18.07.2019
ONL Logo

Sprechend, kurz und prägnant. So präsentiert sich die neue Top-Level-Domain (TLD) .onl. Sie ist die perfekte Adresse, um zu sagen „ich bin online“. Sie ist für jedermann unkompliziert zugänglich, wird weltweit verstanden und ist Dank des attraktiven Preises eine echte Alternative zu .com.

TLD-Profil .ONL

Sprechend, kurz und prägnant. So präsentiert sich die neue Top-Level-Domain (TLD) .onl. Sie ist die perfekte Adresse, um zu sagen „ich bin online“. Sie ist für jedermann unkompliziert zugänglich, wird weltweit verstanden und ist Dank des attraktiven Preises eine echte Alternative zu .com. Das haben bereits viele Unternehmen, Privatpersonen und Organisationen erkannt und nutzen ihre .onl-Adresse auf die unterschiedlichste Art und Weise:

Viele .onl-Adressen im Web sichtbar

Unter www.ibt.onl findet sich die digitale Heimat der weltweit tätigen IBT Online, die Webseiten übersetzt und an anderssprachige Märkte anpasst. Das Unternehmen mit Sitz im britischen Bristol nutzt die kurze und prägnante Adresse, die zudem dem Firmennamen entspricht, auf allen digitalen Kanälen.

Die 1916 in den USA gegründete Supermarktkette Wegmans Food Inc. nutzt mit https://mywegmansconnect.onl eine intuitive Adresse, wo sich Mitarbeiter in ihren Accoutn einloggen können. Dem Unternehmen war es schon immer wichtig, dass die Mitarbeiter zufrieden sind und ihr Arbeitsleben reibungslos und einfach verläuft. In dem Konto haben sie Zugang zu Personaldaten wie Schichten, Urlaubstage und Gehalt, Gesundheitsleistungen, Rabatte, Rente und Krankenversicherung.

Die amerikanische Post (United States Postal Service) nutzt mit https://liteblue.onl eine .onl-Adresse ebenfalls für ihr Mitarbeiterportal. 

Fans von Computerspielen aus allen Jahrzehnten kommen bei https://www.retrogames.onl voll auf ihre Kosten: Online sind alle nur denkbaren Spiele der unterschiedlichsten Plattformen, von DOS über Amiga bis Nintendo 64. Der Originallook und die intuitive Adresse machen die Webseite zum Mekka für alle, die gerne mal daddeln.

Der Name ist Programm: Das britische Designstudio Creative ist ab sofort unter der perfekt passenden Webadresse https://www.creative.onl zu erreichen. Die kreativ gestaltete und aufgeräumte Webseite passt ausgezeichnet zu der klaren Webadresse, zusammen machen sie Lust darauf, die Agentur und ihre Dienstleistungen näher kennenzulernen.

Mehr Infos zu .onl gibt es unter: https://nic.onl

01.07.2019
ICANN65 Logo

Die ICANN-Community hat sich in der letzten Juniwoche in Marrakesh zu ihrem 65. Meeting getroffen. Auf dem so genannten „Policy Forum“ hat sie sich schwerpunktmäßig zu den drei Themengebieten neue Top-Level-Domains, Datenschutzgrundverordnung und WHOIS sowie Abuse-Monitoring ausgetauscht:

Die ICANN-Community hat sich in der letzten Juniwoche in Marrakesh zu ihrem 65. Meeting getroffen. Auf dem so genannten „Policy Forum“ hat sie sich schwerpunktmäßig zu den folgenden drei Themengebiete ausgetauscht:

Debatte um neue Top-Level-Domains in ICANN-Arbeitsgruppen

Die Debatte um die Einführung neuer Top-Level-Domains wurde beim ICANN-Meeting fortgesetzt. Die verbleibenden offenen Punkte sollen intensivere Zusammenarbeit - durch zwei wöchentliche Telefonkonferenzen der Arbeitsgruppe zu Work Track 5 von Juli bis September - gelöst werden. Im Anschluss erarbeiten die Mitglieder aller Arbeitsgruppen gemeinsam bis November den finalen Report, ehe er dem GNSO-Council und Board der ICANN zur Zustimmung vorgelegt wird.

ICANN65 Work Track 5 Session

Diskussion um zentralen Zugriff auf Inhaberdaten 

Die EPDP-Arbeitsgruppe hat ihre Diskussionen fortgesetzt, ob und wie Berechtigte künftig Zugriff auf Inhaberdaten von Domains über eine zentrale Datenbank erhalten können. So soll das Problem des seit Einführung der Datenschutzgrundverordnung geschlossenen WHOIS gelöst werden. Mehrere Unternehmen haben bereits individuelle Lösungen entwickelt, und sie der Community vorgestellt, bei denen jedoch noch offen ist, inwiefern sie den Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung entsprechen. Parallel dazu erarbeitet die EPDP-Arbeitsgruppe zugrunde liegende Policies, die Internetverwaltungsorganisation bereitet zusammen mit ausgewählten Community-Mitgliedern die Umsetzung der Policies vor.

Debatte zu bestehenden Abuse-Monitoring-Mechanismen 

Betreiber neuer Top-Level-Domains sind per Vertrag mit ICANN gefordert, permanent zu überwachen, ob Domains missbräuchlich genutzt werden. Die meisten Betreiber erfüllen oder übererfüllen diese Verpflichtung, nur wenige kommen ihnen nicht ausreichend nach. Daher werden Stimmen laut, die die Internetverwaltungsorganisation zu mehr und stärkeren Regelungen auffordern. Auf dem Meeting stellten die für das Thema bei ICANN zuständigen Mitarbeiter den aktuellen Stand zahlreichen Gruppen der Community vor, verbunden mit der Aufforderung, auf dem kommenden ICANN-Meeting sich für stärkere Überwachungen einzusetzen. Wir werden hier die Interessen der Betreiber neuer Top-Level-Domains vertreten, und uns dafür einsetzen, dass keine weiteren Maßnahmen vertraglich verpflichtend aufgesetzt werden.
 

Das nächste ICANN-Meeting findet im November in Montréal statt, anmelden kann man sich hier.

17.06.2019
Digitale Stadtmarken 2019

DOTZON hat die Studie "Digitale Stadtmarken 2019" veröffentlicht. Nach 2017 und 2018 untersucht sie zum bereits dritten Mal das Potenzial Digitaler Stadtmarken im internationalen Vergleich und bildet ab, wie erfolgreich Städte ihre digitalen Identitäten nutzen.

DOTZON hat die Studie "Digitale Stadtmarken 2019" veröffentlicht. Nach 2017 und 2018 untersucht sie zum bereits dritten Mal das Potenzial Digitaler Stadtmarken im internationalen Vergleich und bildet ab, wie erfolgreich Städte ihre digitalen Identitäten nutzen.

Mithilfe Digitaler Stadtmarken positionieren sich Städte im digitalen Raum: Sie unterstützen die Interaktion mit Bürgern, machen die Stadt als attraktives Ziel im globalen Wettbewerb sichtbar und identifizieren lokale Angebote und Dienstleistungen. Für Bürger, Unternehmen und den öffentlichen Sektor sind sie eine ortsbezogene Alternative zu allgemeinen Endungen wie .com und .info.

Wie die DOTZON-Studie zeigt, stehen .berlin und .tokyo erneut unangefochten auf den Plätzen eins und zwei. Den dritten Platz sichert sich die hanseatische Endung .hamburg – und hat damit eine starke Entwicklung hinter sich. 2018 war sie noch auf dem elften Platz gelandet. Ebenfalls zum ersten Mal in den Top 10 vertreten sind .wien auf Platz neun und .gent auf Platz zehn. Nicht mehr in der Spitzengruppe dabei sind dagegen .istanbul, .moscow und .miami, die im letzten Jahr noch die Plätze fünf, acht und zehn belegt hatten.

Erfolgsfaktoren für Digitale Stadtmarken sind neben Stadtmarketingkampagnen wie www.visit.rio oder www.visit.brussels eine hohe Nutzungsrate und Sichtbarkeit in der Stadt sowie die Nutzung durch die Stadtverwaltung und für innovative Projekte und Kampagnen wie www.smartcountry.berlin, www.project.amsterdam und www.voting.nyc.

Die ausführliche Studie können Sie als PDF-Datei herunterladen.

 

06.06.2019
Ikano vereinheitlicht Unternehmensauftritt

Die Ikano Group ist eine schwedische Unternehmensgruppe, zu der u. a. die Ikano Bank gehört. Ursprünglich gehörte sie zu Ikea, und ist mittlerweile eine eigenständige Firmengruppe im Besitz der Ikea-Familie rund um Ingvar Kamprad. Die Ikano-Gruppe besitzt und entwickelt wettbewerbsfähige und profitable Nischenunternehmen in den Bereichen Finanzen, Immobilien, Vermögensverwaltung, Versicherung und Einzelhandel, vorwiegend in Europa und Asien.

Die Ikano Group ist eine schwedische Unternehmensgruppe, zu der u. a. die Ikano Bank gehört. Ursprünglich gehörte sie zu Ikea, und ist mittlerweile eine eigenständige Firmengruppe im Besitz der Ikea-Familie rund um Ingvar Kamprad. Die Gruppe besitzt und entwickelt wettbewerbsfähige und profitable Nischenunternehmen in den Bereichen Finanzen, Immobilien, Vermögensverwaltung, Versicherung und Einzelhandel, vorwiegend in Europa und Asien.

Ikano entschied sich bereits im Jahr 2013, mit unserer Unterstützung eine eigene Top-Level-Domain zu beantragen. Nach der Zulassung im Sommer 2016 nahmen sie nach und nach erste Domains unter .ikano in Betrieb. Dazu gehörte auch die Bilddatenbank neuer Immobilien-Objekte in Asien, die Pressevertreter unter www.retail-images.ikano nach einmaliger Registrierung nutzen können.

Unter der kurzen und einprägsamen Internetadresse https://group.ikano/ präsentiert das Unternehmen eine einheitliche und prägnante Markenbotschaft und bietet Informationen zu den einzelnen Angeboten wie Banking, Versicherung und Wohnen an. Potentielle Mitarbeiter können sich über offene Stellen, der Spirit von Ikano und die Karrieremöglichkeiten informieren. Trotz der verschiedenen Tätigkeitsschwerpunkte des Unternehmens werden unter der gemeinsamen TLD allgemeine Ziele und Werte formuliert und so ein einheitlicher Markenkern kommuniziert.

Seit kurzem nutzt die Gruppe nun auch die eigene Top-Level-Domain für die E-Mail-Kommunikation: Das Unternehmen ist mit seinen Mitarbeitern ab sofort unter @group.ikano erreichbar. Damit entfallen länderspezifische E-Mail-Adressen wie beispielsweise @ikano.lu, @ikano.de und @ikano.se. Die gesamte Familie ist damit unter einem einheitlichen kommunikativen Dach erreichbar.

 

20.05.2019
GDD Summit Bangkok Mai 2019

Vertreter von Top-Level-Domain-Betreibern und ihre Vertriebspartner aus der ganzen Welt trafen sich zum fünften Mal mit ICANN zu ihrem jährlichen GDD-Industry-Summit. Im Fokus des Treffens in Bangkok standen Themen, die für ICANN-akkreditierte Registrare und Registries von Interesse stehen. Die dreitägige Veranstaltung umfasste Sitzungen zu Punkten wie Datenschutz, Prozesse rund um den Betrieb von Registries und Registraren sowie Neuerungen bei der Umsetzung von Policy-Vorgaben.

Vertreter von Top-Level-Domain-Betreibern und ihre Vertriebspartner aus der ganzen Welt trafen sich zum fünften Mal mit ICANN zu ihrem jährlichen GDD-Industry-Summit. Im Fokus des Treffens in Bangkok standen Themen, die für ICANN-akkreditierte Registrare und Registries von Interesse stehen. Die dreitägige Veranstaltung umfasste Sitzungen zu Punkten wie Datenschutz, Prozesse rund um den Betrieb von Registries und Registraren sowie Neuerungen bei der Umsetzung von Policy-Vorgaben. Beispiele, wie Domains genutzt werden, mit welchen Strategien man noch besser auf Domains aufmerksam machen kann und einen Überblick über die jüngsten Aktivitäten in der ICANN-Arbeitsgruppe für die Entwicklung neuer Richtlinien für die nächste TLD-Bewerbungsrunde, in der auch Dotzon Mitglied ist, ergänzten die Themen. Abgerundet wurden sie durch eine ganze Reihe eher technisch orientierter Sitzungen zu Fragen der DNS-Sicherheit, -Stabilität und -Ausfallsicherheit, an denen auch Vertreter des ICANN-Büros des Chief Technology Officer (OCTO) teilnahmen. Hier wurde bemängelt, dass Lösungsvorschläge aus der technischen Community oftmals nicht in Best Practices überführt werden, und neue Prozesse nötig seien.

Neben einer ganzen Reihe von ICANN-Mitarbeitern nahmen auch einige ICANN-Direktoren an dem Summit teil. So bot der Summit die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, bestehende zu vertiefen und offene Punkte in persönlichen Gesprächen zu erörtern. Als Resultat sollen künftig diese Gespräche regelmäßig – auch auf den ICANN-Meetings - stattfinden, um einen noch engeren Austausch zu gewährleisten. Dazu gehört auch ein engerer Austausch mit dem ICANN-CEO Göran Marby, mit dem ab sofort quartalsweise ein Dialog mit den Registries und Registraren stattfinden soll.

In den technischeren Diskussionen wurde insbesondere das Thema DNS-Abuse intensiv debattiert. Dem ICANN-Vorschlag, im Rahmen eines PDP grundsätzliche und neue Regelungen zum DNS-Abuse in der Community zu erarbeiten, erteilten Registries und Registrare allerdings eine klare Absage. Vertragliche Regelungen zwischen ICANN und Registries bzw. Registraren definieren bereits heute den DNS-Abuse, auch wenn andere Teile der ICANN-Community diese Definitionen gerne ausweiten möchten.

 

14.05.2019
dotbrand Teil 3

Der Betrieb Ihrer dotBRAND teilt sich in drei Aufgabenbereiche auf: Die Technik als Kernbereich, dessen Rahmenbedingungen der ICANN-Vertrag vorgibt; dazu kommt die Zusammenarbeit mit der ICANN und als dritter Bereich die interne Vermarktung und Nutzung Ihrer TLD.

Der Betrieb Ihrer dotBRAND teilt sich in drei Aufgabenbereiche auf: Die Technik als Kernbereich, dessen Rahmenbedingungen der ICANN-Vertrag vorgibt; dazu kommt die Zusammenarbeit mit der ICANN und als dritter Bereich die interne Vermarktung und Nutzung Ihrer TLD.

Outsourcing technischer und administrativer Aufgaben einer dotBRAND

Die technische Infrastruktur einer dotBrand betreibt ein Unternehmen in der Regel nicht selbst. Denn eine weltweit erreichbare DNS-Infrastruktur, ein Domain-Registrierungssystem und die dazugehörige Datenbank sind komplexe Systeme, die sich in die weltweiten Internetstandards einzufügen haben. Betriebliche, administrative und auch ökonomische Skaleneffekte können erreicht werden, wenn Sie Systeme anmieten, die von Dienstleistern bereits für den Betrieb anderer Top-Level-Domains genutzt werden.
Den administrativen Betrieb sowie die Zusammenarbeit mit der ICANN geben Unternehmen in der Regel an kompetente und erfahrene Dienstleister ab. Zu diesen Aufgaben zählen das Monitoring und Management von Missbrauch unter der TLD, die Einhaltung der Vergaberichtlinien, die Umsetzung der Compliance-Vorgaben von ICANN sowie zahlreiche weitere administrative Aufgaben. ICANN verpflichtet TLD-Betreiber hierbei – analog wie im technischen Bereich – zur Einhaltung bestimmter Reaktionszeiten.

Entwicklung der Nutzungs- und Kommunikationsstrategie Ihrer dotBRAND

Durch den Einsatz von Dienstleistern können Sie sich komplett auf die Entwicklung der Nutzungsstrategie und das Konzept und die Umsetzung der Vermarktungs- und Kommunikationsstrategie konzentrieren. Für die Umsetzung der dotBrand-Strategie gibt es verschiedene Optionen, die es jeweils zu analysieren, zu bewerten und auszuwählen gilt: Soll Ihre Endung beispielsweise zunächst in einem ausgewählten Markt eingeführt werden? Soll sie für bestimmte Kampagnen eingesetzt werden oder steht die Nutzung für definierte technische Dienste im Vordergrund? Anregungen liefern können hier zwar die Nutzungsbeispiele bestehender dotBrands; trotzdem ist jede dotBrand-Strategie einzigartig und individuell für die Bedürfnisse des Unternehmens, seiner Produkte und Mitarbeiter zu erarbeiten.

Da die interne Entwicklung einer Strategie das gesamte Unternehmen und seine Prozesse betreffen kann, sollten alle betroffenen Abteilungen involviert werden. In der Regel arbeiten neben der Marketing- und Kommunikationsabteilung auch der IT-Bereich, das Markenmanagement und die Rechtsabteilung an den Konzepten mit. So können Sie für Ihre Top-Level-Domain die besten Ergebnisse erzielen.

Vereinbaren Sie Ihre kostenlose Erstberatung telefonisch oder über ohlmer (@) dotzon.consulting.

 

24.04.2019
dotbrand Teil 2

Haben Sie sich für eine eigene Top-Level-Domain entschieden, steht die Entwicklung der TLD-Strategie an. Diese können Sie auch für die Bewerbung bei der Internet-Verwaltungsorganisation ICANN nutzen.

Haben Sie sich für eine eigene Top-Level-Domain entschieden, steht die Entwicklung der TLD-Strategie an. Diese können Sie auch für die Bewerbung bei der Internet-Verwaltungsorganisation ICANN nutzen.

TLD-Strategie für die Bewerbung um eigene Top-Level-Domain

Neben der Ausarbeitung des Betriebsmodells sind die geplanten Vergaberichtlinien ebenso zu entwickeln wie die Entscheidung für die Bewerberentität und die Positionierung der Endung im ICANN-Kontext. Darüber hinaus fordert die ICANN ein technisches Konzept, zu dem der technische Dienstleister seinen Input liefert. Dieser Input ist um firmenspezifische Aspekte und Kriterien gemeinsam mit TLD-Experten auszuarbeiten. Weiterhin sind finanzielle Informationen – zu der finanziellen Solidität des Bewerbers, aber auch zum Finanzplan für den Betrieb der TLD – zu entwickeln. Diese Punkte fließen dann in die Bewerbungsunterlagen ein, die bei der ICANN für die Lizenz der dotBrand einzureichen sind. Gleichzeitig mit der Bewerbung fordert die ICANN zahlreiche weitere Unterlagen.

Aufwändige Prüfung der TLD-Bewerbung

Die Prüfung der TLD-Bewerbung unterliegt einem klar definierten Schema und Ablauf. Diese teilen sich Mitarbeiter der ICANN und mehrere externe Dienstleister. Die Überprüfung der für die dotBrand verantwortlichen Personen übernimmt beispielsweise Interpol, die Finanzzahlen prüft die Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft KPMG. ICANN und die externen Dienstleister können Nachfragen zu einzelnen Angaben in der Bewerbung stellen und weitere Informationen nachfordern. Besteht die eingereichte Bewerbung die Prüfung, stehen die nächsten Schritte im Zulassungsprozess an. Dazu gehören technische Zulassungstests, die Vertragsunterzeichnung und schließlich die Delegierung der TLD. Deren Ergebnis ist der Datenbankeintrag bei der IANA,dem Betreiber des Verzeichnisses aller validen Internetendungen. Die erste Adresse, die anschließend unter Ihrer eigenen dotBrand online geht, ist www.nic.tld.

Mit Inbetriebnahme wird die dotBRAND Teil der globalen Internetinfrastruktur

Nun gilt es einerseits, die Endung mit Leben zu füllen und gemäß der geplanten TLD-Strategie in Betrieb zu nehmen. Andererseits beginnen die Verpflichtungen, die Sie als Teil der globalen Internetinfrastruktur übernehmen. Hierzu gehört die dauerhafte Überwachung aller unter der eigenen TLD registrierten Internetadressen hinsichtlich Missbrauch –  beispielsweise für Spam oder Phishing. Ebenso fordert die ICANN die permanente Einhaltung von Reaktionszeiten der technischen Systeme, deren Kontrolle allerdings dem technischen Dienstleister obliegt.

09.04.2019
dotbrand Teil 1

Wer eine eigene Top-Level-Domain (TLD) betreibt, trifft eine Entscheidung für eine langfristige Investition. Denn mit einer eigenen Top-Level-Domain werden Sie Teil der globalen Internetinfrastruktur: Sie sind auf Augenhöhe mit anderen schon lange bestehenden Betreibern wie .com, .info und .de – mit den entsprechenden Rechten, aber auch Pflichten. Zudem wird die Lizenz für den Betrieb einer Top-Level-Domain für zehn Jahre vergeben.

Seit einigen Jahren können nicht nur Länder eine eigene Internetendung besitzen, die Möglichkeit steht auch Unternehmen offen beispielsweise für den eigenen Namen oder ein Produkt als so genannte dotBRAND.

dotBrand – eine langfristige Entscheidung

Wer eine eigene Top-Level-Domain (TLD) betreibt, trifft eine Entscheidung für eine langfristige Investition. Denn mit einer eigenen Top-Level-Domain werden Sie Teil der globalen Internetinfrastruktur: Sie sind auf Augenhöhe mit anderen schon lange bestehenden Betreibern wie .com, .info und .de – mit den entsprechenden Rechten, aber auch Pflichten. Zudem wird die Lizenz für den Betrieb einer Top-Level-Domain für zehn Jahre vergeben.

Entscheidungskriterien eigene dotBRAND

Ob sich eine eigene Top-Level-Domain für Sie und Ihr Unternehmen lohnt, will daher gut überlegt sein. In eine Beurteilung sollten in jedem Fall Kriterien wie Machbarkeit und potentielle Businessmodelle fließen, aber auch die Auswahl des konkreten Namens – denn natürlich wollen Sie unter Ihrer dotBrand möglichst gut auffindbar sein. Einfluss auf die Entscheidung haben auch die bisherige Domain-Struktur sowie die Abbildung der Organisationsstruktur mit Ländergesellschaften, Partnerorganisationen und Händlernetzen.

Für eine eigene Top-Level-Domain kann sich aber auch entscheiden, wer Sicherheitsprobleme mit seinen bisherigen Internetadressen hat. Die französische Bank BNP Paribas nahm die zunehmenden Phishing-Attacken mit vermeintlichen Bnpparibas-Webseiten zum Anlass, sich für die eigene Endung zu bewerben. Nun kommuniziert sie, dass nur Webseiten mit der Endung .bnpparibas valide Angebote der Bank sind und konnte Phishing-Attacken so deutlich minimieren.

Für Unternehmen wie den Hersteller von Trucks und Bussen MAN war die Entscheidung angesichts des bestehenden Domain-Portfolios einfach: MAN hatte frühzeitig verpasst, die Adresse www.man.com zu registrieren, die Hauptadresse war seitdem www.man.eu. Um für den weltweit tätigen Konzern und seine Mitarbeiter ein gemeinsames kommunikatives Dach zu schaffen, stellte MAN schließlich den Antrag für seine dotBrand .man.

Unterstützung bei der Entscheidung für eine dotBRAND

Um im ersten Schritt eine Entscheidung treffen zu können, ist eine TLD-Beratung hilfreich –beispielsweise im Rahmen einer Machbarkeitsanalyse. Sie ist Grundlage für die Entscheidung für oder gegen eine eigene dotBrand. Sofern eine Entscheidung für eigene Top-Level-Domain getroffen ist, folgt im nächsten Schritt die Ausarbeitung der konkreten TLD-Strategie.

Rufen Sie uns an unter +49 30 4980 2722, oder vereinbaren Sie einen ersten kostenlosen Beratungstermin per E-Mail.

27.03.2019
ICANN Meeting Kobe

Das gerade zu Ende gegangene ICANN-Meeting in Kobe hat es wieder einmal eindrucksvoll belegt: Deutlich geringere Teilnehmerzahlen (knapp 1.500) führen zu nicht minder intensiven Debatten. Denn die Themen bei ICANN sind weiterhin Auslöser für kontroverse Diskussionen rund um die künftige Gestaltung des Internets. Auch wenn wir auf dem vergangenen ICANN-Meeting gute Fortschritte erzielen konnten, werden uns einige Debatten mittelfristig weiter begleiten.

Die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung in dauerhafte ICANN-Policies

Seitdem die Datenschutzgrundverordnung – international als GDPR bezeichnet – wirksam geworden ist, wurden die bis dato geltenden Verträge zwischen ICANN und Betreibern und Registraren durch eine sogenannte „Temporary Specification“ ersetzt. Gleichzeitig begann eine Arbeitsgruppe ihre Diskussionen mit dem Ziel, diese temporären Regeln innerhalb eines Jahres in dauerhafte Richtlinien zu überführen, wie personenbezogene Daten verarbeitet und veröffentlicht werden. Die Aufgaben der Arbeitsgruppe wurden aus Praktikabilitätsgründen in zwei Arbeitsschritte unterteilt: Im ersten Schritt sollten „nur“ die Richtlinien entwickelt werden. Im zweiten Schritt soll die Frage geprüft werden, ob und wie berechtigte Parteien Zugriff auf personenbezogene Daten erhalten.

Weitere Arbeit und Ergebnisse offen

Kurz vor dem ICANN-Meeting hat die Arbeitsgruppe nun den ersten Schritt abgeschlossen. Ihr Bericht steht bis April zur Kommentierung bereit. Inwieweit allerdings die Zeit ausreicht, um bis Mitte Mai verbindliche Richtlinien einzuführen, ist derzeit noch offen. Momentan ist die Arbeitsgruppe auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden für den zweiten Teil der Aufgabenstellung – allerdings gibt es bisher nur einen Bewerber. Es bleibt also spannend, wie die Arbeitsgruppe die von ICANN geforderten Aufgaben umsetzen kann.

Individuelle Lösungen sind von Datenschützern akzeptiert

Die Betreiber und Registrare haben zwischenzeitlich individuelle Lösungen entwickelt, die jeweils ihre nationalen Gesetze berücksichtigen und damit auch den Anforderungen der nationalen bzw. regionalen Datenschutzbeauftragten genügen. Laut ihnen sind diese Lösungen daher völlig ausreichend, und weitergehende Forderungen wie beispielsweise von Markenrechtkanzleien auf dauerhaften, unlimitierten Zugriff nicht rechtskonform.

 

Fortschritte bei der Diskussion um die Einführung neuer Top-Level-Domains

Aus allen fünf Arbeitsgruppen, die sich mit der Analyse der vorangegangenen Bewerbungsrunde beschäftigt haben, lagen die Zwischenberichte vor. In vier der fünf Arbeitsgruppen wurde bereits die Analyse der zu den Zwischenberichten eingegangenen Kommentare abgeschlossen. Lediglich in der Arbeitsgruppe, die sich mit geografischen Namen beschäftigt, ist die Auswertung noch im Gang.

Kontroverse Diskussion und Ausblick

Die Gruppen haben daher das ICANN-Meeting genutzt, um die Auswertung der Kommentare zu beginnen und neue Vorschläge aus den Kommentaren zu diskutieren. Kontrovers wurde beispielsweise die Frage diskutiert, ob sich Bewerber künftig für mehr als eine TLD bewerben dürfen und ob sie identische Texte mehrfach verwenden dürfen. Ebenfalls offen ist die Frage, in welchen Sprachen geografische Namen geschützt sein sollen – ob in der Landessprache, den UN-Sprachen oder allen Sprachen, die es auf der Welt gibt. Aufgrund der diversen Interessen der Arbeitsgruppenmitglieder wird die Diskussion derzeit in den Mailinglisten und Telefonkonferenzen der Arbeitsgruppen fortgesetzt, als aktives Mitglied der Gruppen bringen wir hier unsere Positionen ein.

 

Beobachtungen zu neuen DNS-Entwicklungen

Durch jüngste Meldungen über groß angelegte Angriffe auf das DNS (DNSpionage) sind zwei DNS-Technologien auch bei ICANN in den Fokus geraten:

Sicherere DNS-Technologien mit DoH und DoT

Das Konzept „DNS over https“ (DoH) wird maßgeblich von Mozilla vorangetrieben. Es geht darum, dass DNS-Abfragen des Browsers nicht mehr an den lokalen Resolver – also an das Betriebssystem – geleitet werden, sondern direkt aus dem Browser heraus über https an ein DNS-Server-System. Zwar bietet https die Verschlüsselung der DNS-Anfrage, andererseits würden DNS-Abfragen bei wenigen Anbietern zentralisiert zusammentreffen, was DoH zu einem problematischem Konzept macht. Das Konzept „DNS over TLS“ (DoT) sieht vor, dass die bereits genutzten Transportwege des DNS durch TLS (SSL) verschlüsselt werden. Dieses Verfahren wurde von der IETF als Standard vorgeschlagen und wird im Gegensatz zu „DoH“ daher breiter unterstützt.

Umfassende Analyse des Missbrauchs auf Domain-Ebene

Alle Betreiber neuer Top-Level-Domains – sprich TLDs, die nach 2014 eingeführt wurden – sind gemäß Vertrag mit ICANN verpflichtet, alle registrierten Domains auf missbräuchliche Nutzung kontinuierlich zu analysieren. Liegt Missbrauch vor, sind sie gut beraten, mit dem Registrar und dem Inhaber Kontakt aufzunehmen, um den Missbrauch abzustellen und für einen vertrauenswürdigen Namensraum zu sorgen. Nicht immer liegt eine böswillige Absicht des Inhabers vor, gelegentlich ist auch ein „infizierter“ Server Auslöser der Missbrauchsmeldung.

Wir selbst bieten seit vielen Jahren eine ICANN-konforme Lösung an, die von vielen Kunden erfolgreich genutzt wird. Zudem werten wir regelmäßig den Missbrauch unter allen neuen Top-Level-Domains aus, mit interessanten Ergebnissen: Nur 21 Betreiber sind für den Großteil (gut 90 Prozent) missbräuchlich verwendeter Domains verantwortlich; der Großteil der Betreiber hat sehr wenige bis gar keine Missbrauchsfälle.

Analyse des Missbrauchs durch ICANN

Parallel zu der Verpflichtung der Registries beobachtet auch ICANN selbst, wie sich der Missbrauch entwickelt. ICANN zieht aus den erhobenen Daten andere Schlussfolgerungen, die gegensätzliche Interpretationen zu „unseren“ Zahlen zulassen. Daher fanden auf dem ICANN-Meeting intensive Gespräche zwischen ICANN und den Betreibern statt, mit dem Ziel, die Daten besser zu analysieren und aufzubereiten. Diese Diskussion wird sicherlich in den nächsten ICANN-Meetings fortgesetzt.

26.02.2019
dotmagazine-Interview Katrin Ohlmer

In der Februar-Ausgabe des dotmagazine erzählt DOTZON-Geschäftsführerin Katrin Ohlmer, wie anfällig Domains für Missbrauch sind – und was die Betreiber der neuen Top-Level-Domains dagegen tun können. Wir haben das Interview für Sie zusammengefasst.

In der Februar-Ausgabe des dotmagazine erzählt DOTZON-Geschäftsführerin Katrin Ohlmer, wie anfällig Domains für Missbrauch sind – und was die Betreiber der neuen Top-Level-Domains dagegen tun können. Wir haben das Interview zum Thema Abuse Management für Sie zusammengefasst.

Internetnutzer sind oft zu sorglos. Immer wieder beobachtet Katrin Ohlmer, dass sie unbekannte Links anklicken, ohne den Absender vorher zu überprüfen. Dabei können sich hinter vermeintlich harmlosen Internetadressen Betrüger verbergen, die persönliche Daten von Internetnutzern abgreifen und damit Schaden anrichten. Auf der anderen Seite wissen auch die Besitzer dieser Internetadressen oft nicht, dass damit gerade Missbrauch betrieben wird. Im schlimmsten Fall können sie den Zugriff auf ihre Domains verlieren.

Das DOTZON Abuse Management ist besonders für kleine und mittelständische Unternehmen geeignet

Die richtigen Sicherheitsvorkehrungen können die Bedrohungen im Netz jedoch minimieren. Effektives Abuse Management deckt etwaigen Missbrauch von Domains auf – und ist für die Betreiber der neuen Top-Level-Domains sogar Pflicht. So erfahren die Besitzer von Adressen mit einer der neuen Internet-Endungen normalerweise sofort, wenn ihre Domain unerlaubterweise in fremde Hände gerät. Dann schnell aktiv zu werden ist wichtig, weil Domain-Missbrauch für die Betroffenen nicht nur finanzielle Schäden nach sich zieht, sondern sich auch rufschädigend auswirken kann.

Wer eine Domain unter einer der neuen Top-Level-Domains registrieren möchte, sollte vorab also sicherstellen, dass deren Betreiber tatsächlich zuverlässiges Abuse Management betreibt. Mit dem DOTZON Abuse-System bietet DOZON eine Lösung speziell für kleine und mittelständische Betreiber von Top-Level-Domains mit bis zu einigen hundert Domains an: Das Abuse-System analysiert regelmäßig alle registrierten Domains auf Missbrauch und protokolliert die Analyseergebnisse. Im Fall von Missbrauch sorgt DOTZON für dessen schnelle Beseitigung sowie die Dokumentation des Ergebnisses. So ist schnelles und effektives Handeln sichergestellt.

Das vollständige Interview finden Sie auf der Website des dotmagazine:
https://www.dotmagazine.online/issues/security-trust-in-digital-services/cybersecurity-data-protection-doteditorial/abuse-management-for-domain-names