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TLD-Bewerbung eingereicht – wie geht es weiter?

TLD-Bewerbung eingereicht – wie geht es weiter?

Am 12. August 2026 ende­te das Bewer­bungs­fens­ter für neue gene­ri­sche Top-Level-Domains. Nach über 14 Jah­ren Pau­se hat ICANN damit erneut die Mög­lich­keit geschaf­fen, eige­ne TLDs zu bean­tra­gen. Zahl­rei­che Bewer­ber haben die­se Chan­ce genutzt und eine TLD-Bewer­bung ein­ge­reicht – wie geht es wei­ter? Für alle, die eine TLD-Bewer­bung ein­ge­reicht haben, beginnt nun eine neue Pha­se mit kla­ren Mei­len­stei­nen, aber auch stra­te­gi­schen Ent­schei­dun­gen, die nicht auf die lan­ge Bank gescho­ben wer­den sollten.

Die Phase zwischen Einreichung und Reveal Day: Nicht einfach abwarten

Vie­le Bewer­ber gehen nach der Ein­rei­chung in einen War­te­mo­dus. Das ist ver­ständ­lich, denn mona­te­lan­ge inten­si­ve Arbeit liegt hin­ter ihnen. Doch die Zeit zwi­schen dem 12. August und dem Reve­al Day im Oktober/November 2026 ist stra­te­gisch wert­vol­ler als sie auf den ers­ten Blick erscheint.

In die­sem Zeit­raum hat ICANN – außer der Anzahl der Anträ­ge – noch kei­ne Infor­ma­tio­nen über ein­ge­gan­ge­ne Bewer­bun­gen ver­öf­fent­licht. Die Lis­te der Bewer­ber und ihrer TLDs ist geheim, wenn­gleich eini­ge Bewer­ber bereits ihre TLDs ver­öf­fent­licht haben. Das schafft eine beson­de­re Aus­gangs­la­ge: Bewer­ber wis­sen nicht, ob ein ande­rer die glei­che TLD bean­tragt hat. Und sie wis­sen nicht, wer ihnen bei der Zulas­sung mög­li­cher­wei­se im Weg steht. Ein auf­merk­sa­mes Beob­ach­ten des Mark­tes ist daher zu empfehlen. 

Gleich­zei­tig besteht in die­sem Zeit­raum eine Opti­on, die danach nicht mehr mög­lich ist: Bewer­ber kön­nen ihre Bewer­bung selbst aktiv ver­öf­fent­li­chen und damit den Aus­tausch mit mög­li­chen Mit­be­wer­bern suchen, bevor ICANN die Kar­ten auf den Tisch legt. Die Ent­schei­dung, ob und wann man ver­öf­fent­licht, soll­te daher bewusst und stra­te­gisch getrof­fen werden.

Der Reveal Day

Im Oktober/November ver­öf­fent­licht ICANN alle ein­ge­gan­ge­nen Bewer­bun­gen. Für die TLD-Com­mu­ni­ty ist das der Start­schuss für eine inten­si­ve Pha­se: Erst­mals wird sicht­bar, wer sich um wel­che TLD bewor­ben hat — und wo es Über­schnei­dun­gen gibt.

Für Bewer­ber bedeu­tet der Reve­al Day: Ab sofort ist die eige­ne Bewer­bung öffent­lich. Mit­be­wer­ber, poten­zi­el­le Ein­wand­füh­rer und die brei­te Öffent­lich­keit kön­nen die öffent­li­chen Infor­ma­tio­nen alles Bewer­bun­gen ein­se­hen. Gleich­zei­tig star­tet mit dem Reve­al Day die Uhr für meh­re­re par­al­le­le Prozesse.

Contention Sets: Was passiert bei mehreren Bewerbern für die gleiche TLD?

Gehen bei ICANN zwei oder mehr Bewer­bun­gen für die glei­che TLD ein, spricht man von einem Con­ten­ti­on Set. Das ist kein Aus­nah­me­fall, in der Run­de 2012 gab es zahl­rei­che sol­cher Über­schnei­dun­gen, teils mit mehr als zehn Bewer­bern für den­sel­ben String.

Inner­halb von 14 Tagen nach dem Reve­al Day haben alle Bewer­ber eines Con­ten­ti­on Sets die Mög­lich­keit, auf ihre vor­ab fest­ge­leg­te alter­na­ti­ve TLD zu wech­seln. Die­se Ent­schei­dung ist indi­vi­du­ell, geheim und unwi­der­ruf­lich, jeder Bewer­ber kann nur ein­mal wech­seln. Wer wech­selt, ver­lässt das ursprüng­li­che Con­ten­ti­on Set. Lässt sich ein Con­ten­ti­on Set nicht durch frei­wil­li­gen Wech­sel auf­lö­sen, steht eine wei­te­re Opti­on zur Ver­fü­gung. Die­se Bewer­ber neh­men in der Regel in Form einer ICANN-Auk­ti­on teil, Aus­nah­me ist ein mög­li­cher Bewer­ber für eine Com­mu­ni­tyTLD, der bei Bestehen der Prü­fung Vor­rang hätte.

Einwandphase: 104 Tage ab String Confirmation Day

14 Tage nach dem Reve­al Day folgt der soge­nann­te String Con­fir­ma­ti­on Day, ab dem die for­mel­le 104-tägi­ge Frist für Ein­wän­de beginnt. In die­sem Zeit­raum kön­nen Drit­te for­mel­le Ein­wän­de gegen eine Bewer­bung ein­rei­chen. Mög­li­che Grün­de sind unter ande­rem Kon­flik­te mit bestehen­den Mar­ken, mora­li­sche oder öffent­li­che Ord­nung sowie Beden­ken hin­sicht­lich der Com­mu­ni­ty, die die TLD reprä­sen­tiert. Ein­wän­de sind kein sel­te­nes Phä­no­men, in der Run­de 2012 wur­den Hun­der­te von Ein­wän­den ein­ge­reicht, die teils jah­re­lan­ge Ver­fah­ren nach sich zogen. Auch hier gilt: Vor­be­rei­tung ist entscheidend.

Bewer­ber soll­ten früh­zei­tig ana­ly­sie­ren, wer mög­li­cher­wei­se Ein­wän­de erhe­ben könn­te, und prü­fen, ob durch pro­ak­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on oder Anpas­sun­gen for­mel­le Ein­wän­de ver­hin­dert wer­den kön­nen. Bestehen­de Betrei­ber von TLDs sowie mög­li­cher­wei­se betrof­fe­ne Drit­te soll­ten ihre Rech­te und Erfolgs­aus­sich­ten für einen Ein­wand gegen­über einer ein­ge­reich­ten Bewer­bung prü­fen. Ein Ein­wand, der durch früh­zei­ti­gen Dia­log ver­mie­den wird, ist in der Regel Fall bes­ser als einer, der im for­mel­len Ver­fah­ren bear­bei­tet wer­den muss.

Evaluierungsphase: ICANN prüft alle Bewerbungen

Par­al­lel zu der Pha­se für Ein­wän­de prüft ICANN alle ein­ge­reich­ten Bewer­bun­gen in meh­re­ren Schrit­ten: eine admi­nis­tra­ti­ve und tech­ni­sche Prü­fung, eine inhalt­li­che Eva­lu­ie­rung der Bewer­bungs­un­ter­la­gen sowie bei Bedarf erwei­ter­te Prü­fun­gen je nach Kate­go­rie der TLD. Die­ser Pro­zess ist auf­wen­dig und zeit­in­ten­siv, in der Run­de 2012 dau­er­te er für vie­le Bewer­ber meh­re­re Jahre.

Für die Run­de 2026 hat ICANN ange­kün­digt, den Pro­zess effi­zi­en­ter zu gestal­ten. Das neu ein­ge­führ­te Regis­try Ser­vice Pro­vi­der Eva­lua­ti­on Pro­gram (RSP) soll dazu bei­tra­gen, die tech­ni­sche Prü­fung zu beschleu­ni­gen, da Backend-Pro­vi­der vor­ab eva­lu­iert ist. Trotz­dem soll­ten Bewer­ber rea­lis­tisch pla­nen: Mit der Zulas­sung der ers­ten neu­en TLDs ist frü­hes­tens im Herbst oder Win­ter 2027 zu rechnen.

Was Bewerber jetzt tun sollten

Die Ein­rei­chung der Bewer­bung war ein wich­ti­ger Mei­len­stein, aber nicht der letz­te. Wer die kom­men­den Mona­te aktiv gestal­tet, ist bes­ser posi­tio­niert als wer ein­fach abwar­tet. Daher emp­feh­len wir Bewerbern:

  • Die stra­te­gi­sche Fra­ge der Ver­öf­fent­li­chung bewusst ent­schei­den mit Blick auf mög­li­che Con­ten­ti­on Sets und das Zeit­fens­ter für eine ein­ver­nehm­li­che Lösung vor dem Reve­al Day – unter Berück­sich­ti­gung des Rechtsrahmens.
  • Poten­zi­el­le Ein­wand­füh­rer iden­ti­fi­zie­ren und wo mög­lich pro­ak­tiv das Gespräch suchen, bevor die for­mel­le Frist beginnt.
  • Inter­ne Res­sour­cen und Pro­zes­se für die Eva­lu­ie­rungs­pha­se vor­be­rei­ten, denn die Eva­lua­to­ren von ICANN wer­den Rück­fra­gen stel­len, und schnel­le, prä­zi­se Ant­wor­ten beschleu­ni­gen den Prozess.

Fazit

Das Ende des Bewer­bungs­fens­ters ist bei­lei­be nicht das Ende auf dem Weg zur eige­nen TLD, son­dern der Beginn einer eben­so span­nen­den wie ent­schei­den­den neu­en Pha­se. Die kom­men­den Mona­te bis zur Zulas­sung erfor­dern stra­te­gi­sches Den­ken, sorg­fäl­ti­ge Vor­be­rei­tung und – wo nötig – schnel­le Ent­schei­dun­gen. Wer jetzt infor­miert bleibt, legt den Grund­stein für eine erfolg­rei­che Zulassung.

Bei Fra­gen zum wei­te­ren Pro­zess oder zur stra­te­gi­schen Posi­tio­nie­rung Ihrer Bewer­bung ste­hen wir Ihnen ger­ne zur Ver­fü­gung: gTLDs@dotzon.com oder spre­chen Sie uns ein­fach auf dem nächs­ten ICANN-Mee­ting an.

top Stadtmarken der 8 KPIs

Stadtmarkenstudie 2026 – die top Stadtmarken der 8 KPIs

Die aktu­el­le Aus­ga­be unse­rer Digi­tal City Brands 2026 Stu­die zeigt erneut, dass digi­ta­le Stadt­mar­ken nur dann nach­hal­tig stark sind, wenn sie über vie­le Kenn­zah­len hin­weg über­zeu­gen. Die Über­sicht der Key Per­for­mance Indi­ca­tors (KPIs) macht deut­lich, wie unter­schied­lich sich cityTLDs ent­wi­ckeln kön­nen: von regis­trier­ten Domains über akti­ve Nut­zung bis hin zu Sicht­bar­keit in Such­ma­schi­nen und wirt­schaft­li­cher Rele­vanz. Die Kom­bi­na­ti­on aus Reich­wei­te, Akti­vi­tät und öko­no­mi­schem Umfeld ist ent­schei­dend, um die tat­säch­li­che Stär­ke einer Stadt­mar­ke im digi­ta­len Raum zu bewer­ten. Die fol­gen­den Ergeb­nis­se zei­gen, wel­che Stadt­mar­ken bei den 8 KPIs beson­ders stark abschnei­den und sich damit als Top Stadt­mar­ken der 8 KPIs positionieren.

Registrierte Domains & Sichtbarkeit

Ein ers­ter zen­tra­ler Wert ist die Anzahl der regis­trier­ten Domains. Mit 89.847 Domains liegt .tokyo in die­sem Ver­gleich klar vorn und ist damit nicht nur die größ­te, son­dern auch eine der sicht­bars­ten cityTLDs. Zusätz­lich ist .tokyo mit 119 Domains im Tran­co Ran­king stark ver­tre­ten, was auf eine hohe Rele­vanz im Web-Öko­sys­tem hin­weist. Die Kom­bi­na­ti­on aus hoher Regis­trie­rungs­zahl und sicht­ba­rer Web­prä­senz spricht für eine eta­blier­te und breit genutz­te digi­ta­le Markenidentität.

Nutzung der Digitalen Stadtmarke

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Indi­ka­tor ist die tat­säch­li­che Nut­zung. .oki­na­wa erreicht hier einen Anteil von 59% akti­ven Web­sites und zeigt damit, dass ein signi­fi­kan­ter Teil der regis­trier­ten Domains nicht nur regis­triert, son­dern auch aktiv ein­ge­setzt wird. Für die Bewer­tung einer cityTLD ist das ein beson­ders aus­sa­ge­kräf­ti­ger Wert, denn er misst nicht nur Bestän­de, son­dern rea­le Nut­zung. Aktiv genutz­te Domains sind ein deut­li­ches Zei­chen für Rele­vanz im Markt und für Ver­trau­en sei­tens der Nutzer.

Wirtschaftliche Kennzahlen

Auch wirt­schaft­li­che Kenn­zah­len lie­fern wich­ti­ge Hin­wei­se auf die Leis­tungs­fä­hig­keit einer Stadt­mar­ke. .koeln weist ein GDP pro Domain von 3,8 Mio. USD auf, wäh­rend .ber­lin ein Sales Volu­me von 1,9 Mio. USD erreicht. Die­se Daten zei­gen, dass cityTLDs nicht iso­liert betrach­tet wer­den soll­ten, son­dern im Kon­text ihrer wirt­schaft­li­chen Umge­bung und ihrer Nut­zung durch Unter­neh­men, Insti­tu­tio­nen und Selbst­stän­di­ge. Je stär­ker eine Domain-Endung in wirt­schaft­li­che Akti­vi­tät ein­ge­bet­tet ist, des­to grö­ßer ist ihr Poten­zi­al als digi­ta­le Infrastruktur.

Anzahl der Webseiten

Die Anzahl der Web­sei­ten ist eben­falls ein rele­van­ter Fak­tor. .madrid kommt auf 3.235 Domains und 55 Mio. Sei­ten in Goog­le, was auf eine erheb­li­che digi­ta­le Reich­wei­te hin­deu­tet. Sol­che Wer­te sind wich­tig, weil sie zei­gen, wie stark eine Stadt­mar­ke online inhalt­lich ver­an­kert ist. Für Nut­zer, die über Such­ma­schi­nen auf Inhal­te sto­ßen, ist genau die­se Prä­senz ein zen­tra­ler Trei­ber für Wahr­neh­mung und Wiedererkennbarkeit.

Vergleich Digitale Stadtmarke mit Länderendung

Schließ­lich unter­streicht auch die Ver­gleichs­zahl von .miami zur Län­de­ren­dung .us, dass cityTLDs sehr unter­schied­li­che Markt­po­si­tio­nen ein­neh­men kön­nen. Laut unse­rer Stu­die ist .miami 5‑mal popu­lä­rer als die ver­gleich­ba­re Län­de­ren­dung. Sol­che Unter­schie­de ver­deut­li­chen, dass der Erfolg einer Stadt­mar­ke nicht allein von ihrer geo­gra­fi­schen Grö­ße abhängt, son­dern von ihrer digi­ta­len Posi­tio­nie­rung, ihrer Nut­zung und ihrer Reso­nanz im Markt.

Fazit

Ins­ge­samt zei­gen die KPIs, dass erfolg­rei­che cityTLDs mehr sind als Domains mit Orts­be­zug. Sie sind mess­ba­re digi­ta­le Assets, deren Stär­ke sich in Nut­zung, Sicht­bar­keit, wirt­schaft­li­cher Bedeu­tung und Markt­re­so­nanz aus­drückt. Genau des­halb lie­fert unse­re jähr­li­che Stu­die nicht nur Ran­kings, son­dern auch belast­ba­re Hin­wei­se dar­auf, wel­che Stadt­mar­ken im digi­ta­len Raum wirk­lich funktionieren.

Die voll­stän­di­ge Stu­die „Digi­ta­le Stadt­mar­ken 2026” ist hier abrufbar.

Erfolgsfaktoren von dotBRANDS

Erfolgsfaktoren von dotBRANDs

Seit 2014 ergän­zen dot­Brand Top-Level-Domains (.mar­ke) die Welt der Top-Level-Domains. Sie sind das digi­ta­le Abbild der Mar­ke und haben zum Ziel, die digi­ta­le Iden­ti­tät von Unter­neh­men abzu­bil­den. Dar­über hin­aus bie­ten sie Wett­be­werbs­vor­tei­le durch den bes­se­ren digi­ta­len Schutz der Mar­ke, mehr Sicher­heit und ermög­li­chen eine intui­ti­ve­re Kom­mu­ni­ka­ti­on. Wir schau­en uns detail­liert an, was Erfolgs­fak­to­ren von dot­Brands sind.

Markenschutz und IT-Sicherheit

Ein zen­tra­ler Erfolgs­fak­tor ist der Schutz vor Mar­ken­ver­wäs­se­rung und Miss­brauch: Die exklu­si­ve Kon­trol­le über die TLD ermög­licht die voll­stän­di­ge Hoheit über den Ein­satz von DNSSEC und HTTPS, was Phis­hing-Angrif­fe erschwert. Kri­mi­nel­le haben es zudem schwe­rer, gefälsch­te E‑Mails oder Sites zu plat­zie­ren, da Nut­zer ech­te dot­Brand-Adres­sen erken­nen und von gefälsch­ten Adres­sen unter­schei­den. Im Unter­schied zu ande­ren TLDs kön­nen selbst gema­nag­te dot­Brands mehr Ver­trau­en und Sicher­heit für Nut­zer gewähr­leis­ten. Eine eige­ne Infra­struk­tur ermög­licht fort­ge­schrit­te­ne Sicher­heits­fea­tures wie zen­tra­le Über­wa­chung und schnel­le­re Reak­ti­on auf Bedrohungen.

Intuitive und flexible Kommunikation

Intui­ti­ve Adres­sen wie jobs.airbus oder etruck.man erleich­tern Inter­net­nut­zern die Navi­ga­ti­on und bau­en Kun­den­ver­trau­en aus. Erfolg­rei­che dot­Brands punk­ten mit einer hohen Nut­zungs­quo­te ihrer Domains, für E‑Mail und Web­sites glei­cher­ma­ßen. Das führt zu einer star­ken Sicht­bar­keit in Such­ma­schi­nen. Da alle Wunsch-Domains frei sind und jeder­zeit regis­triert wer­den kön­nen, för­dert die dot­Brand die fle­xi­ble Nut­zung. Lang­wie­ri­ge Ankauf­pro­zes­se und Ver­hand­lun­gen mit Dritt­an­bie­tern entfallen.

Einheitliche globale Markenführung

Eine ein­heit­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on welt­weit ist ein wei­te­rer Erfolgs­fak­tor: Die dot­Brand ersetzt län­der­spe­zi­fi­sche Domain-Zoos durch intui­ti­ve Struk­tu­ren wie www.land.marke und bie­tet ein­heit­li­che Ser­vice­adres­se wie www.produkt.marke und www.service.marke. Dies schafft Kon­sis­tenz über Län­der­gren­zen hin­weg und stärkt die Wie­der­erkenn­bar­keit der Mar­ke bei Kun­den, Part­nern und Stake­hol­dern. Beson­ders für glo­ba­le Kon­zer­ne wie .goog­le und .toyo­ta redu­ziert dies Ver­wir­rung und erhöht die Auf­find­bar­keit. Die inno­va­ti­ve und ein­heit­li­che Prä­senz unter­stützt zudem Arbeit­ge­ber­mar­ke­ting, z. B. nutzt Ford die Adres­se careers.ford, die­se posi­tio­niert die Mar­ke als inno­va­ti­ven Arbeitgeber.

Fazit und Ausblick

Erfolgs­fak­to­ren von sicht­ba­ren dot­Brands sind die akti­ve Nut­zung, mehr IT-Sicher­heit und ‑Unab­hän­gig­keit und mehr Fle­xi­bi­li­tät im Mar­ke­ting – .audi zeigt, wie es geht. Aber auch die rein defen­si­ve Nut­zung der dot­Brand hat ihre Berech­ti­gung. Für jeden dot­Brand-Antrag gilt: Es gibt vie­le mög­li­che Betriebs­mo­del­le. Für die bevor­ste­hen­de Bewer­bungs­run­de für gTLDs bei ICANN (30.4.–12.8.2026) lohnt sich eine Bewer­bung für Mar­ken also aus vie­ler­lei Perspektiven.

Die eigene gTLD - Unbegrenzte Möglichkeiten

Die eigene gTLD – unbegrenzte Möglichkeiten

Eine eige­ne gene­ri­sche Top-Level-Domain (gTLD) bie­tet Städ­ten, Regio­nen und Unter­neh­men end­lo­se Chan­cen, ihre digi­ta­le Iden­ti­tät zu stär­ken und inno­va­ti­ve Online-Prä­sen­zen auf­zu­bau­en. Sie ermög­li­chen nicht nur eine ein­zig­ar­ti­ge Mar­ken­bin­dung, son­dern auch maß­ge­schnei­der­te Struk­tu­ren für loka­le Kam­pa­gnen, glo­ba­le Netz­wer­ke und siche­re Kom­mu­ni­ka­ti­on. In Zei­ten zuneh­men­der Cyber­be­dro­hun­gen und Digi­ta­li­sie­rung bie­ten sie zudem über­le­ge­nen Schutz vor Phis­hing und eine intui­ti­ve Nut­zer­er­fah­rung. Die eige­ne gTLD – unbe­grenz­te Mög­lich­kei­ten – wir stel­len eini­ge Bei­spie­le vor.

Erfolgreiche geoTLDs in Städten

Deut­sche Pio­nie­re wie .ber­lin (wir.berlin, planetarium.berlin), .ham­burg (fahrradsternfahrt.hamburg, stadtreinigung.hamburg), .koeln (fc.koeln), .bay­ern (jagdverband.bayern), .nrw (land.nrw) und .saar­land (biobus.saarland) punk­ten mit regio­na­lem Bezug.

Inter­na­tio­na­le Metro­po­len wie .paris (cesure.paris), .lon­don (thegeorge.london), .tokyo (visit-chiyoda.tokyo), .nyc (open-data.nyc), .syd­ney, .rio, .mel­bourne (designweek.melbourne), .hel­sin­ki (welcome.helsinki), .oki­na­wa (biodiversity.okinawa), .bar­ce­lo­na (bithabitat.barcelona), .ams­ter­dam (pride.amsterdam), .brussels (safe.brussels) und .gent (kunsthal.gent) nut­zen sie für Tou­ris­mus, Events, Open Data und Kampagnen.

Unternehmen nutzen dotBrand TLDs strategisch

Unter­neh­men set­zen dot­Brand-TLDs ein, um ihre digi­ta­le Prä­senz zu stär­ken: Audi nutzt .audi für Domains wie muenchen.audi und frankfurt.audi für sei­ne Händ­ler, E.Leclerc betreibt .leclerc mit Domains etwa wie auto.leclerc und e.leclerc für sei­ne Filia­len. Canon migrier­te bestehen­de Web­sites auf .canon wie support.canon, Toyo­ta inte­griert unter .toyo­ta Domains wie sverige.toyota für Händ­ler und Zulie­fe­rer. MAN und CERN ver­wen­den ihre TLDs für glo­ba­le Netz­wer­ke sowie For­schungs­por­ta­le. Die­se Bei­spie­le unter­strei­chen die dot­BRAND-Vor­tei­le für mehr IT-Sicher­heit und ‑Unab­hän­gig­keit, mehr Fle­xi­bi­li­tät im Mar­ke­ting und ein­heit­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on in den Ökosystemen.

Mehr Auswahl für Kunden

Neben geoTLDs und dot­Brand TLDs berei­chern zahl­rei­che all­ge­mei­ne Top-Level-Domains (gTLDs) die Aus­wahl für Inter­net­nut­zer. Bei­spiels­wei­se wer­den TLDs wie .gmbh, .online und .bank bran­chen­spe­zi­fisch und ver­trau­ens­bil­dend genutzt. Die TLD .gmbh wird exklu­siv für regis­trier­te GmbHs ange­bo­ten und dient Unter­neh­men wie Rechts- oder Bera­tungs­fir­men für seriö­se Prä­sen­zen, z. B. zfde.gmbh oder argendorf.gmbh. Die TLD .online  eig­net sich für digi­ta­le Pro­jek­te wie Blogs oder Shops, etwa virtualpiano.online oder playretrogames.online, und betont die glo­ba­le Aus­rich­tung der Inter­net­prä­senz. .bank ist aus­schließ­lich für veri­fi­zier­te Ban­ken und Finanz­in­sti­tu­te gedacht, z. B. wie southpoint.bank oder dart.bank, mit hoher Sicher­heit gegen Miss­brauch und DNSSEC. Die­se TLDs stei­gern Rele­vanz und Schutz in ihren Märkten.

Vorteile und Ausblick

Zusam­men­fas­send bie­ten eige­ne gTLDs – sei es geoTLDs, dot­BRANDS oder gTLDs – Unter­neh­men und Städ­ten unver­gleich­li­che Fle­xi­bi­li­tät, Sicher­heit und Mar­ken­prä­senz. Die viel­fäl­ti­gen Bei­spie­le zei­gen, wie sie von loka­len Kam­pa­gnen bis glo­ba­le Netz­wer­ke rei­chen, mehr Fle­xi­bi­li­tät und Inklu­si­on bie­ten und IT- und Cyber­ri­si­ken mini­mie­ren. Mit der kom­men­den ICANN-gTLD Bewer­bungs­run­de 2026 eröff­nen sich neue Chan­cen für die eige­ne Bewerbung.

ICANN85 in Mumbai

ICANN85 in Mumbai

Die ICANN85 Kon­fe­renz in Mum­bai stand klar im Zei­chen der neu­en Bewer­bungs­run­de für gene­ri­sche Top-Level-Domains, die 2026 star­ten soll. Nach 14 Jah­ren – seit ICANN43 in San José 2012 – war dies das ers­te ICANN-Mee­ting, an dem wir nicht live vor Ort teil­ge­nom­men habe. Dies­mal galt bei uns „remo­te only“, da die Vor­be­rei­tun­gen zur neu­en gTLD-Run­de 2026 das Ber­li­ner Team voll bean­spru­chen. Trotz­dem konn­ten wir dank des her­vor­ra­gen­den Hybrid-For­mats an zahl­rei­chen Ses­si­ons teil­neh­men. Dazu gehör­ten die zahl­rei­chen Ses­si­ons zur Bewer­bungs­run­de für neue TLDs und Sit­zun­gen der Regis­try Stake­hol­der Group und geoTLD Group.

gTLD Bewerbung 2026

In zahl­rei­chen Ses­si­ons wur­de deut­lich, wie ICANN ver­sucht, den Bewer­bungs­pro­zess im Ver­gleich zur 2012er-Run­de bes­ser struk­tu­rie­ren und Bewer­ber zu unter­stüt­zen. Im Fokus stan­den dabei vor allem das neu ein­ge­führ­te Regis­try Ser­vice Pro­vi­der (RSP) Eva­lua­ti­on Pro­gram, die über­ar­bei­te­ten Bewer­bungs­de­tails für Inter­na­tio­na­li­zed Domain Names (IDNs) und Vari­an­ten sowie die Über­sicht über den gesam­ten Antrags- und Prüf­pro­zess. Anhand von Demos des neu­en TLD Appli­ca­ti­on Manage­ment Sys­tems (TAMs) konn­ten künf­ti­ge Bewerber:innen sehen, wie sie ihre Anträ­ge ein­rei­chen, ver­wal­ten und den Fort­schritt des Bewer­bungs­ver­fah­rens nach­ver­fol­gen kön­nen. Wich­tig war zudem die Fra­ge, wie geo­gra­fi­sche Namen und reser­vier­te Begrif­fe künf­tig behan­delt wer­den. Die­ses The­ma hat­te in der Bewer­bungs­run­de 2012 für viel Dis­kus­sio­nen gesorgt. Die abschlie­ßen­de Wrap-up-Ses­si­on zur 2026-Run­de konn­te vie­le offe­ne Fra­gen klä­ren und zeig­te: ICANN hat noch eini­ge offe­ne Auf­ga­ben bis zum Start des Bewer­bungs­fens­ters, es läuft aber alles nach Plan. Wer eine gTLD Bewer­bung 2026 plant, hat jetzt deut­lich mehr Ori­en­tie­rung als noch vor eini­gen Monaten.

DNS Abuse Mitigation

Ein zwei­ter inhalt­li­cher Schwer­punkt von ICANN85 war das The­ma DNS Abu­se Miti­ga­ti­on. In einer gan­zen Rei­he von Sit­zun­gen der neu gegrün­de­ten Arbeits­grup­pe wur­de inten­siv dar­an gear­bei­tet, wie Miss­brauchs­fäl­le, also Phis­hing, Mal­wa­re, Bot­net-Infra­struk­tur oder bestimm­te For­men von Spam, künf­tig noch sys­te­ma­ti­scher erkannt und ein­ge­dämmt wer­den kön­nen. Die Dis­kus­si­on dreh­te sich nicht nur um Defi­ni­tio­nen von DNS-Abu­se. Betrach­tet wur­de vor allem um die Fra­ge, wel­che Min­dest­an­for­de­run­gen Regis­tries und Regis­tra­re im Umgang mit Abu­se erfül­len soll­ten. Von kla­ren Abu­se-Kon­tak­ten über ver­bind­li­che Reak­ti­ons­fris­ten bis hin zu abge­stuf­ten Maß­nah­men bei wie­der­hol­ten Ver­stö­ßen. Gleich­zei­tig wur­de immer wie­der betont, dass Ein­grif­fe ver­hält­nis­mä­ßig sein müs­sen und die Rech­te legi­ti­mer Regis­tran­ten gewahrt blei­ben sol­len. Die Arbeits­grup­pe arbei­tet in den kom­men­den Mona­ten an kon­kre­ten Poli­cy-Emp­feh­lun­gen zu DNS Abu­se Miti­ga­ti­on, die mit­tel­fris­tig in ver­trag­li­che Ver­pflich­tun­gen für Regis­tries und Regis­tra­re ein­flie­ßen könn­ten. Ein wich­ti­ger Schritt, um Ver­trau­en in das Domain-Name-Sys­tem wei­ter zu stär­ken, ohne dabei die Offen­heit des Net­zes zu untergraben.

ICANN & das Multi-Stakeholder-Modell

Über die­se fach­li­chen Schwer­punk­te hin­aus hat ICANN85 erneut gezeigt, war­um die Com­mu­ni­ty-Foren ein zen­tra­ler Anker des Mul­ti-Stake­hol­der-Modell sind. In Mum­bai kamen Vertreter:innen von Regie­run­gen, Wirt­schaft, Zivil­ge­sell­schaft und tech­ni­scher Com­mu­ni­ty zusam­men, um über ein offe­nes, siche­res, inklu­si­ves und wider­stands­fä­hi­ges Inter­net zu bera­ten. Mehr als 200 Ses­si­ons, orga­ni­siert in Arbeits­grup­pen, Fach­gre­mi­en und Ple­nar­sit­zun­gen, spann­ten den Bogen von der Wei­ter­ent­wick­lung des Domain-Name-Sys­tem über Cyber­si­cher­heit bis hin zur Bewer­bungs­run­de für neue gTLDs. ICANN85 war nicht nur ein Ort für for­ma­le Poli­cy-Pro­zes­se, son­dern auch für Koope­ra­ti­on der Com­mu­ni­ty-Mit­glie­der. Vie­le Initia­ti­ven ent­ste­hen im Gespräch auf dem Flur, in Mee­tings oder beim Net­wor­king. ICANN selbst hob her­vor, dass ICANN85 in Mum­bai ein wei­te­rer Bau­stein war, um die glo­ba­le Inter­ope­ra­bi­li­tät des DNS zu sichern. Zugleich wer­den durch ICANN-Mee­tings Regio­nen wie Indi­en stär­ker in die Inter­net-Gover­nan­ce-Debat­te ein­ge­bun­den. Für alle, die an der Zukunft des Domain-Öko­sys­tems arbei­ten, war Mum­bai damit ein wich­ti­ger Mei­len­stein auf dem Weg zur nächs­ten gTLD-Run­de und zu einem robus­te­ren, ver­trau­ens­wür­di­gen DNS.

Das nächs­te ICANN-Mee­ting, ICANN86, fin­det im Juni 2026 im spa­ni­schen Sevil­la statt.

Unsere Prognosen 2026

Unsere Prognosen für das Jahr 2026

2026 wird aus unse­rer Sicht kein Jahr des gro­ßen Auf­bruchs, son­dern eher eines der stra­te­gi­schen Wei­chen­stel­lun­gen. Neue Rah­men­be­din­gun­gen machen ein Nach­den­ken über Inves­ti­tio­nen in Resi­li­enz aktu­el­ler als je zuvor. Ins­be­son­de­re, wenn geo­po­li­ti­sche Unsi­cher­hei­ten und Regu­lie­run­gen zuneh­men. Ehe wir in unse­re Pro­gno­sen für das Jahr 2026 star­ten, schau­en wir kurz zurück: Unse­re 2025-Vor­her­sa­gen zu AI-gestütz­tem Domain-Manage­ment (Domain-Gene­rie­rung, Port­fo­lio-Opti­mie­rung) und Com­pli­ance-Druck (NIS2-Vor­be­rei­tung) haben sich bestä­tigt. Der Markt hat sich wei­ter gut ent­wi­ckelt, die neu­en gTLDs sind um 21% gewach­sen, und ins­be­son­de­re bei Start­ups beliebt.

1. ICANN gTLD-Bewerbungsrunde 2026 dominiert die Agenda

Vom 30. April bis 12. August 2026 öff­net sich nach 14 Jah­ren wie­der das Fens­ter für neue TLDs. In die­ser Run­de erwar­ten wir erst­mals zahl­rei­che Bewer­bun­gen aus dem Block­chain- und Cryp­to-Bereich. Zudem rech­nen wir erneut mit vie­len Bewer­bun­gen für dot­Brands, und auch Bewer­bun­gen für gene­ri­sche und GeoTLDs. Was die geo­gra­fi­sche Ver­tei­lung betrifft, bau­en wir erneut auf ein star­kes euro­päi­sches Inter­es­se an Brand-TLDs (.mar­ke) und GeoTLDs (.stadt, .regi­on), ähn­lich zu den 670+ Anträ­gen aus 2012.

2. Neue gTLDs wachsen gegenüber Legacy-TLDs nachhaltig

Wenn­gleich Lega­cy TLDs wie .com und ccTLDs wie .de und .cn wach­sen, domi­nie­ren mit über 42 Mio. TLDs (2025: +21%) die neu­en TLDs wie .shop, .top und .online die Wachs­tums­ra­ten. Hier erwar­ten wir eine kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung auch für 2026, nicht zuletzt auf­grund der vie­le guten frei­en Domains unter den neu­en TLDs. Die Aus­nah­me ist die ccTLD .ai, die explo­si­ons­ar­tig gewach­sen ist, und von Tech-Start­ups als Haupt-Domain genutzt wird. Für uns ein kla­rer Indi­ka­tor für den Trend zu spe­zi­fi­schen und ein­präg­sa­men Endungen.

3. KI revolutioniert die gesamte Domain-Industrie

Gene­ra­ti­ve KI hat mitt­ler­wei­le in vie­len Berei­chen der Domain­in­dus­trie Ein­zug gehal­ten – sie unter­stützt bei der Namens­fin­dung, hilft bei der Ermitt­lung von Abu­se-Fäl­len und über­nimmt Port­fo­lio-Ana­ly­sen. Die­se Ein­satz­sze­na­ri­en sind nur ein ers­ter Schritt zu mehr Auto­ma­ti­sie­rung, daten­ge­trie­be­nen Ent­schei­dun­gen und Geschäfts­pro­zes­sen, bei denen KI unter­stüt­zen kann.

4. Unruhige Zeiten: Geopolitik und Regulierung

Die geo­po­li­ti­sche Frag­men­tie­rung prägt das Inter­net von heu­te: Han­dels­kon­flik­te, Sank­tio­nen und natio­na­le Inter­net-Sou­ve­rä­ni­tät for­dern Zero-Trust-Archi­tek­tu­ren und kon­trol­lier­ba­re Namens­räu­me. EU-Regu­lie­run­gen (AI Act, NIS2, DORA) ver­schär­fen den Com­pli­ance-Druck und erfor­dern nach­weis­ba­re Kon­trol­le über Infra­struk­tur. Die DNS-Sou­ve­rä­ni­tät wird somit ein ent­schei­den­der KPI: Eige­ne TLDs sichern Namens­räu­me gegen Platt­form-Abhän­gig­kei­ten und staat­li­che Ein­grif­fe. Droht damit ein Para­dig­men­wech­sel von offe­nen Inter­net zu frag­men­tier­ten und indi­vi­du­el­len Ökosystemen?

5. ccTLDs und geoTLDs gewinnen lokal

Über 144 Mio. regis­trier­te ccTLDs (jedes Jahr +3,4%) unter­strei­chen die fort­ge­setz­te Rele­vanz in ihren jewei­li­gen Märk­ten. Unter den ccTLDs bleibt bei­spiels­wei­se .de sta­bil, wäh­rend .ai explo­diert. GeoTLDs wie .ham­burg, .ber­lin und .bay­ern hal­ten sich sta­bil, nicht zuletzt, weil sie regio­na­le Iden­ti­tä­ten stär­ken. Posi­ti­ve Effek­te auf loka­les SEO, Rele­vanz für GEO und ein sym­pa­thi­scher Ver­trau­ens­an­ker machen sie zur ers­ten Wahl für KMUs in der Region.

Fazit

2026 trennt Stra­te­gen von „wei­ter so“, denn natio­na­le und glo­ba­le Ent­wick­lun­gen erfor­dern ein Umden­ken, auch für die IT. Die fort­ge­setz­te Regu­lie­rung erzwingt Sou­ve­rä­ni­tät, für bei­de Hand­lungs­fel­der schafft die gTLD-Bewer­bungs­run­de 2026 neue Optio­nen. Wer jetzt Namens­räu­me, Sicher­heit und Gover­nan­ce zusam­men­denkt, gewinnt lang­fris­tig an Unabhängigkeit.

Top-Level-Domain beantragen

Bewerbung für eine eigene gTLD

ICANN öff­net vom 30. April bis 12. August 2026 das Bewer­bungs­fens­ter für neue gene­ri­sche Top-Level-Domains (gTLDs). Damit besteht nach über 13 Jah­ren erst­mal die Gele­gen­heit, eine eige­ne gTLD zu bean­tra­gen. Wir stel­len die zen­tra­len Punk­te rund um die Bewer­bung für eine eige­ne gTLD vor. Denn der Erwerb einer gTLD ist kein ein­fa­cher Domain-Kauf, son­dern ein kom­ple­xes Antrags­ver­fah­ren. Es umfasst hohe Anfor­de­run­gen an Finan­zen, Tech­nik und Betrieb. Wir klä­ren auf, wel­che Vor­ga­ben und Kri­te­ri­en Bewer­ber erfül­len müs­sen, und erläu­tern die mit der Bewer­bung ver­bun­de­nen Auf­ga­ben und Kos­ten. Wir gehen auf die ver­schie­de­nen gTLD-Typen ein – etwa Mar­ken-TLDs (auch dot­Brands genannt), geoTLDs für Regio­nen und Städ­te sowie gene­ri­sche TLDs.

So beantragen Sie eine Top-Level-Domain (gTLD)

Die ICANN öff­net das Bewer­bungs­fens­ter für neue gTLDs am 30. April 2026 für 105 Tage. Nach dem Bewer­bungs­fens­ter im Jahr 2012 besteht damit erst­mals wie­der die Mög­lich­keit, eine eige­ne gTLD zu bean­tra­gen. Das ICANN-Bewer­ber­hand­buch ist die Grund­la­ge für die Bewer­bung und erläu­tert detail­lirt alle Anfor­de­run­gen an Bewerber.

Vor der Bewer­bung ist zunächst die Bewer­bungs­stra­te­gie zu erar­bei­ten, die Zie­le der gTLD und das Betriebs­mo­dell. Für die Bewer­bung selbst sind über 220 Fra­gen zu beant­wor­ten, zusätz­lich zahl­rei­che Nach­wei­se zu erbrin­gen und eine umfang­rei­che Finanz­pla­nung erstel­len. Die­se Antrags­do­ku­men­te kön­nen ab April 2026 bei ICANN digi­tal ein­ge­reicht werden.

Alle eige­gan­ge­nen Bewer­bun­gen wer­den von ICANN in meh­re­ren Pha­sen geprüft. Mit der Zulas­sung der ers­ten gTLDs ist etwa im Herbst/Winter 2027 zu rechnen.

Welche Voraussetzung müssen Bewerber mitbringen?

Neben der Beant­wor­tung der Bewer­bungs­fra­gen sind eini­ge wei­te­re Vor­aus­set­zun­gen zu erfül­len: Bewer­bun­gen sind nur von Unter­neh­men, Orga­ni­sa­tio­nen und Regie­run­gen mög­lich, nicht von Pri­vat­per­so­nen. Es kön­nen auch nicht alle gewünsch­ten gTLDs bean­tragt wer­den, eini­ge sind tech­nisch nicht mög­lich, oder reserviert.

Zusam­men mit der Bewer­bung ist eine Bewer­bungs­ge­bühr über 227.000 US-Dol­lar an ICANN zu ent­rich­ten. Wei­te­re Gebüh­ren kön­nen in Abhän­gig­keit von der bean­trag­ten gTLD-Kate­go­rie anfal­len. Bei dot­Brands, die aus­schließ­lich von dem Mar­ken­in­ha­ber genutzt wer­den, gel­ten Sonderregelungen.

Welche TLD-Arten gibt es?

Anträ­ge sind für meh­re­re gTLD-Kate­go­rien möglich:

  • gTLD: Für Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen mit brei­ten Einsatzoptionen.
  • brandTLD: Für Unter­neh­men mit Mar­ken­recht zur exklu­si­ven Nutzung.
  • geoTLD: Für Städ­te, Kom­mu­nen und Regio­nen zur Stär­kung regio­na­ler Identität.
  • ccTLDs: Natio­na­le Län­de­ren­dun­gen auf Basis des ISO 3166-Stan­dard. Die­se kön­nen in der kom­men­den Bewer­bungs­run­de nicht bean­tragt werden!

Bewer­bun­gen sind also mög­lich für dot­Brands (Unter­neh­men), geoTLDs (Städte/Regionen) oder gTLDs (Unternehmen/Organisationen). Sie erwei­tern das Ange­bot neben ccTLDs und klas­si­schen Endun­gen wie .com, .net oder .org.

Technische Infrastruktur bei gTLDs

Die anspruchs­vol­le Tech­nik einer TLD (ähn­lich .com oder .de) muss nicht selbst umge­setzt wer­den – exter­ne Pro­vi­der – soge­nann­te Regis­try Backend Pro­vi­der – über­neh­men die­se Dienst­leis­tung. ICANN ver­langt aller­dings kei­ne Details zu der Tech­nik, so dass Bewer­ber aus­rei­chend Zeit für die Aus­wahl des pas­sen­den Part­ners haben. Den­noch emp­feh­len wir, recht­zei­tig die Aus­wahl des geeig­ne­ten Part­ners anzu­ge­hen, wir ste­hen hier­für bera­tend zur Sei­te und kön­nen ger­ne einen RFP durchführen.

Wann startet die nächste gTLD-Runde?

Das Bewer­bungs­fens­ter öff­net ICANN am 30. April 2026 und endet am August 2026.

Welche Kosten entstehen für eine gTLD?

Die Grund­ge­bühr für eine gTLD-Bewer­bung beträgt 227.000 USD, die wäh­rend des Bewer­bungs­fens­ters an ICANN zu über­wei­sen ist.  Für beson­de­re Kate­go­rien wie dot­Brands oder geoTLDs fal­len zusätz­li­che Gebüh­ren an. Die jähr­li­chen Betriebs­ge­büh­ren bei ICANN belau­fen sich auf 25.800 USD. Hin­zu kom­men Hono­ra­re für spe­zia­li­sier­te Bera­ter wie Dot­zon, die Sie bei der Bewer­bungs­er­stel­lung unterstützen.

Vorteile einer eigenen TLD

  • Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät: Mit einer eige­nen Top-Level-Domain gewin­nen Sie vol­le Unab­hän­gig­keit über Ihre digi­ta­le Infra­struk­tur und redu­zie­ren die Abhän­gig­keit von Drittanbietern.
  • Sicher­heit: Sie behal­ten die kom­plet­te Kon­trol­le über Ihre Domain-Infra­struk­tur und mini­mie­ren Risi­ken durch Fremd­ab­hän­gig­kei­ten erheblich.
  • Kos­ten­ef­fi­zi­enz: Lang­fris­tig sin­ken Ihre Domain-bezo­ge­nen Kos­ten wie Moni­to­ring, defen­si­ve Regis­trie­run­gen und Auf­käu­fe, inter­ne Pro­zes­se wer­den vereinfacht.
  • Mar­ken­schutz: Die exklu­si­ve Endung stärkt Ihre digi­ta­le Iden­ti­tät und schützt effek­tiv gegen Mar­ken­imi­ta­te und Phishing-Angriffe.
  • Kun­den­bin­dung: Eine ein­präg­sa­me Mar­ken­en­dung ver­an­kert Ihre Mar­ke nach­hal­tig im Gedächt­nis Ihrer Kun­den und schafft Vertrauen.
  • Geschäfts­mo­dell: Eige­ne Domains kön­nen direkt ver­kauft oder ver­mie­tet wer­den und eröff­nen neue Einnahmequellen.

Nut­zen Sie die kom­men­den Mona­te bis zum Start des Bewer­bungs­fens­ters im April, um eine Bewer­bung zu eva­lu­ie­ren und Ihre digi­ta­le Infra­struk­tur zukunfts­si­cher aufzustellen.

Unsere Unterstützung für Ihren gTLD-Antrag

Als ICANN-Exper­ten und lang­jäh­ri­ges Mit­glied der Arbeits­grup­pen haben wir aktiv an dem Bewer­ber­hand­buch mit­ge­wirkt. Daher ken­nen wir die Anfor­de­run­gen an Bewer­ber bes­tens. Unse­re Pra­xis aus dem Betrieb eige­ner TLDs sorgt zudem für eine pra­xis­ori­en­tier­te Bera­tung. Wir füh­ren Sie von der Visi­on bis zum Start – enga­giert, erfah­ren und maß­ge­schnei­dert. Mit über 20 Jah­ren ICANN-Know-how und mehr als 30 erfolg­rei­chen Anträ­gen im letz­ten Bewer­bungs­fens­ter unter­stüt­zen wir Sie ger­ne. Bei Inter­es­se oder Fra­gen spre­chen Sie uns an: gTLDs@dotzon.com.

Erfolgsfaktoren von geoTLDs

Der Erfolg einer geoTLD hängt neben den mess­ba­ren Kri­te­ri­en wie u. a. Markt-Durch­drin­gung, Sicht­bar­keit und Nut­zungs­quo­te von wei­te­ren Fak­to­ren ab. Wir stel­len aus­ge­wähl­te Erfolgs­fak­to­ren von geoTLDs anhand kon­kre­ter Bei­spie­le vor.

Sichtbarkeit einer geoTLD

Einer der Schlüs­sel­fak­to­ren für die Attrak­ti­vi­tät einer geoTLD ist eine hohe Sicht­bar­keit. In digi­ta­len Medi­en wie Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen, News­let­tern, oder sozia­len Medi­en wird die geoTLD sicht­bar. So trägt sie zur digi­ta­len Repu­ta­ti­on und Mar­ke der Stadt bei. Auch Off­line-Medi­en wie Pla­ka­te, Anzei­gen oder Beschrif­tun­gen auf Fahr­zeu­gen tra­gen zu einer hohen Nut­zungs­ra­te bei.

Ein wei­te­rer Fak­tor für den Erfolg einer geoTLD ist die Häu­fig­keit, mit der sie genutzt wird. Je öfter und selbst­ver­ständ­li­cher die geoTLD von Unter­neh­men, Orga­ni­sa­tio­nen, Bürger:innen und der Stadt selbst genutzt wird, des­to mehr wird sie zum inte­gra­len Bestand­teil der digi­ta­len Stadt.

Marketingkampagnen mit einer geoTLD

Stadt­mar­ke­ting­ver­ant­wort­li­che neh­men für orts­be­zo­ge­ne Mar­ke­ting­kam­pa­gnen ger­ne die Vor­tei­le einer kur­zen Domain in Anspruch. Dnen die­se ist unter der natio­na­len Endung oft­mals schon ver­ge­ben oder nur mit Bin­de­stri­chen noch frei. Die neu­en Adres­sen sind kurz und prä­gnant, wie bei­spiels­wei­se umweltkalender.berlin, pressefreiheit.hamburg, mail.zuerich und godman.stockholm.

Events nutzen geoTLDs

GeoTLDs sind beson­ders gut geeig­net, um loka­le Events zu kom­mu­ni­zie­ren. Sie ermög­li­chen eine sofor­ti­ge und kla­re Iden­ti­fi­ka­ti­on mit der jewei­li­gen Stadt. So erken­nen Nut­zer auf einen Blick, dass es sich um ein loka­les Ange­bot han­delt, was Ver­trau­en schafft, und die Ziel­grup­pe gezielt anspricht. Für Event-Ver­an­stal­ter bie­ten geoTLDs die Mög­lich­keit, ein­präg­sa­me und the­ma­tisch pas­sen­de Web­adres­sen zu nut­zen, die noch vie­le attrak­ti­ve Key­word-Kom­bi­na­tio­nen bereit­hal­ten. Zudem eig­nen sie sich ide­al für Akti­ons­sei­ten oder Landing­pa­ges, die spe­zi­ell auf loka­le Ziel­grup­pen und Ereig­nis­se aus­ge­rich­tet sind. Die­sen Effekt nut­zen die Ver­an­stal­ter der green-connect.hamburg, icc.moscow, strong.madrid, rising.melbourne und ki-festival.berlin.

Lokale Geschäften lieben geoTLDs

Für klei­ne loka­le Geschäf­te geht es ins­be­son­de­re um ihre loka­le Sicht­bar­keit. Durch die ein­deu­ti­ge Orts­ken­nung in der Inter­net­adres­se kön­nen sich klei­ne Unter­neh­men klar vom Wett­be­werb
abhe­ben. Sie ver­mit­teln die regio­na­le Zuge­hö­rig­keit und Ver­bun­den­heit zur eige­nen Stadt, was Ver­trau­en bei Kun­den schafft, und die loka­le Iden­ti­fi­ka­ti­on stärkt. Loka­le Händ­ler in nahe­zu allen Städ­ten mit einer Digi­ta­len Stadt­mar­ke set­zen auf die­sen Effekt. Wie bei­spiels­wei­se mix.tokyo, pancakes.amsterdam, isabella.capetown, lat.london, pomad.paris, funera.sydney und urbanphysio.hamburg.

Wei­te­re Erfolgs­fak­to­ren von geoTLDs fin­den Sie in unse­ren jähr­lich erschei­nen­den Stu­di­en.

Freigabe Bewerbungsverfahren 2026 durch ICANN-Board

ICANN84 – Das Jahrestreffen der ICANN

Vom 25. bis 30. Okto­ber fand das Jah­res­tref­fen der ICANN-Com­mu­ni­ty ICANN84 in Dub­lin statt. Etwa 2.100 Teil­neh­men­de aus 128 Län­dern nah­men vor Ort und remo­te an den Bera­tun­gen teil. Sie dis­ku­tier­ten in über 100 Ses­si­ons über tech­ni­sche und recht­li­che Aspek­te der Inter­net­ver­wal­tung. In vie­len Sit­zun­gen arbei­te­ten die Tei­leh­men­den an der Wei­ter­ent­wick­lung von Internet-Policies. 

Das High­light des ICANN-Mee­tings war zwei­fels­oh­ne die Frei­ga­be des Bewer­bungs­ver­fah­rens um neue Top-Level-Domains durch das ICANN-Direk­to­ri­um. Dane­ben gab es zahl­rei­che wei­te­re Sit­zun­gen, in denen Details zu dem Bewer­bungs­ver­fah­ren vor­ge­stellt wur­den. Dane­ben war auch das Sys­tem, mit dem Inhaber­da­ten einer Domain bean­tragt wer­den kön­nen, Fokus des Mee­tings. Eben­so wie die aktu­el­len Kon­sul­ta­tio­nen zum WSIS+20-Prozess.

Neue gTLD-Runde 2026

Die Com­mu­ni­ty wur­de über den Imple­men­tie­rungs­stand des neu­en gTLD-Pro­gramms infor­miert, ein­schließ­lich Sup­port für Bewer­ber, der Vor­eva­lu­ie­rung von Regis­try-Dienst­leis­tern und dem Regis­try Agree­ment. Bei der regu­lä­ren Vor­stands­sit­zung am 30. Okto­ber haben die ICANN-Direk­to­ren das Bewer­bungs­ver­fah­ren ver­ab­schie­det – ein bedeu­ten­der Mei­len­stein auf dem Weg zur Öff­nung des Bewer­bungs­fens­ters im April 2026 und Ergeb­nis der jah­re­lan­gen Arbeit der ICANN-Com­mu­ni­ty und Orga­ni­sa­ti­on. Wir haben unse­re Erfah­run­gen aus der ver­gan­ge­nen Bewer­bungs­run­de 2012 in der Arbeits­grup­pe kon­struk­tiv seit 2015 eingebracht.

RDRS (Registration Data Request Service – Anfragedienst für Registrierungsdaten)

Die Pilot­pha­se endet Ende des Monats. Der Vor­stand beschloss daher am 30. Okto­ber, den Betrieb für bis zu zwei Jah­re fort­zu­set­zen, wäh­rend die Com­mu­ni­ty wei­ter über die Zukunft des Ser­vice bera­ten soll. Ein öffent­li­ches Kom­men­tie­rungs­ver­fah­ren wur­de ein­ge­lei­tet, um Input zu einem Fahr­plan zur Anglei­chung der Richt­li­ni­en einzuholen.

Internet Governance: WSIS+20

Die 20-Jah­res-Über­prü­fung des Welt­gip­fels zur Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft wird nächs­ten Monat bei der UN-Gene­ral­ver­samm­lung abge­schlos­sen. Der ICANN-Vor­stand emp­fing UN-Bot­schaf­ter und dis­ku­tier­te das Ergeb­nis­do­ku­ment mit Fokus auf das Mul­tistake­hol­der-Modell der Internet-Governance.

Das nächs­te ICANN-Mee­ting fin­det vom 7.–12. März 2026 in Mum­bai statt, eine Anmel­dung ist hier möglich.

Digitale Unternehmensmarken 2025

Digitale Unternehmensmarken 2025

Zum ach­ten Mal ana­ly­sie­ren wir, wel­che KPIs erfolg­rei­che dot­Brands aus­ma­chen und stel­len die Top 10 in unse­rer Stu­die „Digi­ta­le Unter­neh­mens­mar­ken 2025” vor. Den ers­ten Platz erzielt .audi, gefolgt von .schwarz und .dvag. Unter den Top 10 fin­den sich vier dot­Brands aus Deutsch­land, drei aus den USA sowie einer fran­zö­si­schen, kana­di­schen und spa­ni­schen dot­Brand. Unter den Top 10 fin­den sich durch­weg dot­Brands, die sehr aktiv genutzt wer­den – für inter­ne Anwen­dun­gen, siche­re Por­ta­le, aus­sa­ge­kräf­ti­ge Kam­pa­gnen-Domains und die siche­re E‑Mail-Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Im Rah­men unse­rer dies­jäh­ri­gen Ana­ly­sen haben wir fest­ge­stellt, dass sich in den letz­ten Jah­ren der Fokus beim Ein­satz von dot­Brand-TLDs deut­lich von einer rei­nen Mar­ke­ting­per­spek­ti­ve hin zu sicher­heits­ge­trie­be­nen IT-Stra­te­gien ver­scho­ben hat. Immer mehr Unter­neh­men nut­zen ihre eige­ne TLD, um die Inte­gri­tät ihrer digi­ta­len Infra­struk­tur zu erhö­hen. Durch die kon­se­quen­te Umset­zung von Sicher­heits­stan­dards wie DNSSEC, DMARC und TLS 1.3 auf sämt­li­chen Sub­do­mains ent­steht eine homo­ge­ne und kon­trol­lier­te Umge­bung, die Mani­pu­la­tio­nen und unau­to­ri­sier­te Zugrif­fe effek­tiv erschwert.

Par­al­lel dazu set­zen die Unter­neh­men dot­Brand-Domains auch für inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­for­men ein. Anwen­dun­gen wie E‑Mail-Sys­te­me, inter­ne Mit­ar­bei­ter­por­ta­le oder API-Gate­ways pro­fi­tie­ren von einem geschlos­se­nen Namens­raum, der nur auto­ri­sier­ten Nut­zern zugäng­lich ist. Die­se Pra­xis för­dert nicht nur Com­pli­ance und Daten­schutz, son­dern eta­bliert die dot­Brand-TLD als zen­tra­le Platt­form für siche­re, mar­ken­in­ter­ne digi­ta­le Ökosysteme.

Die voll­stän­di­ge Stu­die ist hier abrufbar.