net den Erfolg aus. EBen­so die Nut­zung durch die Stadt­ver­wal­tung und für inno­va­ti­ve Pro­jek­te und Kam­pa­gnen wie www.women.nyc, www.bithabitat.barcelona und www.designweek.melbourne.

Die aus­führ­li­che Stu­die kön­nen Sie als PDF-Datei herunterladen.

Here you can find the eng­lish ver­si­on of the ran­king.

Statt wie ursprüng­lich für Den Haag vom 14. bis 17. Juni 2021 geplant, fand das 71. ICANN-Mee­ting erneut rein vir­tu­ell statt rund um Dis­kus­sio­nen zu DNS-Abu­se, Poli­cy-Ent­wick­lun­gen und die Zukunft der ICANN-Treffen.

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Statt wie ursprüng­lich für Den Haag vom 14. bis 17. Juni 2021 geplant, fand das 71. ICANN-Mee­­ting erneut rein vir­tu­ell statt. Die Dis­kus­sio­nen rund um DNS-Abu­­se, Poli­­cy-Ent­­­wick­­lun­­­gen und die Zukunft der ICANN-Tre­f­­fen konn­ten daher erneut nicht per­sön­lich, son­dern aus den Home-Offices der rund 1330 Teil­neh­mer geführt wer­den. Als klei­nes Goo­die konn­ten sich Teil­neh­mer ein vir­tu­el­les „Bit­te nicht stören“-Schild her­un­ter­la­den und – in Anleh­nung an die geplan­te Loca­ti­on in den Nie­der­lan­den – eine Anlei­tung für Papier-Tul­­pen im Origamistyle.

Diskussionen um DNS-Abuse

Die Ses­si­on zwi­schen Regis­tries und Regis­tra­ren zum The­ma DNS-Abu­­se war sehr gut besucht. Den­noch wur­den nicht ganz so vie­le Fra­gen gestellt wie erhofft, aber es gab vie­le Fra­gen online. Offen­bar wur­den vie­le kon­kre­te Infor­ma­tio­nen von Regis­tries und Regis­tra­ren gelie­fert. Die Dis­kus­si­on fand kon­struk­tiv und enga­giert statt und die Prä­sen­ta­ti­on wur­de gemein­hin als einen guten ers­ten Schritt von Regis­tries und Regis­tra­ren betrachtet

Die vor­han­de­ne Defi­ni­ti­on von DNS-Mis­s­­brauch wur­de erneut vor­ge­stellt, eben­so, wel­che begrenz­ten Maß­nah­men es gibt, die ergrif­fen wer­den kön­nen. Denn vie­le Daten deu­ten dar­auf hin, dass der Miss­brauch zunimmt, aber vie­les davon liegt nicht in der Ver­ant­wor­tung von ICANN.  Im nächs­ten Schritt sol­len daher die Rol­len und Ver­ant­wort­lich­kei­ten der ver­schie­de­nen Par­tei­en, die neben ICANN sich um DNS-Mis­s­­brauch küm­mern, ein­be­zo­gen werden.

Da das The­ma DNS-Abu­­se für vie­le Mit­glie­der der ICANN-Com­­mu­­ni­­ty sehr wich­tig ist, wur­de auch dis­ku­tiert, ob ein Poli­cy­pro­zess ziel­füh­rend ist. 

Policy-Debatten um WHOIS

Seit Inkraft­tre­ten der DSGVO sind Inhaber­da­ten von Domains nicht mehr öffent­lich ein­seh­bar. Die sei­ner­zeit auf­ge­setz­ten Arbeits­grup­pen erar­bei­ten seit­dem Richt­li­ni­en und eine tech­ni­sche Lösung, wie berech­tig­te Par­tei­en auto­ma­ti­siert Zugriff auf Inhaber­da­ten von Domains erhal­ten könn­ten. Eine Lösung wur­de aller­dings wäh­rend des ICANN-Mee­­tings nicht verabschiedet.

Die aktu­ell strit­ti­ge Fra­ge ist, wie man zwi­schen einer Pri­vat­per­son und einem Unter­neh­men unter­schei­den kann. Wäre eine Unter­schei­dung mög­lich, könn­ten Inhaber­da­ten von Domains zu Unter­neh­men künf­tig wie­der ver­öf­fent­licht wer­den, und Daten von Pri­vat­per­so­nen aus­ge­blen­det blei­ben. Dazu müss­ten Regis­tra­re erhe­ben, ob es sich bei dem Domain-Kun­­­den um eine Pri­vat­per­son oder ein Unter­neh­men han­delt. Eben­so ist offen, wie mit Ein­zel­un­ter­neh­men umge­gan­gen wer­den müss­te. Die Debat­te wird also fort­ge­setzt, und sicher­lich auch wie­der wich­ti­ges The­ma beim nächs­ten ICANN-Mee­­ting sein.

Debatte um künftige Formate der ICANN-Konferenzen: Vor Ort, virtuell oder hybrid?

Auf dem ICANN-Mee­­ting wur­de vor dem Hin­ter­grund des Impf­fort­schritts in eini­gen Län­dern welt­weit dar­über debat­tiert, wie künf­tig ICANN-Kon­­fe­­ren­­zen statt­fin­den. Ob es ein „Zurück“ zu den über 3.000 Teil­neh­mern gro­ßen Tref­fen geben soll, es bei den rein vir­tu­el­len Kon­fe­ren­zen bleibt oder eine hybri­de Mischung aus bei­den For­ma­ten. Geplant ist das nächs­te ICANN-Mee­­ting für Okto­ber 2021 im US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Seattle.

Es ist klar, dass vie­le Teil­neh­mer zurück­keh­ren möch­ten zu rea­len Tref­fen. Aber es gibt auch vie­le Beden­ken bezüg­lich Rei­se­mo­da­li­tä­ten und Teil­nah­me an so gro­ßen Ver­an­stal­tun­gen. Wür­den alle Teil­neh­mer täg­lich getes­tet, gel­ten Abstands- und Hygie­ne­re­geln und wie geht ICANN mit Coro­­na-Fäl­­len um? Inwie­fern der US-Zoll Teil­neh­mer aus mehr als 140 Staa­ten ein­rei­sen lässt, ist noch völ­lig offen. Allein die Mit­ar­bei­ter von ICANN rei­sen aus 34 Län­dern an. Eben­so ist unklar, wie sich die Epi­de­mie in vier Mona­ten ent­wi­ckelt haben wird, ob es bei­spiels­wei­se neue Vari­an­ten gibt, die Rei­sen wie­der stär­ker ein­schrän­ken werden.

Zudem stellt sich die Fra­ge, inwie­fern ein vor Ort Tref­fen sozi­al wäre. Denn immer­hin steht ICANN für welt­weit Teil­ha­be. Da der­zeit vie­le Men­schen noch gar nicht geimpft wer­den kön­nen, Ist die Fra­ge, ob ein Vor-Ort-Tre­f­­fen das Ver­ant­wor­tungs­volls­te ist, was man tun kann. Fän­de ein Tref­fen hybrid statt, hät­te die ICANN-Orga­­ni­­sa­­ti­on dop­pel­ten Auf­wand. Denn jeder, der nicht vor Ort ist, soll­te einen gleich­be­rech­tig­te­ren Zugang zu den Sit­zun­gen haben. In der Ver­gan­gen­heit gab es zwar immer auch vir­tu­el­le Teil­nah­me­mög­lich­kei­ten, aber nicht in die­ser Grö­ßen­ord­nung, wie es bei einem hybri­den Mee­ting erfor­der­lich wäre. Gege­be­nen­falls müss­te das Pro­gramm ange­passt, und Tage in ver­schie­de­ne Arten von Sit­zun­gen auf­ge­teilt werden.

Es bleibt also span­nend, wie sich das ICANN-Dire­k­­to­­ri­um ent­schei­den wird.

Das nächs­te ICANN-Mee­­ting fin­det aber auf jeden Fall statt, und zwar vom 23. bis 28. Okto­ber 2021. Mehr Infor­ma­tio­nen und spä­ter auch zur Loca­ti­on fin­det sich unter https://meetings.icann.org/en/calendar.

Von den Top 15 wert­volls­ten deut­schen Mar­ken haben fast die Hälf­te auch eine eige­ne Top-Level-Domain, auch dot­Brand genannt.

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Von den Top 15 wert­volls­ten deut­schen Mar­ken haben fast die Hälf­te auch eine eige­ne Top-Level-Domain, auch dot­Brand genannt. Was sie aus­zeich­net, und wie sie sie nut­zen, stel­len wir in die­sem Bei­trag vor.

Die wertvollsten deutschen Marken 2021

Die glo­ba­le Daten­ana­lys­ten von Kan­t­ar haben zum vier­ten Mal ihr jähr­li­ches Ran­king der 50 wert­volls­ten deut­schen Brands ver­öf­fent­licht. SAP bleibt die wert­volls­te deut­sche Mar­ke, gefolgt von der Deut­schen Tele­kom und neu auf dem drit­ten Platz BMW. DHL konn­te sich als Gewin­ner des E‑Com­­mer­ce-Booms auf Platz 5 des Ran­kings ver­bes­sern. Auch Lidl hat sich um einen Platz auf Platz 10 gestei­gert. Die Auto­her­stel­ler geben ein unein­heit­li­ches Bild: Wäh­rend sich Audi um einen Platz ver­bes­sert hat, ist Volks­wa­gen um einen Platz gesunken.

Deutsche Marken mit einer eigenen dotBrand

Seit der Ein­füh­rung neu­er gene­ri­scher Top-Level-Domains im Jahr 2014 haben zahl­rei­che Unter­neh­men welt­weit ihre eige­ne dot­Brand in Betrieb genom­men. Dazu gehö­ren auch mit­tel­stän­di­sche und gro­ße Unter­neh­men und Ver­bän­de aus Deutsch­land. Gera­de die Auto­mo­bil­in­dus­trie ist mit ihrer eige­nen dot­Brand stark ver­tre­ten – von Audi über BMW und Mini bis zu Volks­wa­gen und MAN.  Mit Ede­ka (.ede­ka) und Lidl (.lidl, .schwarz) nut­zen zwei Schwer­ge­wich­te unter den Lebens­mit­tel­ein­zel­händ­lern ihre eige­nen Top-Level-Domains. Gera­de Ede­ka nutzt beson­ders prä­gnan­te Domains unter der eige­nen Top-Level-Domain wie bei­spiels­wei­se www.stiftung.edeka, www.geschaeftsbericht.edeka und www.azubuiguide.edeka.

Wertvolle Marken nutzen eigene dotBrand aktiv

Unter den Top 15 wert­volls­ten Mar­ken befin­den sich drei Auto­mo­bil­her­stel­ler mit eige­nen dot­Brands – Audi, BMW und Volks­wa­gen. Allen drei ist gemein­sam, dass sie die­se aktiv nut­zen, unter ande­rem in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Mit SAP auf Platz eins und Bosch auf Platz neun konn­ten sich zwei IT-Gigan­­ten gut behaup­ten. Als Gewin­ner der Coro­­na-Pan­­de­­mie hat DHL einen Platz zuge­legt, und nutzt die eige­ne TLD u. a. mit der Adres­se www.coronavirus.dhl, um dar­un­ter zu kom­mu­ni­zie­ren. Kun­den der Super­markt­ket­te Lidl fin­den Ange­bo­te und Son­der­ak­tio­nen wie die Weih­nachts­grü­ße (mit www.christmas.lidl) nun auch unter der gleich­na­mi­gen dotBrand.

Seit Beginn der Coro­na-Epi­de­mie mel­den Medi­en regel­mä­ßig neue Bedro­hun­gen aus dem Inter­net und sug­ge­rie­ren, dass der Miss­brauch im Inter­net zunimmt. Wir haben uns ein detail­lier­tes Bild verschafft.

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Seit Beginn der Coro­­na-Epi­­de­­mie mel­den Medi­en regel­mä­ßig neue Bedro­hun­gen aus dem Inter­net. Die Schlag­zei­len sug­ge­rie­ren, dass das Inter­net ein Hort des Bösen sei und der Miss­brauch im Inter­net zunimmt – von „Coro­na­vi­rus: Betrug und Erpres­sung im Inter­net“ bis zu „Coro­na­vi­rus: Betrugs­ma­schen und Abzo­cke“. Bezug genom­men wird dabei auf Online-Shops, die gefälsch­te Pro­duk­te anbie­ten, ver­wir­rend ähn­lich klin­gen­de Domain-Namen und E‑Mails, die den Emp­fän­gern Pass­wör­ter und Anmel­de­da­ten ent­lo­cken wol­len. Der EIn­druck ent­steht, dass DNS-Mis­s­­brauch im Inter­net deut­lich zuge­nom­men hat.

Fake-Shops, Phar­ming, Phis­hing-Mails und Bot­net­ze – über die Inter­net­in­fra­struk­tur pas­sie­ren Betrug und Ver­bre­chen. Genau wie im nicht-digi­­ta­­len Leben. Wir haben hin­ter die Kulis­sen geschaut und ein dif­fe­ren­zier­te­res Bild gewonnen. 

Missbrauch im Internet nimmt in einigen Bereichen zu

Seit Beginn der Coro­­na-Pan­­de­­mie wur­den zehn­tau­sen­de Domains regis­triert, die einen Bezug zu den gän­gi­gen Schlag­wor­ten rund um Coro­na auf­wei­sen. Zum klei­nen Teil wer­den die­se Domains genutzt, um Infor­ma­ti­ons­platt­for­men zu betrei­ben. Der grö­ße­re Anteil wird de fac­to gar nicht genutzt, son­dern steht zum Ver­kauf. Eine Suche nach „Coro­na“ oder „Covid“ in den Domain-Han­­del­s­­plat­t­­for­­men gibt einen Ein­druck der ver­füg­ba­ren Domains. Eini­ge Domains wer­den aller­dings auch miss­bräuch­lich, u. a. für Fake Shops genutzt. 

Bei der Aus­wahl und Regis­trie­rung von Domains spielt der Preis eine wich­ti­ge Rol­le. Daher ist es nicht ver­wun­der­lich, dass häu­fi­ger preis­wer­te Domains von Kri­mi­nel­len regis­triert wer­den, um dar­un­ter bei­spiels­wei­se Phis­hing-Mails zu ver­sen­den. Einen guten Über­blick gibt bei­spiels­wei­se Spam­haus, die täg­lich u. a. die zehn Top-Level-Domains mit dem meis­ten Miss­brauch listen. 

Neben dem DNS-Mis­s­­brauch tau­chen seit eini­ger Zeit soge­nann­te „Fake Shops“ im Inter­net auf. Sie basie­ren auf gelösch­ten Domains und set­zen einen Online-Shop auf, der häu­fig mit dem Domain-Namen nichts zu hat. Bestel­lun­gen und Zah­lun­gen wer­den ent­ge­gen­ge­nom­men, aber nicht aus­ge­lie­fert. Laut der Ver­brau­cher­zen­tra­le Baden-Wür­t­­te­m­­berg haben sich im Jahr 2020 rund vier­mal so vie­le Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher über Fake-Shops beschwert als im Jahr zuvor.

Missbrauch im Internet in einigen Bereichen kaum vorhanden

Domains mit Coro­­na-Bezug wur­den auch unter den neu­en Top-Level-Domains regis­triert. Zu unter­schei­den sind dabei Regis­trie­run­gen durch Mar­ken­in­ha­ber unter ihrer eige­nen Top-Level-Domain, wie bei­spiels­wei­se www.coronavirus.abbott, www.hotline.audi, www.againstcovid19.cern und www.coronavirus.google. Die­se infor­mie­ren Mit­ar­bei­ter, Kun­den oder die all­ge­mei­ne Öffent­lich­keit über den Umgang mit der Pan­de­mie. Auch unter den geo­gra­fi­schen Top-Level-Domains ent­stan­den viel­fach Infor­ma­ti­ons­pro­jek­te, wie bei­spiels­wei­se www.alert.swiss, www.nhsinform.scot, www.impfservice.wien, www.test-to-go.berlin, coronavirus.sergas.gal und www.covid-19.eus

War­um pas­sie­ren unter die­sen Top-Level-Domains kaum oder gar kein Miss­brauch? Bei Brand-TLDs sind nur die Mar­ken­in­ha­ber selbst berech­tigt, Domains zu regis­trie­ren. Ein Miss­brauch ist daher aus­ge­schlos­sen. Bei geoTLDs ist der Miss­brauch sowie­so schon sehr nied­rig, was viel­fach auf den Preis bzw. beschränk­ten Kun­den­kreis zurück­zu­füh­ren ist. Zudem hilft das akti­ve Moni­to­ring der neu regis­trier­ten Domains dabei, poten­zi­ell miss­bräuch­lich regis­trier­te Domains schnell abzustellen.

Missbrauch der DNS-Infrastruktur wirksam begegnen

Das Abu­­se-Sys­­tem von DOTZON ana­ly­siert kon­ti­nu­ier­lich Domain-Por­t­­fo­­li­os und dazu­ge­hö­ri­gen IP-Adres­­sen auf Domain-Mis­s­­brauch und doku­men­tiert die Ergeb­nis­se. Zu Domain-Mis­s­­brauch gehö­ren die Kate­go­rien Spam, Mal­wa­re, Phis­hing, Phar­ming und Bot­nets. Wei­te­re optio­na­le Dienst­leis­tun­gen prü­fen ande­re Kanä­le auf Missbrauch.

Tritt ein Fall von Miss­brauch auf, erfol­gen manu­el­le Prü­fun­gen durch die Exper­ten von Dot­zon sowie die Inter­ak­ti­on mit tech­ni­schen Dienst­leis­tern, um den Miss­brauch abzu­stel­len. Das Ergeb­nis wird in monat­li­chen sowie jähr­li­chen Reports dokumentiert.

Die geoTLDs .ber­lin und .ham­burg konn­ten dank des Abu­­se-Sys­­tems von Dot­zon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die weni­gen auf­tre­ten­den Fäl­le (ein Fall bzw. zwei Fäl­le) kurz­fris­tig beseitigen.

Spot­light .frl: Die Frie­sen waren schon immer sehr frei­heits­lie­bend und haben sich mit ihrer eige­nen Inter­ne­t­en­dung .frl im Jahr 2014 unab­hän­gig von ihrer natio­na­len Inter­ne­t­en­dung .nl gemacht.

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Heu­te stel­len wir in unse­rem Spot­light die geoTLD .frl – die frie­si­sche Inter­ne­t­en­dung – vor. Die Frie­sen waren schon immer sehr frei­heits­lie­bend, was nicht zuletzt in ihrem Wahl­spruch „Lew­wer duad üs Slaav“ (Lie­ber tot als Skla­ve) zum Aus­druck kommt. Daher ver­wun­dert es nicht, dass die hol­län­di­schen Frie­sen sich unab­hän­gig von ihrer natio­na­len Inter­ne­t­en­dung .nl gemacht haben. Daher haben sie seit dem Jahr 2014 unter der geoTLD .frl ihr digi­ta­les Zuhause.

Für fast 13.000 Frie­sen ist „Punt­frl“ ihre neue Hei­mat, digi­ta­le Iden­ti­tät und Zuge­hö­rig­keit, unter dem ihre Web­sei­ten nun auf­zu­fin­den sind. Damit ist .frl eine der erfolg­reichs­ten geo­gra­fi­schen Inter­ne­t­en­dun­gen (kurz: geoTLD) für Regio­nen weltweit.Sie und auch ande­re regio­na­le geoTLDs ent­stan­den nach dem Vor­bild der Kata­la­nen (.cat). Neben .frl gibt es u. a. auch regio­na­le Inter­ne­t­en­dun­gen der Gali­zier (.gal), Bas­ken (.eus), Bay­ern (.bay­ern) und Saar­län­der (.saar­land).

Ausgewählte Beispiele von friesischen Webseiten mit einer .frl-Domains

https://www.elfstedentocht.frl

Die könig­li­che „Ver­eni­ging De Frie­sche Elf Steden” hat sich am 15. Janu­ar 1909 gegrün­det. Sie orga­ni­siert ein­mal im Jahr die Elf-Stä­d­­te-Eis­lauf­­tour, sofern das Wet­ter es zulässt. Auf der Web­sei­te elfstedentocht.frl fin­den Inter­es­sier­te Infor­ma­tio­nen über die Tour, den Ver­ein und sei­ne Mit­glie­der, und das in Frie­sisch, Hol­län­disch und Englisch.

https://loft.frl

Die frie­si­sche Event­lo­ca­ti­on fin­det man in Boks­um, ganz in der Nähe von Lee­u­war­den. Benannt nach einem der vier Ele­men­te – Luft – bie­tet sie viel­fäl­ti­ge Nut­zungs­mög­lich­kei­ten. Für Hoch­zei­te, als Yoga-Retre­at, als tem­po­rä­res Ate­lier oder ein­fach als klei­ne Aus­zeit zum hek­ti­schen Stadtleben.

https://www.vanasperentandheelkunde.frl

Die frie­si­sche Zahn­arzt­pra­xis mit Sitz in Bols­ward prä­sen­tiert sich ab sofort unter einer .frl-Domain. Unter dem Mot­to der Pra­xis „Schö­ne Zäh­ne und ein strah­len­des Lächeln geben mehr Selbst­ver­trau­en.“ prä­sen­tiert die Pra­xis ihre umfang­rei­chen Ange­bo­te im Web. Das Team berät, wie Zäh­ne prä­ven­tiv erhal­ten wer­den kön­nen, stellt die Optio­nen bei zahn­ärzt­li­chen Ein­grif­fen vor und bie­tet ein Online-Buchungs­­­tool für Termine.

https://kerkvoordevlees.frl

Die Rin­der­zucht und Flei­sche­rei Kerk­vo­or­de Fleisch steht für loka­le Pro­duk­te aus der Regi­on um Wol­ve­ga und Hee­ren­ve­en, und für Tie­re, die auf saf­ti­gen grü­nen Wie­sen ein gutes Leben hat­ten. Das spie­gelt sich im Geschmack der vie­len Spe­zia­li­tä­ten von Kerk­vo­or­de Fleisch wider. Im Web­shop fin­den sich neben klas­si­schen Grill­stü­cken auch Wurst und Fleisch für den per­fek­ten Sonntagsbraten

Mehr Informationen zur geoTLD .frl

Mehr Infor­ma­tio­nen zu der frie­si­schen Inter­ne­t­en­dung .frl fin­den Inter­es­sier­te unter http://www.registreer.frl.

Das vir­tu­el­le ICANN70 Mee­ting fand vom Sonn­tag, den 21. März bis Don­ners­tag, den 25. März 2021 statt, drei The­men domi­nier­ten das Tref­fen: DNS-Miss­brauch, Zugriff auf WHOIS-Daten und die neu­en gTLDs.

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Zwei Wochen nach der neu ein­ge­rich­te­ten „Prep-Week” Anfang März 2021 begann das vir­tu­el­le ICAN­N70-Mee­­ting am Sonn­tag, den 21. März und ende­te am Don­ners­tag, den 25. März 2021 mit der öffent­li­chen Sit­zung des ICANN-Boards. Wäh­rend die­ser Woche domi­nier­ten die drei The­men DNS-Abu­­se, Regis­trie­rungs­da­ten und neue TLDs das Treffen.

Diskussion zu DNS-Missbrauch bei ICANN70

Der Miss­brauch der DNS-Infra­­stru­k­­tur kommt regel­mä­ßig vor. Ihn zu bekämp­fen, sehen vie­le Regis­tries und Regis­tra­re als eine der wich­tigs­ten Her­aus­for­de­run­gen an. Die Defi­ni­ti­on von DNS-Mis­s­­brauch geht in der Com­mu­ni­ty weit aus­ein­an­der, was immer noch ein Punkt inten­si­ver Debat­ten ist. Eini­ge Mit­glie­der der Com­mu­ni­ty betrach­ten miss­bräuch­li­che Inhal­te (wie bei­spiels­wei­se Coun­ter­feit) als Teil des DNS-Mis­s­­brauchs, wäh­rend der Miss­brauch laut ICANN-Ver­­­trä­­gen auf infra­struk­tu­rel­len Miss­brauch wie Phis­hing und Bot­nets beschränkt ist. 
Wäh­rend ICANN70 bekräf­tig­ten die Regie­run­gen ihre For­de­rung, für alle gTLDs wei­ter­ge­hen­de Ver­trags­be­stim­mun­gen ein­zu­füh­ren, um die Reak­tio­nen auf DNS-Mis­s­­brauch zu verbessern.

Zugriff auf Registrierungsdaten von Domain-Namen

Der Zugang zu Domain-Namen-Regis­­trie­­rungs­­­da­­ten war das her­aus­ra­gen­de The­ma bei ICANN70. Das Regie­­rungs­­­ver­­­tre­­ter-Komi­t­­tee GAC for­der­te neben Ver­tre­tern der Intel­lec­tu­al Pro­per­ty Com­mu­ni­ty, den Zugang zu Domain-Namen-Regis­­trie­­rungs­­­da­­ten wie­der zu ermög­li­chen. Die Sor­ge der Intel­lec­tu­al Pro­per­ty Com­mu­ni­ty ist, dass Mar­­ken- und Rechts­ver­let­zun­gen nicht rich­tig über­wacht wer­den kön­nen, wenn man kei­nen Zugang zu den Domain-Namen-Regis­­trie­­rungs­­­da­­ten erhält. Das GAC for­der­te, dass Nut­zer Zugang zu den Regis­trie­rungs­da­ten von Domains erhal­ten, ins­be­son­de­re die­je­ni­gen, die Cyber­si­cher­heits­be­dro­hun­gen erken­nen und dar­auf reagie­ren. Zudem for­der­te das GAC ange­sichts der Tat­sa­che, dass die Mehr­zahl der Domains von Unter­neh­men regis­triert wird, dass die Daten von juris­ti­schen und natür­li­chen Per­so­nen von­ein­an­der unter­schie­den wer­den und dass der öffent­li­che Zugang zu nicht-per­­so­­nen­­be­­zo­­ge­­nen Regis­trie­rungs­da­ten von juris­ti­schen Per­so­nen wie­der­her­ge­stellt wird.

Einführung von neuen gTLDs

Nach­dem der Abschluss­be­richt unse­rer Arbeits­grup­pe ver­öf­fent­licht wur­de, sind wei­te­re Zustim­mun­gen gemäß den ICANN-Pro­­­zes­­sen erfor­der­lich. Das GNSO-Coun­­cil war das ers­te, wel­ches den Bericht im Febru­ar 2021 geneh­mig­te. Nun liegt es am ICANN-Board, eine Ent­schei­dung zu tref­fen, ob die Ein­füh­rung neu­er gTLDs vor­an­ge­trie­ben wer­den soll. Mit­glie­der der ICANN-Com­­mu­­ni­­ty for­der­ten den ICANN-Vor­­­stand wäh­rend der öffent­li­chen Sit­zung am Don­ners­tag, den 25.3.2021, auf, zügig vor­an­zu­kom­men.
 

dotBrand Statistiken 2021

Wir ana­ly­sie­ren, wel­che dot­Brand am aktivs­ten ist, wel­che am meis­ten Domains nutzt und in wel­chen Bran­chen die dot­Brand beson­ders beliebt ist.

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Fast 500 Top-Level-Domains enden der­zeit auf einen Mar­ken­na­men – so wie .audi, .ede­ka, .aeg und .goog­le – die so genann­te dot­Brand. Wir ana­ly­sie­ren, wel­che dot­Brand am aktivs­ten ist, wel­che am meis­ten Domains nutzt und in wel­chen Bran­chen die dot­Brand beson­ders beliebt ist.

Viele Domains unter dotBrand Top-Level-Domains

Unter den knapp 500 dot­Brands sind ins­ge­samt 21.788 Domains regis­triert. Im Durch­schnitt wären das knapp 44 Domains unter jeder Top-Level-Domain. Aller­dings gibt es nach wie vor eini­ge dot­Brands, die Ihre eige­ne Top-Level-Domain gar nicht oder so gut wie gar nicht nut­zen. Daher ver­ei­nen die zehn größ­ten Top-Level-Domains von Mar­ken mit über 8.500 Domains fast 40% aller Regis­trie­run­gen. Von die­sen wer­den wie­der­um knapp 15.000 Domains aktiv genutzt, über 4.500 auch für E‑Mail-Ser­­vices. Aber auch wenn man­che dot­Brands nur weni­ge Domains regis­triert haben, kön­nen sie den­noch vie­le Web­sei­ten betrei­ben – bei­spiels­wei­se mit Unter­ver­zeich­nis­sen oder Sub-Domains. 

dotBrand Statistiken 2021

Die Spitzenreiter: .dvag, .audi und .mma

Die drei Top-Level-Domains mit den meis­ten Domains sind .dvag, .audi und .mma, und damit zwei Ver­­­si­che­­rungs- und ein Auto­mo­bil­un­ter­neh­men. Alle drei eint, dass die gro­ße Men­ge Domains durch die Regis­trie­rung für die jewei­li­gen Ver­triebs­part­ner – also Ver­si­che­rungs­be­ra­ter bzw. Auto­händ­ler – regis­triert sind.

dotBrand beliebt bei Versicherungen, Automobilindustrie und im Handel

Beson­ders vie­le Unter­neh­men, die im Bereich der Ver­si­che­rungs­wirt­schaft aktiv sind, nut­zen eine eige­ne Top-Level-Domain. Knapp 90 Unter­neh­men haben sich „ihren“ Namen als TLD gesi­chert, etwas weni­ger als die Hälk­f­te der Auto­mo­bil­kon­zer­ne (36 TLDs). Auf Platz drei lie­gen Han­dels­un­ter­neh­men wie .ede­ka mit ihrer eige­nen TLD.

Beliebte Domains unter dotBrand

Nicht ver­wun­der­lich ist, dass fast alle der knapp 500 dot­Brands nic.tld regis­triert haben, da sie dazu ver­pflich­tet sind. Beson­ders popu­lär ist die eigen TLD für digi­ta­le Anwen­dun­gen wie mail.tld, api.tld und cloud.tld. Sie wird aber auch ger­ne auch für „spre­chen­de“ Domains wie my.tld, jobs.tld und global.tld ein­ge­setzt. Da alle Domains unter der eige­nen TLD ver­füg­bar sind, bestehen hier unend­li­che Möglichkeiten.

Mehr Details zur dot­Brand fin­den Sie auch in unse­ren jähr­lich erschei­nen­den Stu­di­en „Digi­ta­le Unternehmensmarken”.

Dotzon Blog Brexit .eu Endung TLD

Seit dem Bre­x­it am 01.01.2021 ist Groß­bri­tan­ni­en nicht mehr Mit­glied der Euro­päi­schen Uni­on – wir beleuch­ten, was das für die bri­ti­schen Inha­ber von .eu-Domains bedeutet.

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Der Bre­x­it, also der Aus­tritt von Groß­bri­tan­ni­en aus der Euro­päi­schen Uni­on, hat zahl­rei­che Fol­gen. Eine davon betrifft die Welt der Top-Level-Domains und ist auf vie­len Ebe­nen interessant.

.eu-Domains und der Brexit

Bereits seit 15 Jah­ren ste­hen .eu-Domains für euro­päi­sche Bür­ger und Unter­neh­men zur Ver­fü­gung. Mitt­ler­wei­le gibt es knapp 3,7 Mil­lio­nen regis­trier­te Domains, von denen über 81.000 in Groß­bri­tan­ni­en regis­triert sind. Mit dem Bre­x­it, bzw. bereits seit der kon­kre­ten Pla­nung des Aus­tritts im Jahr 2019, hat EUrid in Pres­se­mit­tei­lun­gen erneut auf die Geschäfts­be­din­gun­gen hin­ge­wie­sen. Die Regis­trie­rungs­richt­li­ni­en von .eu ein­deu­tig schrei­ben vor, dass der Wohn­ort bzw. der Unter­neh­mens­sitz des Inha­bers inner­halb der EU lie­gen muss. Daher dür­fen die Domains bri­ti­scher Bür­ger und Unter­neh­men nicht ver­län­gert werden.

Laut EUrid haben seit dem 01.01.2021 alle bri­ti­schen .eu-Domains den Sta­tus „Sus­pen­ded“, Web­sei­ten sind damit nicht län­ger aktiv, E‑Mail-Ser­­vices ein­ge­stellt. Bei einer Orts­än­de­rung in den Daten kann man die Domain aller­dings reak­ti­vie­ren. Seit dem tat­säch­li­chen Aus­tritt am 01.01.2021 bekom­men Domain-Inha­­ber eine Gna­den­frist von sechs Mona­ten, um ihre Domain zu erhal­ten. Sie kön­nen sie zum Bei­spiel auf einen Treu­händ­ler mit Sitz in der EU über­tra­gen. Die­se Mög­lich­keit nut­zen auch ande­re Nicht-EU-Staa­­ten wie die Schweiz bereits seit Jah­ren. Pas­sen Domain-Inha­­ber die Adres­se nicht an, tritt am 01.07.2021 dann der „Withdrawn“-Status ein. Er führt in der Kon­se­quenz zur Löschung der Domain.

Welche Lösungen gibt es?

Wie bereits erwähnt, ist die Regis­trie­rung über einen Drit­ten, z.B. einen Treu­händ­ler o. ä., eine Mög­lich­keit, um dem Pro­blem zu begeg­nen. Obwohl beim Start der .eu-TLD 2005 wahr­schein­lich nur die wenigs­ten Men­schen einen Bre­x­it vor­her­ge­se­hen haben, sind poli­ti­sche Ver­än­de­run­gen mög­lich. Auch wenn das eher eine Aus­nah­me ist, kann es die Nutz­bar­keit einer Domain-Endung beeinflussen.

TLDs, die weni­ger durch grö­ße­re poli­ti­sche Pro­zes­se beein­flusst sind, sind bei­spiels­wei­se loka­le TLDs wie .ber­lin, .lon­don oder .paris. Denn Städ­te­na­men ändern sich deut­lich sel­te­ner und ord­nen die Domain prä­zi­ser einem Ort zu. Auch gene­ri­sche TLDs wie .shop, .online oder .info kön­nen eine gute Alter­na­ti­ve zu Län­­der-TLDs sein. Für grö­ße­re Unter­neh­men ist eine eige­ne TLD eine siche­re und unab­hän­gi­ge Mög­lich­keit, um sich pas­sen­de Domains auf Dau­er zu sichern und zu betreiben.

Dotzon Spende Robert Blum Gymnasium

Wir begrün­den eine neue Spen­den-Tra­di­ti­on und unter­stüt­zen mit dem Robert-Blum-Gym­na­si­um eine Insti­tu­ti­on in unse­rer direk­ten Nachbarschaft. 

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Ein außer­ge­wöhn­li­ches Jahr liegt hin­ter uns, in dem es auch bei DOTZON vie­le Ver­än­de­run­gen gege­ben hat. An ICANN-Mee­­tings haben wir vir­tu­ell teil­ge­nom­men, unse­re Tätig­keit über­wie­gend ins Home-Office ver­la­gert und auch mit unse­ren Kun­den neue, vir­tu­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge beschrit­ten. Unser Blick rich­te­te sich jetzt viel häu­fi­ger auf unse­re direk­te Umge­bung und die Men­schen, die die­se berei­chern. Des­halb begrün­den wir in die­sem Jahr mit unse­rer jähr­li­chen Weih­nachts­spen­de eine neue Tradition.

Warum mit der Spende in die Ferne schweifen?

Es war eine Tra­di­ti­on in unse­rem Unter­neh­men – Spe­ku­la­ti­us, Weih­nachts­mu­sik und Geschen­ke packen bereits im Novem­ber. Seit eini­gen Jah­ren pack­ten wir als Spen­de Schuh­kar­tons im Rah­men des Pro­jek­tes „Geschen­ke der Hoff­nung“. Mit der Covi­­d19-Pan­­de­­mie 2020 wur­de aller­dings mehr als deut­lich, dass es auch in unse­rem direk­ten Umfeld gro­ßen Bedarf nach Unter­stüt­zung gibt. Mit einem deut­lich ein­ge­schränk­ten Bewe­gungs­ra­di­us wur­den wir auf den Bedarf nach Soli­da­ri­tät in unse­rer direk­ten Nach­bar­schaft in Ber­lin Schö­ne­berg auf­merk­sam – und beschlos­sen, hier vor Ort zu helfen.

Geschäfts­füh­re­rin Kat­rin Ohl­mer pas­siert meh­re­re Male in der Woche das impo­san­te Gebäu­de des Robert-Blum-Gym­­na­­si­ums auf der Roten Insel in Ber­lin Schö­ne­berg, das mit sei­nem glä­ser­nen Leh­rer­zim­mer einen unge­wohnt offe­nen Ein­blick in den Schul­all­tag gibt. Seit dem Früh­jahr 2020 und dem Beginn der Pan­de­mie war dort immer sel­te­ner Lehr­per­so­nal zu sehen – und auch die Schü­le­rin­nen und Schü­ler blie­ben im Home-Office. Hier sahen wir einen ein­deu­ti­gen Bedarf für eine gut aus­ge­bau­te IT-Stru­k­­tur, die sowohl Home­schoo­ling als auch digi­ta­les Arbei­ten nach der Pan­de­mie ermöglicht.

Das Robert-Blum-Gymnasium

Das Robert-Blum-Gyn­­ma­­si­um in Ber­­lin-Schö­­ne­­berg arbei­tet unter dem Mot­to „Viel­fäl­tig zusam­men leben und ler­nen“ und hat in sei­nem Leit­bild die Begrif­fe Freu­de, Ent­wick­lung, Mut, Ver­ant­wor­tung und Wert­schät­zung zen­tral ver­an­kert. Über 700 Schü­le­rin­nen und Schü­ler besu­chen die Schu­le und wer­den von über 70 Lehr­kräf­ten unter­rich­tet und betreut. Auf der infor­ma­ti­ven und über­sicht­li­chen Web­sei­te der Schu­le gibt es wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Schulalltag.

Bei unse­rem Besuch der Schu­le für die Über­ga­be unse­rer Spen­de von 500 Euro für den IT-Bereich wur­den wir freund­lich vom Schul­lei­ter Herr Fiehn emp­fan­gen. Als beson­ders wich­ti­ge Bau­stel­len sieht er die wei­te­re Anschaf­fung von Gerä­ten, den Aus­bau des WLAN-Net­z­­wer­­kes inner­halb des Schul­ge­bäu­des und schließ­lich den Aus­bau des Breit­band­net­zes in ganz Ber­lin. Wir freu­en uns, dass wir mit unse­rer Spen­de eini­ge Berei­che die­ses Bedarfs unter­stüt­zen kön­nen und wer­den auch Ende 2021 unse­re Unter­stüt­zung anbieten.

Dotzon Prognosen für das Jahr 2021

Unse­re Pro­gno­sen für das Jahr 2021 betrach­ten die DSGVO, DNS-Abu­se, Trends im Inter­net-Gover­nan­ce, die Ent­wick­lun­gen bei ICANN und der Domain-Industrie.

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Unse­re Pro­gno­sen für die DNS-Indus­­trie im Jahr 2021 begin­nen mit einem Rück­blick auf das Jahr 2020 und unse­re letzt­jäh­ri­gen Pro­gno­sen. Trotz der Pan­de­mie sind sie weit­ge­hend so ein­ge­tre­ten, wie erwar­tet. Der Pau­ken­schlag Anfang des Jah­res 2020 war sicher­lich die geschei­ter­te Über­nah­me der .org-Inter­­ne­­t­en­­dung durch Ethos Capi­tal. Statt­des­sen fand am Jah­res­en­de zwi­schen donuts und Afi­li­as eine der größ­ten Über­nah­men unse­rer Indus­trie statt.

Fazit ist, dass die Pan­de­mie unse­rer Indus­trie noch mehr Home­of­fice und damit kei­nen per­sön­li­chen Aus­tausch, dafür aber einen signi­fi­kan­ten Kun­den­zu­wachs ver­schafft. Für uns war beson­ders bedau­er­lich, dass in dem Zuge das ICANN-Mee­­ting in Ham­burg ver­scho­ben wer­den muss­te. Wir hof­fen daher, dass wir die glo­ba­le ICANN-Com­­mu­­ni­­ty in Deutsch­land bald will­kom­men hei­ßen dürfen.

Zeit, nach einem beson­de­ren Jahr 2020 unse­re Pro­gno­sen für das Jahr 2021 auf­zu­stel­len und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

1. Prognose: Aktive Bekämpfung von DNS-Missbrauch

Die meis­ten Regis­tries und Regis­tra­re set­zen sich aktiv für die Bekämp­fung von DNS-Mis­s­­brauch ein, und neh­men ihre Rol­le wahr, umfas­sen­de Maß­nah­men gegen Miss­brauch umzu­set­zen. Das beinhal­tet auch eine bes­se­re Kom­mu­ni­ka­ti­on der Maß­nah­men an ihre Sta­ke­hol­der. Neben ver­pflich­ten­den Auf­la­gen der ICANN und unse­rer eigens dafür ent­wi­ckel­ten Lösung, den frei­wil­li­gen Selbst­ver­pflich­tun­gen ein­zel­ner Regis­tries sind auch ers­te Akti­vi­tä­ten sicht­bar, mit denen Regis­tries ihre Akti­vi­tä­ten trans­pa­rent machen. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se .ber­lin und .ham­burg mit ihren jähr­lich erschei­nen­den Trans­pa­renz­be­rich­ten. Wir erwar­ten, dass ICANN sich auf sei­ne rein tech­ni­sche Mis­si­on fokus­siert und Debat­ten zu inhalt­li­chem Miss­brauch an ent­spre­chen­de Stel­len verweist.

2. Prognose: Marken und Unternehmen nutzen aktiv ihre eigene .marke-Endung

Die Nut­zung der eige­nen Top-Level-Domain von Mar­ken und Unter­neh­men ist im Jahr 2020 wei­ter gestie­gen. Gera­de in der Pan­de­mie haben vie­le die Chan­ce genutzt, ihre Coro­­na-Akti­­vi­­tä­­ten unter den pas­sen­den Domains zu kom­mu­ni­zie­ren wie bei­spiels­wei­se www.coronavirus.google und www.coronavirus.abbott. Laut unse­rer Stu­die “Digi­ta­le Unter­neh­mens­mar­ken 2020” ist .audi erneut die erfolg­reichs­te Unter­­neh­­mens-TLD, gefolgt von .abbott und .leclerc. Wir erwar­ten, dass die­se Bei­spie­le auch in die­sem Jahr wei­te­re Mar­ken dazu ver­an­las­sen wer­den, selbst mit eige­nen Kam­pa­gnen, Web­pro­jek­ten und neu­en Lan­ding­pa­ges auf sich auf­merk­sam zu machen.

3. Prognose: Registrierungen unter den neuen Top-Level-Domains steigen weiter an

Laut www.ntldstats.com sind im Jahr 2020 die Anzahl regis­trier­ter Domains unter den neu­en Top-Level-Domains um gut 400.000 Domains auf 31,964 Mio. gestie­gen. Die Regis­trie­run­gen erge­ben sich aus den 1.176 neu­en Top-Level-Domains, von denen zum Jah­res­en­de 2020 die TLDs .icu, .top, .xyz, .site und .online zu den TOP 5 gehör­ten. Wir erwar­ten für 2021, dass sich der Auf­wärts­trend wei­ter fort­setzt, da gera­de unter den neu­en Top-Level-Domains vie­le gute Namen ver­füg­bar sind. Beliebt sind wei­ter neben den geo­gra­fi­schen ins­be­son­de­re spre­chen­de Top-Level-Domains wie .club, .shop und .app sind. Seit Launch im Sep­tem­ber 2020 hat sich die Top-Level-Domain .gay auf über 7.000 regis­trier­te Domains gut entwickelt.

4. Prognose: Die DSGVO gerät unter Druck

Eines der wich­tigs­ten The­men unse­rer Indus­trie wird die fort­ge­setz­te Debat­te um einen bes­se­ren Schutz von Inter­net­nut­zern und Domain-Inha­­bern gemäß der DSGVO unter gleich­zei­ti­ger Berück­sich­ti­gung der Inter­es­sen der Mar­ken­in­ha­ber sein. Denn Inter­net­nut­zer und Domain-Inha­­ber erle­ben häu­fig DNS-Atta­­cken wie Phis­hing, Bot­net­ze und Mal­wa­re, wäh­rend Mar­ken­in­ha­ber seit Inkraft­tre­ten der DSGVO deut­lich weni­ger Hand­lungs­op­tio­nen gegen miss­bräuch­li­che Domain-Regis­­trie­­run­­­gen haben.

5. Prognose: Konsolidierung in der Branche wird weitergehen

Die Bran­che hat sich auch im Jahr 2020 wei­ter kon­so­li­diert, sowohl was die Betrei­ber von Top-Level-Domains als auch ihre Ver­triebs­part­ner betrifft. Auch wenn die geschei­ter­te Über­nah­me von .org durch Ethos Capi­tal sicher­lich über­ra­schend war, ist die Über­nah­me von Afi­li­as durch donuts sicher­lich das her­aus­ra­gends­te Ereig­nis des Jah­res. Wir erwar­ten, dass sich die­se Dyna­mik auch 2021 wei­ter fort­setzt und gehen von wei­te­ren Kon­so­li­die­run­gen aus.

6. Prognose: ICANN-Board gibt grünes Licht für neue Bewerbungsrunde

Die Ent­wick­lung der Rah­men­be­din­gun­gen für die nächs­te Bewer­bungs­run­de hat wei­ter gro­ße Fort­schrit­te gemacht. Wir haben uns von Anfang als Arbeits­grup­pen­mit­glied aktiv in die Debat­te ein­ge­bracht, unse­re Arbeit fand mit dem fina­len Report im Janu­ar 2021 sei­nen Abschluss. Wir erwar­ten daher, dass der fina­le Report in die­sem Jahr von der GNSO und dem ICANN-Board grü­nes Licht erhält und damit der Auf­trag für die kon­kre­te Aus­ge­stal­tung der nächs­ten Bewer­bungs­run­de initi­iert wird.

7. Prognose: Globale Debatte um Internet Governance behält Bedeutung

Nach­dem Deutsch­land Gast­ge­ber des glo­ba­len Inter­net Gover­nan­ce Forums im Herbst 2019 in Ber­lin war, erwar­ten wir nach online geführ­ten Debat­ten und einem hybri­den IGF‑D eine wei­ter­ge­hen­de Beschäf­ti­gung mit dem The­ma Inter­net Gover­nan­ce. Die Grün­dung diver­ser Initia­ti­ven und media­le Auf­merk­sam­keit zeigt das Inter­es­se an dem The­ma, u.a. auch bei der Inter­net Socie­ty Deutsch­land e.V..

8. Prognose: ICANN thematisiert Public Interest und seine Mission

Wie ICANN bei sei­nen Ent­schei­dun­gen das öffent­li­che Inter­es­se berück­sich­tigt, ist nicht nur auf Board-Ebe­­ne, son­dern auch inner­halb der ICANN-Com­­mu­­ni­­ty zuneh­mend in das Bewusst­sein gerückt. Mit dem vom Board aus­ge­ar­bei­te­ten Vor­schlag wur­de ein ers­ter Schritt getan, wei­te­re Akti­vi­tä­ten müs­sen in die­sem Jahr fol­gen, auch nach der mas­si­ven Kri­tik zur Rol­le von ICANN zum Ver­kauf der .org-Endung. Daher wer­den aus der Com­mu­ni­ty For­de­run­gen lau­ter, dass sich ICANN erneut auf ihre Mis­si­on kon­zen­triert, „den sta­bi­len und siche­ren Betrieb der ein­zig­ar­ti­gen Iden­ti­fi­zie­rungs­sys­te­me des Inter­nets sicher­zu­stel­len“. Das ICANN-Board wird sich damit aus­ein­an­der­set­zen müs­sen, um wei­ter die rele­van­te Instanz für die glo­ba­le Inter­net­ver­wal­tung zu bleiben.

Wir freu­en uns dar­auf, an die­ser Stel­le im kom­men­den Jahr unse­re Pro­gno­sen für das Jahr 2021 Revue pas­sie­ren zu las­sen.