04.07.2018
Zweites ICANN-Meeting 2018

In Panama City fand vom 22.-26. Juni 2018 das zweite der drei jährlichen ICANN-Meetings statt. Schwerpunkt des Meetings war die Erarbeitung neuer Richtlinien in zahlreichen Arbeitsgruppen. DOTZON nahm als aktives Mitglied an den Arbeitsgruppensitzungen zu der Ausgestaltung der nächsten Bewerbungsrunde teil. Wir haben außerdem an Sitzungen der IP-Vertretung IPC, des SSAC-Kommittee, des Regierungsvertreter-Kommittee GAC und den Sitzungen der Registries und Registrare teilgenommen.

In Panama City fand vom 22.-26. Juni 2018 das zweite der drei jährlichen ICANN-Meetings statt. Schwerpunkt des Meetings war die Erarbeitung neuer Richtlinien in zahlreichen Arbeitsgruppen. DOTZON nahm als aktives Mitglied an den Arbeitsgruppensitzungen zu der Ausgestaltung der nächsten Bewerbungsrunde teil. Wir haben außerdem an Sitzungen der IP-Vertretung IPC, des SSAC-Kommittee, des Regierungsvertreter-Kommittee GAC und den Sitzungen der Registries und Registrare teilgenommen.

Im Fokus standen die folgenden Themen:

Initialer Report der Arbeitsgruppe WT 1-4 verabschiedet

Die Arbeitsgruppe zur Analyse der vergangenen Bewerbungsrunde („PDP on Subsequent Rounds, Work Track 1-4“), in der DOTZON seit über zwei Jahren aktiv mitgearbeitet hat, hat auf dem ICANN-Meeting ihren initialen Report verabschiedet. Er fasst zusammen, an welchen Stellen die Arbeitsgruppe Verbesserungen aus der vergangenen Bewerbungsrunde diskutiert hat. Zudem beinhaltet er Fragen, wie Verbesserungen in der nächsten Bewerbungsrunde umgesetzt werden können. Der gut 200-Seiten umfassende Report ist soeben erschienen und kann bis zum 5. September kommentiert werden. Die eingegangenen Kommentare werden wir in der Arbeitsgruppe danach auswerten mit dem Ziel, bis Anfang 2019 den finalen Report zu verabschieden und dem ICANN-Board zur Entscheidung vorzulegen.

Der initiale Report steht hier zum Download und zur Kommentierung zur Verfügung: https://www.icann.org/public-comments/gtld-subsequent-procedures-initial-2018-07-03-en

DOTZON bei ICANN62

Arbeitsergebnisse der Arbeitsgruppe - Top-Level-Domains mit geografischem Bezug

In der Arbeitsgruppe „PDP on Subsequent Rounds, Work Track 5“ wurde intensiv diskutiert, welche geografischen Begriffe in der nächsten Bewerbungsrunde einen Schutz genießen, und daher nur als geografischer Begriff, nicht aber als Marke oder generischer Begriff beantragt werden dürfen. Hintergrund der Diskussion sind gut zehn Bewerbungen- u.a. .amazon, .tata, .spa und .patagonia - aus der vergangenen Bewerbungsrunde, die einem geografischen Begriff entsprechen, bei denen sich die Bewerber nicht mit den entsprechenden Regierungen über die Bewerbung verständigt hatten. Da der zugrundeliegende Rechtsrahmen für geografische Begriffe in vielen Ländern unterschiedlich ist, gab es zu dieser Frage intensive Diskussionen zwischen den Interessengruppen. Wir setzen uns für einen Schutz geografischer Begriffe in einem ausgewogenen Rahmen ein, auch im Hinblick auf die vielen erfolgreichen Beispiele geografischer Endungen in der geoTLD-Gruppe (www.geotld.group) weltweit.

Die Umsetzung der Datenschutzgrunderklärung

Das kontroverseste Thema des ICANN-Meeting war die Umsetzung der Temporären Policy, die von ICANN am 25. Mai 2018 in Kraft gesetzt wurde. Zentrale Streitfrage war das Auskunftsrecht berechtigter Personen. Die Policy beinhaltet, dass Registrare und Registries Berechtigten Auskunft erteilen, legitime Anfragen werden von Registries und Registraren seit 25. Mai zeitnah beantwortet. Bestimmte Interessengruppen fordern allerdings, dass eine zentrale Akkreditierungsstelle eingerichtet wird, um bestimmten Gruppen Zugriff auf alle Daten gewähren zu können. Inwiefern diese Forderung konsistent mit der Datenschutzgrundverordnung ist, muss erst noch geklärt werden. Daher wird das Thema in den kommenden Monaten weiterhin ausführlich diskutiert.

Um die temporäre Policy in eine nach ICANN-Vorgaben geltende Policy zu überführen, wurde zudem eine Arbeitsgruppe gegründet. Sie soll einen Vorschlag für eine dauerhafte Policy erarbeiten, die dann bis zum 25. Mai 2019 verabschiedet und umgesetzt wird.

21.06.2018
Digitale Stadtmarken 2018

DOTZON hat die Studie "Digitale Stadtmarken 2018" veröffentlicht. Sie setzt das KPI-basierte Ranking aus 2017 fort und bildet ab, wie erfolgreich eine Stadt ihre Digitale Stadtmarke nutzt. Die Digitale Stadtmarke ist die digitale Dimension der Stadtmarke.

Stadtmarken stehen seit Jahrhunderten für die Identität von Städten. Sie repräsentieren die Stadt und ihre Einzigartigkeit auf den ersten Blick. Sie sind sympathisch und vereinen die Vielfalt der Stadt unter einem visuellen Dach. Sie bieten Identifikation für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung. Und sie wirken für die Stadt nach außen, um Touristen, Unternehmer und Arbeitskräfte anzuziehen.

DOTZON hat die Studie "Digitale Stadtmarken 2018" veröffentlicht. Sie setzt das KPI-basierte Ranking aus 2017 fort und bildet ab, wie erfolgreich eine Stadt ihre Digitale Stadtmarke nutzt. Die Digitale Stadtmarke ist die digitale Dimension der Stadtmarke.

Stadtmarken stehen seit Jahrhunderten für die Identität von Städten. Sie repräsentieren die Stadt und ihre Einzigartigkeit auf den ersten Blick. Sie sind sympathisch und vereinen die Vielfalt der Stadt unter einem visuellen Dach. Sie bieten Identifikation für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung. Und sie wirken für die Stadt nach außen, um Touristen, Unternehmer und Arbeitskräfte anzuziehen.

Die DOTZON-Studie zeigt, dass .berlin erneut unangefochten auf Rang eins steht, gefolgt von .tokyo auf Platz zwei und .vegas auf Platz drei. In diesem Jahr schaffen es erstmals .moskau, .mockba und .amsterdam in das Top 10 Ranking. Die beiden Endungen .moscow und .mockba können sich über eine Steigerung um 13 Plätze freuen. Damit sind erstmals drei Städte in den Top 10 vertreten, die jeweils zwei Endungen betreiben – neben der russischen Hauptstadt auch Istanbul und Köln. Auf Rang vier befindet sich .london und mit .ist und .istanbul ein Duo unter den TOP 5.

Erfolgsfaktoren für Digitale Stadtmarken sind neben Stadtmarketingkampagnen wie www.visit.rio, www.be.berlin und www.be.brussels eine hohe Nutzungsrate und Sichtbarkeit in der Stadt, die Nutzung durch die Stadtverwaltung und für innovative Projekte und Kampagnen wie www.digital.nyc, www.welcome.berlin und http://smartcity.joburg.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden. Das vollständige Ranking, alle Daten, die Punktzahlen für die acht Parameter und aller 42 cityTLDs sowie die Handlungsempfehlungen und Checklisten können über info (@) dotzon.consulting bestellt werden.

 

For the english version, please click here.

07.06.2018
spotlight .dvag

Seit September 2015 gibt es die Internet-Endung .dvag, die von der Deutschen Vermögensberatung Aktiengesellschaft betrieben wird. Alle Vermögensberater der DVAG aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen ab sofort eine Webadresse unter der Marke .dvag – und sind damit direkt anhand der Adress-Endung einfach zu identifizieren. Die aussagekräftigen Adressen verbessern die Auffindbarkeit im Internet und die Kundenkommunikation.

Bessere Navigation für Informationshungrige und Karrieresuchende

Aus einer eigenen Internet-Endung ergeben sich vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Die DVAG setzt ihre Internet-Endung in Kombination mit aussagekräftigen Schlüsselwörtern gezielt ein. Unter www.karriere.dvag finden Bewerber die Karriereseite der DVAG. Hier  erhalten Sie Informationen zum Beruf des Vermögensberaters, potenziellen Karrierewegen und Ausbildungsmöglichkeiten. Die DVAG leitet www.youtube.dvag zur eigenen Youtube-Seite weiter. Damit verknüpft sie die eigene Internet-Endung mit einer weiteren bekannten Marke. Unter www.magazin.dvag finden Kunden nützliche Tipps rund um Vorsorge, Finanzen und Karriere.

Die kurzen und gut merkbaren Adressen ermöglichen dem Internetnutzer eine intuitivere Navigation und effizientere Kommunikation mit der Marke.

 

02.05.2018
Berlin mit Sicht auf den Fernsehturm

Die .berlin-Internetadressen sind die digitale Heimat der deutschen Hauptstadt. Seit März 2014 können Berliner eine .berlin-Adresse registrieren und so ihre Verbundenheit zur Spreemetropole zeigen. Damit war die Endung weltweit die erste geografischen Top-Level-Domain einer Stadt, die online gegangen ist. Die Adressen mit Hauptstadtfokus lassen auf den ersten Blick die Zugehörigkeit zur Stadt erkennen. Die .berlin-Internetadressen sind exklusiv nur für Berliner zu haben und wurden bisher über 55.000 Mal registriert. Sie werden von Privatpersonen, Vereinen, Initiativen, Unternehmen und der Stadt Berlin genutzt. Dazu gehören www.be.berlin, www.palast.berlin, www.olympiastadion.berlin, www.mampe.berlin, www.arena.berlin und www.fuechse.berlin. Ziel ist es, .berlin in allen Kiezen der Spreemetropole sichtbar zu machen und allen Berlinern die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Berlin zu gestalten.

25.04.2018
Innovationspreis IT 2018

Jedes Jahr verleiht die Initiative Mittelstand den INNOVATIONSPREIS-IT an besonders innovative IT-Lösungen mit hohem Nutzen für den Mittelstand. In diesem Jahr gehörte das DOTZON Abuse-System zur Spitzengruppe und wurde in der Kategorie IT-Security mit dem Prädikat BEST OF 2018 ausgezeichnet. Das DOTZON Abuse-System bietet eine effektive, unkomplizierte und kostengünstige Lösung zur Überwachung von Domain-Missbrauch.

Auch mittelständische Unternehmen wollen ihre IT-Infrastruktur sicher betreiben. Dazu gehört unter anderem der sichere Betrieb von Domains und Top-Level-Domains. Das DOTZON Abuse-System analysiert regelmäßig alle registrierten Domains auf Domain-Missbrauch und protokolliert die Analyseergebnisse. Im Fall von Domain-Missbrauch sorgt DOTZON für dessen schnelle Beseitigung sowie die Dokumentation des Ergebnisses. So haben Unternehmen unkompliziert und effizient die Möglichkeit, ihr Domain-Portfolio und Top-Level-Domain überwachen zu lassen. Das DOTZON Abuse-System befindet sich auf Servern in Berlin und erfüllt damit höchste Ansprüche an den Datenschutz. Es ist besonders geeignet für kleine und mittelständische Unternehmen mit einigen hundert Domains. Denn es bietet eine effiziente, kostengünstige und schlanke Lösung und minimiert den operativen und administrativen internen Aufwand.

Das DOTZON Abuse-System hat die Jury als eine der besten Lösungen des diesjährigen INNOVATIONSPREIS-IT überzeugt. Seit 2014 kürt die Initiative Mittelstand einmal im Jahr besonders innovative Produkte und Lösungen, die mittelständische Unternehmen fit für eine erfolgreiche digitale Zukunft machen. Von einer unabhängigen Jury – bestehend aus hochkarätigen Professoren, IT-Branchenexperten, Wissenschaftlern und Journalisten – werden jeweils die besten Innovationen in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Als Maßstab für die Auszeichnungen gelten der Innovationsgehalt, der Nutzen sowie die Eignung für den Mittelstand.

 

10.04.2018
What dotBrands can do for companies

dotBrands use their brand names to the right side of the dot in an Internet address. In this way, .brands work exactly like long-standing top-level domains such as .com or .de – but simultaneously open up a large number of new possibilities. Not only do dotBrands have a complete universe of Internet addresses open to them; they can also innovate new business models, expand their distribution channels, and align their online marketing activities. But how many dotBrands are there at present? And how exactly do companies benefit from their own top-level domain?

dotBrands use their brand names to the right side of the dot in an Internet address. In this way, .brands work exactly like long-standing top-level domains such as .com or .de – but simultaneously open up a large number of new possibilities. Not only do dotBrands have a complete universe of Internet addresses open to them; they can also innovate new business models, expand their distribution channels, and align their online marketing activities. But how many dotBrands are there at present? And how exactly do companies benefit from their own top-level domain?

Global distribution of dotBrands

Worldwide, there are currently 554 dotBrands with 40 countries of origin. The USA leads the list of countries with the most dotBrands, followed at some distance by Japan and Germany:

Top ten countries with the most dotBrands

With a focus on the number of registered domains under all dotBrands, the following chart reveals a slightly different outcome. Here, Germany is at the top with 3,163 domain names, closely followed by the USA and France:

Top ten countries with the most .brand domains

The view by sector reveals that worldwide the financial industry is at the top with 66 dotBrands, followed by the financial and internet industry:

Top five industries with the most .brands

The companies with the largest number of registered domains under their dotBrand are based in Europe, followed in second place by China, and in third by the USA. With 1,695 domains registered under .mma, the insurance company MMA IARD from France is the leader, followed by the financial advisory DVAG with 1,239 .dvag domains and the car manufacturer Audi with 645 .audi domains, both from Germany:

top ten dotBrands with the most registeres domains

The value of a dotBrand

The benefits of .brands can be utilized in many ways. The following samples illustrate how dotBrands generate value by engendering higher levels of customer trust, providing more intuitive information, and enabling more efficient branding:

1.    Leading through innovation – .audi

Especially when it comes to a better positioning in the market, a dotBrand increases efficiency. Even though Audi itself is ranked top in search, they are also heavily reliant on their car dealer rankings. In order to provide them with a consistent naming scheme, Audi registered a .audi domain name for each of their Audi Service Centers, external distribution partners and licensees in Germany. Now, every partner can be identified as belonging to the Audi brand through the use of the top-level domain .audi.

For example, www.feser-lauf.audi benefits from being connected to the .audi brand domain, as the ending of the Internet address gives consumers confidence and build trust. This, from another perspective, also brings considerable advantages for audi: Increased traffic on the partners’ websites results into higher conversion for .audi, since only the trademark holder Audi can own the related brand top-level domain.

2.    Improved stakeholder communication – .edeka

With a dotBrand, companies also improve collaboration and communication with their various stakeholders. One of Germany’s largest grocery store chains, Edeka, satisfies the communication needs of its various interest groups by offering each of them their own platform. Thus, stakeholders locate information easily, intuitively and quickly.

Anyone who is interested in starting an apprenticeship gets relevant information on Edeka’s digital platform for apprenticeships, www.ausbildung.edeka. Here, interested parties not only use the search function to find vacancies, they can also learn which qualifications applicants have to fulfil, how the application process works, and what Edeka has to offer its employees. Additionally, Edeka supports applicants with important tips and tricks for a successful application.

For ambitious startups who are interested in launching their products in the grocery stores, Edeka started foodstarter.edeka. Startups can use the digital platform to present their products to the Edeka store owners, have their products tested by them, and finally get to fill Edeka’s shelves on a long-term basis. In the related blog, successful “foodstarters” have the opportunity to give interviews and report on their experiences.

3.    Stronger customer loyalty – .emerck

A dotBrand strengthens customer relationships in new and innovative ways. Merck, a German-based healthcare, life science, and performance materials company improved their customers’ interest with the digital magazine www.magazin.emerck. Within three different categories, interested parties gain exciting insights on various topics concerning “life”, “innovation”, and “culture”. Each article is written in a clear, comprehensible language and illustrated with a matching photo or graphic – and thus appeals to a broad audience. To everyone who wants to explore the world of pharmaceutics and life sciences, the online magazine is available in English and German.

4.    Better branding – .swatch

With the help of a dotBrand Internet address, a company easily presents the connection between itself and its products. In this way, customers intuitively perceive the tie between the company and its products. Watch manufacturer Swatch presents its new collection, POP, on the website www.pop.swatch. Interested parties find everything they need to know on the branded domain which was especially created for this purpose instead of having to click their way through endless menus. Additionally, a brand domain name sticks in the mind much more easily than a generic domain name as it not only reinforces the company’s name but also tells website visitors from the start who the brand is.

5.    Secure communication – .allfinanz

Allfinanz Deutsche Vermögensberatung, a German investment consultancy, offers its customers digital access to their mailbox at postfach.allfinanz. This has several advantages: Customers are not only able to retrieve information easily and at any time, they also have an additional communication channel at their disposal, on top of personal contact with their advisor. More important, however, the security of the customers’ personal data is guaranteed at any time.

As Allfinanz is the owner of the .allfinanz top-level domain, it has complete control of all facets of the top-level domain operation, which means that the risk of phishing, spam, or any other abusive usage plaguing Internet users today is practically non-existent. As a result, customers get greater confidence that their private data are protected in the best way possible. A dotBrand thus serves as the ultimate means to increase consumer trust and confidence.

 

Originally published in dotmagazine

19.03.2018
ICANN 61

Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung in der Domain-Industrie

Das von ICANN am 28. Februar veröffentlichte Modell wurde auf dem ICANN-Meeting intensiv diskutiert. Relativ breiten Konsens gab es zu dem Element, welche Daten zu Domain-Inhabern künftig öffentlich einsehbar sein werden, unabhängig ob bei Registries oder Registraren. Breiten Konsens gab es ebenfalls für das Konzept, dass Registrare die gesamten Domain-Inhaberdaten weiterhin an Registries übertragen. Keinen Konsens gibt es weiterhin zu der Frage, wer künftig berechtigt sein wird, alle Domain-Inhaberdaten einzusehen, mit welchem Verfahren und auf welchem Wege. Unstrittig ist, dass die jeweiligen nationalen Starverfolgungsbehörden Zugriff erhalten sollen; unklar ist allerdings die Frage, was mit ausländischen Starverfolgungsbehörden ist, ebenso wie mögliche weitere Berechtigte. Offen ist auch weiterhin, wie die daraus resultierenden Änderungen auf vertragliche und administrative Prozesse umzusetzen sein werden, denn das von ICANN vorgeschlagene Modell wird nicht rechtzeitig bis zum 25. Mai 2018 umzusetzen sein.

Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung in der Domain-Industrie

Das von ICANN am 28. Februar veröffentlichte Modell wurde auf dem ICANN-Meeting intensiv diskutiert. Relativ breiten Konsens gab es zu dem Element, welche Daten zu Domain-Inhabern künftig öffentlich einsehbar sein werden, unabhängig ob bei Registries oder Registraren. Breiten Konsens gab es ebenfalls für das Konzept, dass Registrare die gesamten Domain-Inhaberdaten weiterhin an Registries übertragen. Keinen Konsens gibt es weiterhin zu der Frage, wer künftig berechtigt sein wird, alle Domain-Inhaberdaten einzusehen, mit welchem Verfahren und auf welchem Wege. Unstrittig ist, dass die jeweiligen nationalen Starverfolgungsbehörden Zugriff erhalten sollen; unklar ist allerdings die Frage, was mit ausländischen Starverfolgungsbehörden ist, ebenso wie mögliche weitere Berechtigte. Offen ist auch weiterhin, wie die daraus resultierenden Änderungen auf vertragliche und administrative Prozesse umzusetzen sein werden, denn das von ICANN vorgeschlagene Modell wird nicht rechtzeitig bis zum 25. Mai 2018 umzusetzen sein.

Einführung neuer Top-Level-Domains

Auf dem ICANN-Meeting fanden zahlreiche Diskussionen statt, unter welchen Rahmenbedingungen sich Bewerber um eine Lizenz für eine Top-Level-Domain bewerben können. Im Fokus des ICANN-Meetings standen dabei Diskussionen rund um geografische Namen, wie beispielsweise .usa, .deutschland, .dolomiten und .tajmahal. Insbesondere Regierungsvertreter legen Wert darauf, dass neue Top-Level-Domains nicht als ähnlich zu bestehenden Länder-Endungen wahrgenommen werden bzw. die Rechte der Länder verletzen. Wir arbeiten seit mehreren Jahren in den entsprechenden Arbeitsgruppen bei ICANN aktiv mit, nehmen an den wöchentlichen Telefonkonferenzen teil, kommentieren die Dokumente und diskutieren zusammen mit anderen Vertretern im Rahmen der ICANN-Meetings, u.a. auch in Puerto Rico.

Roundtable mit ICANN-Mitarbeiter

An dem Roundtable für Registry-Betreiber nahmen neben ICANN-Mitarbeiter aus dem GDD-Team u.a. auch aus dem Contractual Compliance Team. Wir haben die Gelegenheit genutzt, das Thema ICANN-Audit anzusprechen. Aktueller Stand ist, dass ICANN Compliance Benachrichtigungen nur noch an Registries versenden, die für das 3-jährliche Audit ausgewählt werden. Mit ICANN war vereinbart, dass auch Registries eine Nachricht erhalten, die nicht ausgewählt wurden. Dieses Vorgehen sorgt für Klarheit unter allen Beteiligten.

ICANN hat das Feedback bekommen, das die Benachrichtigungen verwirrend seien, und hat es daher eingestellt. Derzeit gibt es keinen Plan, dass Benachrichtigungen wieder versendet werden. Forderung von DOTZON, dass Benachrichtigungen wieder versendet werden oder zumindest ein Zeitfenster kommuniziert wird, in dem Benachrichtigungen versendet werden. Andere Mitglieder der Betreiber von Top-Level-Domains bestätigen, dass es auch technisch unüblich ist, keine Nachrichten zu versenden, da es so für Registries offen ist, ob sie eine Benachrichtigung erhalten haben oder nicht.

ICANN 61 PanelICANN 61 Panel 2

   

26.02.2018
DomainPulse 2018

Zur Domain-Fachkonferenz DomainPulse trafen sich die Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. An der von den Länderendungen .de, .at und .ch organisierten Veranstaltung nahmen von DOTZON Dirk Krischenowski und Katrin Ohlmer teil. Am Veranstaltungsort München gab es neben spannenden Fachvorträgen zur Zukunft der Domain-Industrie ausreichend Gelegenheit, sich mit anderen Domain-Experten zu aktuellen Themen auszutauschen.

Im Vordergrund stand dabei die Einführung der Datenschutzgrundverordnung und ihre Auswirkungen auf die globale Domain-Industrie, insbesondere den Länderendungen, generische Top-Level-Domains, Betreiber von dotBrand und dotCity. Betreiber von Top-Level-Domain aus Europa nutzen die DomainPulse, um sich mit anderen Betreibern und ihren Vertriebspartnern persönlich über die Umsetzung auszutauschen. Die Umsetzungsoptionen konnten wir zudem auch mit anderen Stakeholdern wie Fachanwälten, Vertretern der Verwaltung und ICANN diskutieren.

Die von dem Konsortium aus denic, 1&1 und Open Exchange entwickelte Domain-basierte ID für Personen „id4me“ haben wir mit großem Interesse begleitet. Auf Basis einer Domain soll die „id4me“ den bequemen und sicheren Login auf zahlreichen Portalen ermöglichen, ohne dass weitergehende Daten erforderlich sind. Die ID wird derzeit entwickelt und soll im Laufe des Jahres eingeführt werden.

12.02.2018
GPDR/DSGVO

Eine Abkürzung ist derzeit in aller Munde - die Datenschutzgrundverordnung, abgekürzt DSGVO bzw. deren englischsprachige Übersetzung GDPR. Dahinter steht die Europäische Datenschutz-Richtlinie, die bereits im Mai 2016 in Kraft getreten ist, nun erst ab 25. Mai 2018 durchgesetzt wird.

Die Datenschutzgrundverordnung stärkt die Rechte von Nutzern und stellt eine transparentere Datenerhebung und -verwendung sicher, wenn Nutzer Daten bereitstellen. Unternehmen erhalten klare Vorgaben, wie sie die Einwilligung und den Widerruf zur Datenverarbeitung zu formulieren haben. Sie sind verpflichtet, Internetnutzer zu informieren, wenn sie deren Daten in das außereuropäische Ausland weitergeben, wo andere Datenschutzbestimmungen gelten. Zudem regelt das Recht auf Datenübertragbarkeit, dass Internetnutzer ihre Daten von Datenverarbeitern in maschinenlesbarer Form anfordern können.

Eine Abkürzung ist derzeit in aller Munde -  die Datenschutzgrundverordnung, abgekürzt DSGVO bzw. deren englischsprachige Übersetzung GDPR. Dahinter steht die Europäische Datenschutz-Richtlinie, die bereits im Mai 2016 in Kraft getreten ist, nun erst ab 25. Mai 2018 durchgesetzt wird.

Die Datenschutzgrundverordnung stärkt die Rechte von Nutzern und stellt eine transparentere Datenerhebung und -verwendung sicher, wenn Nutzer Daten bereitstellen. Unternehmen erhalten klare Vorgaben, wie sie die Einwilligung und den Widerruf zur Datenverarbeitung zu formulieren haben. Sie sind verpflichtet, Internetnutzer zu informieren, wenn sie deren Daten in das außereuropäische Ausland weitergeben, wo andere Datenschutzbestimmungen gelten. Zudem regelt das Recht auf Datenübertragbarkeit, dass Internetnutzer ihre Daten von Datenverarbeitern in maschinenlesbarer Form anfordern können.

Grundlage für die Umsetzung sind die zwei Prinzipien „Data Protection by Design“ und „Data Protection by Default“. Erstmal hat der Gesetzgeber nun vorgegeben, wie geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zum Datenschutz umgesetzt werden sollen. Der Grundsatz der Datenvermeidung soll durch Einsatz geeigneter technischer Maßnahmen wie beispielsweise Pseudonymisierungstechniken wirksam umgesetzt werden. Der Grundsatz der Datensparsamkeit soll durch geeignete Voreinstellung und Parametrisierung von IT-Systemen erreicht werden, indem nur solche Daten verarbeitet werden, die für die Zwecke der Verarbeitung erforderlich sind.

Für Betreiber von Top-Level-Domains ändert sich spätestens ab Mai einiges. Personenbezogene Daten, die sie bisher öffentlich in dem sogenannten „Whois“ zur Verfügung stellen, werden wohl überwiegend nicht mehr veröffentlicht. In der Konsequenz arbeiten derzeit mit Hochdruck Betreiber von Top-Level-Domains an der Umsetzung einer datenschutzkonformen Erhebung, Verarbeitung und Speicherung personenbezogener Daten. Diese Änderungen betrifft ebenfalls alle Vertriebspartner wie 1&1, united-domains, Strato und GoDaddy, auch die Registrare werden künftig keine personenbezogenen Daten mehr veröffentlichen.

Die anderen Anforderungen wie das Auskunftsrecht für Nutzer, das Recht auf Vergessenwerden, das Recht auf Datenübertragbarkeit, die Informationspflicht bei der Datenübertragung ins „unsichere Ausland“ sowie ein gestärktes Einwilligungs- und Widerspruchsrecht der Nutzer für die Verarbeitung ihrer Daten sollten dahingegen keine große Änderung darstellen.

31.01.2018
NamesCon 2018

Das jährliche Treffen der Investoren der Domainindustrie, die NamesCon, fand im Januar statt. Auf der NamesCon treffen sich aber nicht nur Investoren mit großen Domain-Portfolios, sondern auch Betreiber von Top-Level-Domains, Vertriebspartner und Berater. Ein spannendes Konferenzprogramm, ergänzt um eine Live-Auktion von Domains rundete die viertägige Konferenz ab.

Das jährliche Treffen der Investoren der Domainindustrie, die NamesCon, fand im Januar statt. Auf der NamesCon treffen sich aber nicht nur Investoren mit großen Domain-Portfolios, sondern auch Betreiber von Top-Level-Domains, Vertriebspartner und Berater. Ein spannendes Konferenzprogramm, ergänzt um eine Live-Auktion von Domains rundete die viertägige Konferenz ab.

NamesCon 2018 - PanelDirk Krischenowski von DOTZON war zu der Diskussion um geografische Top-Level-Domains eingeladen. Zusammen mit anderen Industrievertretern diskutierte er, was Erfolgsfaktoren einer dotCity bzw. dotStadt ausmachen, wie sie gut betrieben wird und wie sie sich im globalen Wettbewerb neben den bestehenden generischen Endungen wie .com, .net, .org und .info einerseits und andererseits den Länderendungen wie .de, .fr und .uk durchsetzt.

Aufgrund der Nähe zur amerikanischen Zentrale von ICANN in Los Angeles konnten wir zudem zahlreiche Gespräche mit ICANN-Mitarbeitern führen, um aktuelle Themen die unsere Kunden betreffen, im persönlichen Gespräch zu klären. Außerdem haben wir uns mit den ICANN-Mitarbeitern zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung besprochen, und konkrete Vorschläge für die Umsetzung in die Diskussion eingebracht.