Generische Top-Level-Domains

Bekannt sind seit vielen Jahren generische Top-Level-Domains (auch als gTLDs bezeichnet) wie wie .com, .net, .org und .info. Als eine der ersten generischen Top-Level-Domains wurde am 1. Januar 1985 .com eingeführt, und wird von Verisign betrieben. Mittlerweile erweitern mehr als 500 weitere Endungen wie .online, .global, .shop und .consulting die Auswahl für eine gute Adresse, Endungen für Marken und Städte erweitern die Auswahl auf gut 1.100 neue Endungen. Wer auch hier noch nicht die passende Endung für seine Stadt, seine Region, sein Unternehmen oder Produkt oder seine Organisation findet, kann selbst einen Antrag für seine „Wunsch-Endung“ stellen. Dazu ist ein Antrag bei der Internet-Verwaltungsorganisation ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers, www.icann.org) zu stellen. 

Für Unternehmen, Organisationen und Vereine ist eine eigene Domain-Endung aber nicht nur ein interessantes Geschäftsmodell, sondern bietet auch eine Reihe weiterer Gestaltungsmöglichkeiten. Beispielsweise erhalten Mitglieder einer Organisation die Möglichkeit, mit individuellen E-Mail-Adressen ihre Zugehörigkeit zur Organisation bzw. einem Verband sichtbar zu machen. Marken und Unternehmen können mit ihrer eigenen Endung Vertrauen bei ihren Kunden und Nutzern im Netz schaffen, da alle Domains unter der eigenen Endung auf ein Angebot des Unternehmens hinweisen.

Wer beispielsweise Forellenzüchterteiche betreibt, sie bei der Auswahl der geeigneten Fische und des Futters berät, könnte seine Dienstleistung mit einer Endung ".forellenteiche" anbieten. Ein Importeur italienischer Teigwaren könnte mit ".spaghetti" einen Online-Shop und Großhandelsgeschäft online aufziehen. Der international ausgerichtete Schrauben- und Eisenwarenhersteller hätte mit ".schrauben" eine Top-Level-Domain, unter der er seine Niederlassungen weltweit, den Online-Shop und das Beratungsgeschäft für den lokalen Fachhandel übersichtlich strukturieren kann.